Freitag, 24. Januar 2014

~Eule rezensiert~ Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Englischer Originaltitel: Me Before You
Autor: Jojo Moyes
Genre: Liebesroman
Seiten: 512
Erschienen: 21.03.2013
HC: 19,95€ [D]
TB: 14,99€ [D]
Ebook: 12,99€
Verlag: Rowohlt


Inhalt:

Louisa Clark ist 26 Jahre und hat in ihrem Leben noch nicht viel erreicht, sie hat keine vernünftige Ausbildung, wohnt noch bei den Eltern, führt eine eher monotone Beziehung zum ehrgeizigen Fitnesstrainer Patrick mit dem sie seit 7 Jahren zusammen ist und sie hat soeben ihren Job als Kellnerin verloren. Wieder einmal sitzt sie Arbeit suchend beim Jobcenter und weiß nicht was sie machen soll. Da wird ihr ein Job angeboten als Haushälterin einer reichen Familie deren Sohn Will nach einem Unfall querschnittsgelähmt im Rolltsuhl sitzt. Ihr Vertrag ist auf 6 Monate befristet und das aus gutem Grund, wie sie bald herausfindet. Sie und Will lernen sich nach Startschwierigkeiten immer besser kennen und Louisa tut alles um Will irgendwie seine Lebensfreude zurück zu bringen.

Meine Meinung:

Ich bin ja eigentlich nicht so der Liebesroman-Leser, aber dieses Buch hat mein Herz so sehr berührt, dass ich beinahe hätte heulen können. Die ganzen guten Stimmen über das Buch sind total berechtigt und ich bin sehr froh, dass ich auf diesen Zug aufgesprungen bin.

Ich weiß gar nicht genau, was ich über das Buch schreiben soll, weil es einfach so rundum gut ist und ich wirklich nichts kritisieren kann oder will. Die Geschichte ist so sanft und einfühlsam und ungewöhnlich auch. Das ist auf jeden Fall keine traditionelle kitschige Lovestory, sondern eine mit viel Tiefgang die zum Nachdenken anregt. Das Buch lässt sich auch schnell und flüssig weglesen, man kann es sowieso kaum aus der Hand legen. Über Schreibstil und Story lässt sich also nicht viel sagen außer, dass es einfach total zusammen gepasst hat und einfach nur ein schönes Lesevergnügen bietet in das man problemlos eintauchen kann.

Ab und zu wurde noch ein Kapitel eingestreut aus Sicht von Wills Eltern und seinem medizinischen Pfleger Nathan, sowie ein Kapitel aus Sicht von Lous Schwester. Das fand ich beim ersten Mal etwas gewöhnungsbedürftig, weil ich dachte, dass es überflüssig ist. Aber im nachhinein hat es doch sehr gut gepasst. Ansonsten begleiten wir die ganze Zeit Louisa durch ihr ganzes halbes Jahr.

Lou und Will haben mir als Charktere auch sehr gut gefallen. Lou mochte ich wirklich total gern weil ich mich irgendwie mit ihr identifizieren konnte, sie ist unglaublich authentisch und sympathisch und ich konnte sehr mit ihr mitfühlen. Sie ist eben so normal und mitten aus dem Leben gegriffen. Will ist natürlich ein etwas schwieriger Charakter, er war erfolgreicher Unternehmer der viel gereist ist und Sport gemacht hat und jetzt nach seinem Unfall und mit der Lähmung hat er jeglichen Lebensmut verloren. Dementsprechen ist er oft wütend, muffelig und deprimiert. Aber im Laufe der Geschichte konnte ich ihn auch immer mehr mögen und er tat mir oft auch leid. Es ist natürlich schwierig sich in ihn und seine Lage hinein zu versetzen aber ich kann seine Entscheidungen trotzdem auch ein bisschen nachvollziehen.
 
Ich fands nur sehr traurig und unerwartet, dass das Buch wirklich so endete wie es endete. Es wird sich schließlich nicht nur auf die unterschwellige Liebesgeschichte konzentriert sondern auch ein sehr kontroverses Thema angesprochen, was ich aber hier nicht weiter erläutern werde, weil ich sonst spoilern würde. Aber auf ein Happy End im klassischen Sinne wartet man hier vergebens, das muss man natürlich auch mögen.

Fazit:

Ja, ich kann nichts anderes sagen, als dass man dieses Buch wirklich unbedingt lesen sollte. Es ist sooo schön und doch sooo traurig. Und einfach nur gut, weil alles zusammen passt.

Bewertung:

Cover: 4,5/5
Schreibstil: 5/5
Story: 5/5
Charaktere: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:

Kommentare:

  1. Ist auch nicht mein Genre, aber ich bin froh, dass ich es gelesen hab. Fand es auch sehr gut und das Thema wurde gekonnt umgesetzt.
    Schöne Rezi :)

    GLG Aleshanee

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  2. Ich kann dir nur beipflichten. Tolles Buch! Ich finde dass Jojo Mojes aber gut an das Thema "Sterbehilfe" heran gegegangen ist und es für den Leser toll bearbeitet hat!

    Dein Blog gefällt mir und ich werde mal Leserin!
    Über eine Besuch von dir bei mir, würde ich mich auch sehr freuen!

    Ich wünsche dir ein tolles Wochenende!

    Grüße
    Steffi
    http://zitroschsleseland.blogspot.de/

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