Sonntag, 7. Dezember 2014

~Eule rezensiert~ Die gestohlene Zeit von Heike Eva Schmidt

Titel: Die gestohlene Zeit
Autor: Heike Eva Schmidt
Genre: Fantasy
Seiten: 432
Preise: 12,99€ TB | 10,99€ Amazon Kindle
Verlag: Knaur






 
Darum geht es:

Im Sommer 1987 macht die junge Lehramtsstudentin Emma ein Praktikum in einer 12. Klasse eines Gymnasiums und begleitet diese auf einen Wanderausflug in die Dolomiten. Als ihr zwei Klassenclowns entwischen, geht sie ihnen auf einen Berg nach um sie zur Gruppe zurück zu bringen. Allerdings passiert ihnen dort etwas seltsames. Ein kleines Wesen huscht hinter einem Felsen hervor und lässt vor Schreck etwas fallen. Emma hebt den Gegenstand auf: einen kleinen goldenen Ring, der eine seltsame Anziehungskraft auszuüben scheint. Doch Udo, ein feister und gemeiner Schüler, reißt ihr den Ring aus den Händen und schubst sie gegen den Felsen. Emma schlägt mit dem Kopf auf und wird bewusstlos, als sie wieder aufwacht geht die Sonne schon unter und von ihrer Klasse keine Spur. Doch dann entdeckt sie zwischen den Felsen einen Rosengarten. Magisch davon angezogen betritt sie ihn und ist plötzlich von einem Haufen hässlicher Zwerge umringt. Sie verschleppen sie zu ihrem Zwergenkönig Laurin in ihr unterirdisches Reich im Berg, wo sie gezwungen wird, ihn zu heiraten. Doch sie trifft außerdem auch auf den Koch Jonathan, der seinerzeit ebenfalls von den Zwergen verschleppt wurde. Gemeinsam planen sie ihre Flucht aus der Knechtschaft der Zwerge.


So fand ich es:

Ich merke gerade, dass es total schwierig ist dieses Buch vernünftig zusammen zu fassen, weil so viel passiert, das wichtig für die Geschichte ist. Kennt ihr das auch?

Zuerst einmal muss ich es einfach erwähnen: Ich finde dieses Cover SO schön! Man sieht es auf dem Bild leider nicht so gut aber das Gold glitzert und funkelt ganz herrlich.
Der Inhalt kann zwar mit der Aufmachung nicht ganz mithalten, war aber dennoch sehr unterhaltsam. Der Schreibstil ist sehr dynamisch und man kommt flüssig durch das Buch.

Die Idee der Story fand ich echt super. Es handelt sich hier um eine Legende, die man sich über die Dolomiten erzählt. So beginnt auch das Buch damit, dass Emma ihrer besten Freundin (und dem Leser) diese Sage vorliest, in der der Zwergenkönig Laurin die wunderschöne Prinzessin Similde erblickt und sich Hals über Kopf in sie verliebt. Er verschleppt sie in seinen Berg und zwingt sie ihn zu heiraten. Allerdings kann sie gerettet werden, ein Kampf entbrennt bei dem Laurins geliebter Rosengarten zerstört wird und er muss sich nach seiner Niederlage schmachvoll zurückziehen. Er wartet noch heute darauf, dass Similde zu ihm zurückkehrt, nicht wissend, dass ein normales, irdisches Jahr im Zwergenreich nur einen Wimpernschlag andauert und Similde längst tot ist.

Emma sieht Similde natürlich zufällig wahnsinnig ähnlich und Laurin denkt, dass seine Similde tatsächlich zu ihm zurückgekehrt ist nachdem sie auf dem Wanderausflug in seinen Garten gestolpert ist. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Zwerge nicht als friedliches Arbeitervolk dargestellt wurden, wie man das aus vielen neueren Fantasy-Büchern kennt, sondern als überaus hässliche, stinkende und fiese kleine Gesellen denen man lieber nicht begegnen möchte, wie in den alten Märchen und Legenden üblich.
Auch, dass die Zeit im Berg bei den Zwergen kaum vergeht, während an der Oberfläche die Jahre vorbei ziehen, fand ich echt spannend und hat der Geschichte sehr gut getan. Das hatte sogar ein bisschen Zeitreise-Feeling.

Die Protagonistin Emma habe ich jedoch nicht so sehr gemocht. Sie war mir irgendwie zu flapsig und hat oft nicht ganz nachvollziehbar gehandelt. Dass es zwischen ihr und Jonathan, mit dem sie aus Laurins Gefangenschaft fliehen will, später eine Liebesgeschichte geben wird, könnt ihr euch bestimmt denken. Aber die hat sich für meinen Geschmack viel zu schnell entwickelt, mir hätte ein bisschen mehr Zeit besser gefallen, in der die Beiden sich einander annähern. Jonathan hat mir an sich ganz gut gefallen auch wenn er sich genau wie Emma oft unlogisch verhalten hat, aber all die Nebencharaktere waren richtig toll.

Ich möchte euch natürlich nicht zu viel verraten und rumspoilern wie nichts gutes, aber die Geschichte hat einfach sehr viele Aspekte die verfolgt werden. Der Ring spielt später noch eine Rolle (bei dem ich mir ein kleines 'mein Schaaaaahhtz' in Gedanken nicht verkneifen konnte), ein Fluch kommt vor, der nochmal alles umwirft, die Zeitverschiebung ja sowieso und über Jonathan gibt es auch etwas besonderes zu erfahren. Wenn ihr das alles herausfinden möchtet, was es genau damit auf sich hat und was da alles passiert, dann müsst ihr das Buch selber lesen ;).


Mein Fazit:

Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich habe mich trotz der paar Kritikpunkte super unterhalten gefühlt und fand es sehr erfrischend mal wieder einen Einzelband zu lesen. Die Story ist zwar teilweise vorhersehbar aber recht ungewöhnlich und vielseitig. Ich finde das Buch lesenswert.


Meine Bewertung:
  • Cover: 5/5
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 3/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




Kommentare:

  1. Huhu:)
    Schöne Rezi. ich fand das Buch auch sehr gut, bis auf die Liebesgeschichte, aber die geht mir bei fast jedem Buch auf die Nerven :D Ich stimme dir vollkommen zu dass dieses Cover so schön ist*-*
    Liebe Grüße
    Annika

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    1. Hi ^^

      Oh man, da bin ich aber erleichtert, ich dachte ich bin die Einzige, die von Liebesgeschichten leicht genervt ist ;D

      LG Insi

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