Freitag, 13. Dezember 2013

~Eule rezensiert~ Totentöchter - Die dritte Generation von Lauren DeStefano

Titel: Totentöchter - Die dritte Generation
Band 1 einer Trilogie
Englischer Titel: The Chemical Garden Trilogy - Wither
Autor: Lauren DeStefano
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Seiten: 400
Erschienen: 15.09.2011
HC: 16,99 € [D]
Ebook: 13,99 €
Verlag: cbt


Inhalt:

Durch ein missglücktes Genexperiment wurden die Menschen mit einer Art Virus infiziert, das dafür sorgt, dass Männer nur 25 und Frauen 20 Jahre alt werden. Die Welt ist größtenteils verfallen und es gibt nur noch wenige sogenannte Erstgenerationer die noch eine gewöhnliche Lebenserwartung haben. Es ist üblich, dass Jungen und Mädchen bereits jung verheiratet werden um die Existenz der Menschheit zu sichern, sprich Nachwuchs zu zeugen. Es ist ebenfalls üblich, dass Männer die es sich leisten können gleich mehrere Ehefrauen haben. So geschieht es auch mit dem 16 jährigen Waisenmädchen Rhine die sich gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder durchschlägt. Sie wird entführt und muss den 21 jährigen, reichen Arztsohn Linden Ashby heiraten und ist von nun an eine von drei Ehefrauen in seinem Haushalt. Doch Rhine fühlt sich gefangen und plant gemeinsam mit dem Diener Gabriel ihre Flucht.

Meine Meinung:

Endlich habe ich es geschafft dieses Buch zu lesen denn es lag über einem halben Jahr auf meinem SuB. Jetzt nachdem ich es gelesen habe bin ich überrascht, dass es doch ziemlich gut war, hatte ich nämlich nicht mehr so erwartet.

Obwohl inhaltlich nicht so viel passiert und es hauptsächlich um das Zusammenleben im Haushalt von Linden Ashby geht und darum, was Rhine alles vermisst, fand ich das Buch gleichermaßen schön wie erschreckend. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Menschen so eine geringe Lebenserwartung haben und was sie dadurch gezwungen sind zu tun, immer mit dem Gedanken, dass es bald vorbei ist.

Den Schreibtil der Autorin würde ich als solide bezeichnen. Er ist leicht und flüssig zu lesen und trifft für die Geschichte den richtigen Ton, hat mich jetzt aber auch nicht vom Hocker gerissen.

Rhine und ihre sogenannten 'Schwesterfrauen' sind so eine Sache für sich. Während ich Rhine und Jenna ganz nett finde ist die junge Cecily echt nervig und ein kleines Biest. Sie möchte als Einzige dem Ehemann gefallen weil sie so erzogen wurde und lässt sich prompt von ihm schwängern und das mit 13! Das fand ich richtig schlimm. Ein solches Thema im Allgemeinen ist etwas heikel wie ich finde, gerade in einem Jugendbuch. Dennoch kann man Linden nicht wirklich hassen, denn im Grunde ist er ziemlich ahnungslos was die Herkunft seiner Frauen angeht. Er weiß nicht, dass sie entführt wurden. Sein Vater, der Hausprinzipal Vaughn der im Keller seine Forschungen für ein Gegenmittel betreibt ist eine sehr wage Gestalt und im Gegensatz zu Linden wohl der wahre Fiesling der Story. Er kommt nicht oft vor im Buch aber ist trotzdem ständig präsent weil er mysteriös und angsteinflößend ist und sich die Frauen vor ihm fürchten. Was er da genau im Keller macht, kommt so nach und nach ans Licht. Die Hausdiener sind zwar ganz süß aber Gabriel zum Beispiel fand ich jetzt ein bisschen farblos.

Fazit:

Wirklich ein ganz gutes Buch, welches wiedermal ein erschreckendes Zukunftszenarion malt und den Überlebenskampf der jungen Leute beschreibt, auf die eine und andere Weise. Ab und zu ist mal ein etwas kontroverses Thema dabei und durchgängige Spannung gibt es hier nicht unbedingt, dennoch finde ich es durchaus lesenswert.

Bewertung:

Cover: 4/5
Schreibstil: 3,5/5
Story: 3,5/5
Charaktere: 4/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von knapp:








1 Kommentar:

  1. Hört sich gar nicht so schlecht an, aber auch nicht 100% überzeugend ^^
    Die Idee an sich ist zumindest interessant, werds mir auf jeden Fall mal merken ;)

    GLG, A. Weltenwanderer

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