Dienstag, 10. Dezember 2013

~Eule rezensiert~ Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson (Ebook)

Titel: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Autor: Jonas Jonasson
Genre: Roman
Seiten: 416
Erschienen: 24.08.2011
Broschiert: 14,99 € [D]
TB: 9,99 € [D]
Ebook: 8,99 €
Verlag: Carl's Books




Inhalt:

Allan Karlsson beschließt an seinem hundertsten Geburtstag aus dem Altenheim zu fliehen und klettert durchs Fenster hinaus in die Freiheit, legt einem Busfahrer 50 Kronen hin und lässt sich damit so weit weg fahren wie es geht. Währenddessen stehen Polizei und Presse Kopf, wohin kann ein hundertjähriger Tattergreis schon verschwunden sein? Doch eins kommt zum Anderen: Allan findet unterwegs Freunde die sich ihm anschließen und ein turbulenter Road-Tripp - der etwas anderen Art - durch Schweden und Allans Vergangenheit beginnt.

Meine Meinung:

Ich hatte so viel Gutes über das Buch gehört, einschließlich von meinem eigenen Vater der es verschlungen hat. Jetzt bin ich ein wenig geknickt, denn ich kann mich der allgemeinen Euphorie über dieses Buch leider nicht anschließen.

Zuerst einmal fand ich den Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig. Anfangs ist dieser witzige Ton den der Autor anschlägt, inklusive ständiger Wiederholungen (einige Charaktere haben ja nicht einfach nur Namen, nein, man muss ja unbedingt ständig wiederholen, was für eine Jacke er trägt und was da rauf steht) ja noch ganz amüsant aber irgendwann ist der Punkt erreicht an dem es nur noch nervt. Natürlich ist das immer eine Frage des Geschmacks, aber mich hat das absolut nicht überzeugen können.

Die Charaktere sind im Grunde sehr sympathisch und vor allem der alte Allan hat mich in seiner Schrulligkeit und Naivität  manchmal an Forest Gump erinnert (ja, echt! Mein Vater hat das auch so empfunden). Das ist nicht schlecht, denn ich mag Forest Gump. Auch seine Erlebnisse und wie er sich immer wieder aus Situationen windet fand ich manches Mal schon zum Schmunzeln. Die Nebencharaktere wirken allesamt ein wenig wie aus einem Kuriositätenkabinett zusammen geklaubt, aber dennoch haben sie mir gut gefallen.

Ich finde es nur unheimlich schade, dass die Charaktere die doch recht zähe Story nur minimal auflockern konnten. Die Passagen mit Allans Flucht vor Polizei und Co. fand ich zwar noch ganz okay aber wenn es dann um die Flashbacks ging in denen wir quasie Allans Lebenslauf durchleben, wurde es echt schwierig für mich. Seine Vergangenheit ist doch sehr geschichts- und politikträchtig und wenn man sich dafür nicht interessiert und das schon in der Schule immer doofe Fächer waren, so wie bei mir, dann ist das echt langweilig und trocken. Ich hab dann irgendwann ein paar Seiten nur noch quer gelesen weil mir dazu echt die Geduld gefehlt hat.  Und es macht ja nichts, wenn man sich Sachen ausdenkt aber eniges wirkte so stark an den Haaren herbeigezogen, dass ich es weder lustig fand noch in irgendeiner Form genießen konnte.

Fazit:

Es hätte so schön sein können. Die Charaktere sind toll aber Schreibstil und Story haben mich leider nicht überzeugen können und so habe ich mich mehr oder weniger gequält mit diesem Bestseller. Für viele bestimmt ein Highlight, ich für meine Teil kann den Hype aber nicht nachvollziehen. Und jetzt fühle ich mich ein bisschen schlecht, weil ich fast nur gemeckert habe...

Bewertung:

Cover: 2/5
Schreibstil: 1/5
Story: 1,5/5
Charaktere: 3/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:





1 Kommentar:

  1. Das hört sich so an, wie ich es mir erwartet hab. Ich hab mir viele Rezis dazu durchgelesen, aber wenn überwiegend positive dabei waren, konnten mich die Beschreibungen nicht dazu bringen, es zu lesen. Das war anscheinend richtig so :)

    GLG, A. Weltenwanderer

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