Dienstag, 30. September 2014

Gemeinsam Lesen #4

http://blog4aleshanee.blogspot.de/2014/09/gemeinsam-lesen-6.html#more
(Klick auf das Logo für die Fragen bei Weltenwanderer)

Hallo ihr Lieben,

auch ich bin heute wieder mit dabei, wenn auch etwas spät und unter Zeitdruck, da ich derzeit eine berufliche Fortbildung besuche. Dennoch möchte ich es mir nicht nehmen lassen schnell die heutigen Fragen zu beantworten :).


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Wild Cards - Das Spiel der Spiele von George R.R. Martin und ich bin bei 11% des Ebooks.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Die Produktionsfirma bot zum Mittagessen Wasser, Limo und Sandwiches an, und Ana zwang sich, etwas zu essen."


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst.)

Ich bin ja noch nicht sehr weit mit dem Buch und bisher habe ich auch noch sehr gemischte Gefühle. Der Einstieg ist mir leider nicht leicht gefallen, ganz schön verwirrend und sehr seltsam erscheint mir diese Geschichte und ich finde sie bis jetzt eher langweilig weil ich irgendwie das Gefühl habe nicht mitzukommen. Der Stil wechselt auch ständig und ich muss sehr aufpassen um alles zu begreifen. Eigentlich will ich das Buch gut finden, schließlich war ich sehr gespannt darauf und hoffe, dass es mich noch packen wird. 


4. Wenn du zum jetzigen Zeitpunkt in das Buch 'springen' könntest - welche Figur würdest du gerne sein und warum?

Ganz ehrlich? Keiner von denen. Die Meisten sind zwar Leute (Asse in dem Fall) mit irgendwelchen coolen und teilweise auch witzigen Fähigkeiten aber trotzdem ist dort keiner dabei, der mich reizen würde, wo ich sagen würde, der oder die wäre ich gerne. Und schon gar nicht in so einer komischen Superhelden-Show...



Montag, 29. September 2014

~Eule rezensiert~ Ich und die Menschen von Matt Haig

Titel: Ich und die Menschen
Englischer Titel: The Humans
Autor: Matt Haig
Genre: Roman
Seiten: 352
Preise: 14,99€ broschiert | 12,99€ Amazon Kindle
Verlag: dtv






 
Darum geht es:

Dem Mathematiker Professor Andrew Martin ist das gelungen, was schon so viele erfolglos versucht haben. Er hat ein bahnbrechendes mathematisches Rätsel gelöst, welches die Menschheit revolutionieren würde. Doch die Menschen sind brutal und egoistisch, jedenfalls denken die Vonnadorianer so. Ein hochintelligentes außerirdisches Volk, dem diese Entwicklung ein Dorn im Auge ist, denn die Menschheit hätte ihrer Meinung nach diesen wissenschaftlichen Sprung keineswegs verdient. Sie beschließen den Fortschritt zu verhindern und Andrew Martins Ergebnisse zu vernichten indem sich einer der Ihren Andrew Martins Körper bemächtigt und sich auf die Suche nach dessen Arbeit macht und eventuelle Mitwisser, wie die Familie und Kollegen des Professors, eliminieren soll. Doch ganz zum Erstaunen der außerirdischen Präsenz empfindet er die Menschen nach anfänglichen Schwierigkeiten als immer weniger schlimm, er beginnt sogar ihre Lebensweise zu respektieren und das Gute in ihnen zu sehen.
Doch kann er die Ausführung seines Auftrages jetzt noch verhindern?


So fand ich es:

Ein wirklich sehr rührendes, wahrhaftiges und wunderschönes Buch mit nur kleinen Schwächen. Im Großen und Ganzen hat es mir sehr gut gefallen und ich konnte mich richtig schön in die Geschichte fallen lassen.

Der Einstieg in das Buch ist noch sehr skurril und witzig gehalten, der Außerirdische muss sich als Mensch auf der Erde zurecht finden und das mit den ganzen Vorurteilen die er über sie hat. Diesen kritischen Blick auf unsere Spezies fand ich persönlich sehr amüsant und mit vielem hat er ja auch einfach recht. Leider. Hier zwei Zitate, die ich sehr passend finde:

"Die Erde war, wie mir später klar wurde, ein Planet der verpackten Dinge. Nahrung in Folie. Körper in Kleidung. Verachtung in Lächeln. Alles war verpackt." Seite 27

"Manche Menschen mochten Gewalt nicht nur, sie dürsteten danach, das hatte ich bereits gesehen. Nicht weil sie sich nach Schmerzen sehnten, sondern weil sie einen Schmerz in sich trugen, von dem sie sich durch eine andere Art von Schmerz ablenken wollten." Seite 228

Doch mit dem Fortgang der Geschichte werden nicht nur immer mehr Gegebenheiten aus Andrew Martins Leben aufgewühlt sondern auch die Gedanken des Aliens werden tiefgründiger, bewegender und sogar zunehmend menschlicher. Die Tatsache, dass ihn natürlich alle für den echten Andrew Martin halten - der zwar einen psychischen Zusammenbruch erlitten hat da er des nachts nackt auf der Autobahn aufgegriffen wurde, weil das Alien die Notwendigkeit von Kleidung noch nicht kannte – habe ich sehr spannend gefunden. Denn wie geht so ein völlig fremdes Wesen damit um, wenn es mit Dingen konfrontiert wird, die ja nun wirklich nicht sein Verschulden sind? Darum muss er sich ja zum Einen kümmern, was zwangsläufig dazu führt, dass er sich mit der Familie seines Wirtes auseinander setzen muss und gleichzeitig muss er an die Ausführung seines Auftrages denken, nämlich diese Menschen zu töten die etwas über die Formel wissen könnten. Eine verzwickte Situation die auch zu vielen gedanklichen Konflikten führt.

Der Hauptcharakter, also der Außerirdische, ist mir auch sofort ans Herz gewachsen. Sein Unwissen am Anfang war wirklich nur zu komisch und ich musste einfach mit dem armen Kerl mitfiebern. Auch, dass er Andrew Martins Fehler ausbaden musste, hat mir sehr leid getan und ich fand es wirklich rührend, wie er sich anschließend bemüht hat, alles irgendwie wieder in Ordnung zu bringen, trotz seines zweifelhaften Auftrages.
Die Nebencharaktere, Andrew's Familie, Kollegen und Freunde fand ich ebenfalls gut dargestellt. Und natürlich kommt auch ein Hund vor, ganz wichtig! ;)

Der Schreibstil des Autors hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist nicht zu kompliziert und hat einen schönen Lesefluss garantiert, dennoch hat er eine gewisse Melancholie und Tiefe, aber auch viel Humor an den richtigen Stellen. Zwischendrin gab es nur leider eine kleine Durststrecke, die ich etwas langweilig fand und wo ich das Gefühl hatte, dass der schöne Lesefluss unterbrochen wird. Ich war da irgendwie raus. Das Ende hat mir aber wiederum gut gefallen. Allgemein gab es wirklich sehr schöne Sätze, Zitate und Gedanken die den Leser zum nachdenken anregen. Auch der Aufbau der Kapitel hat mir gut gefallen, denn meist gab es so kleine Sequenzen in denen der Außerirdische in Kontakt mit seinen Leute getreten ist bevor es dann mit den eigentlichen Entwicklungen auf der Erde weiter ging. Sehr schön fand ich auch die Liste zum Schluss mit Dingen, die der Außerirdische an den Sohn von Andrew Martin schreibt. Da sind so herrliche Sätze bei, die wir uns wirklich zu Herzen nehmen sollten.


Mein Fazit:

Eine wirklich berührende, schöne Geschichte über die Menschlichkeit mit einem Spritzer Humor. Mir hat das Buch gut gefallen und ich kann es auch bedenkenlos weiter empfehlen.

Höflichkeit ist oft Angst, Liebenswürdigkeit ist immer Mut. Aber es ist das Mitgefühl, das dich menschlich macht. Hab mehr Mitgefühl, und du wirst menschlicher.“ Seite 329


Meine Bewertung:
  • Cover: 5/5
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 4,5/5
  • Charaktere: 4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von 4,6 und aufgerundet:




Freitag, 26. September 2014

~Eule rezensiert~ Es wird keine Helden geben von Anna Seidl

Titel: Es wird keine Helden geben
Autor: Anna Seidl
Genre: Jugendbuch
Seiten: 256
Preise: 14,95€ HC | 9,99€ Amazon Kindle
Verlag: Oetinger






 
Darum geht es:

Der 15-jährigen Schülerin Miriam passiert die absolute Katastrophe. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, läuft an ihrer Schule Amok und schießt wild um sich. Sie kann sich glücklicherweise in die Toilette retten, muss allerdings von dort wie erstarrt mit ansehen, wie ihr Freund Tobi auf dem Flur tödlich verletzt wird. Miriam überlebt die Katastrophe, aber ihr Leben ist von da an nicht mehr das selbe. Sie hat Albträume, vermisst Tobi schmerzlich und muss sich immer wieder fragen, ob sie und ihre Freunde den Amoklauf hätten verhindern können, wenn sie Matias anders behandelt hätten... Wie kann man weiter leben nach diesem Geschehen, mit all den Gefühlen und Gedanken die hinterher aufkommen?



So fand ich es:

Es ist schwierig bei einem solch empfindlichen Thema kritisch zu sein, aber das muss ich leider. Ich hatte von dem Buch ein bisschen mehr erwartet, es ließ sich zwar ganz gut lesen, aber ein paar Aspekte haben mich leider doch gestört.

Da wären zum Einen die Charaktere. Miriam verhält sich meiner Meinung nach extrem widersprüchlich. Mag sein, dass es daran liegt, dass sie eine pubertierende Jugendliche ist und eben dieses furchtbare Erlebnis mit dem Amoklauf hatte. Ich habe da natürlich – und ganz zum Glück – keine Erfahrung mit so etwas und ich kenne auch keinen, von daher kann ich auch nicht vergleichen, wie so jemand sich verhält. Dennoch hat ihr Verhalten mich gestört, weil sie mal arrogant und zickig war und dann wieder so verletzlich und voller tiefgründiger Gedanken. Und das Ganze dann halt sehr extrem und sehr wankelmütig. Sie war mir schlichtweg zu anstrengend und zu unnatürlich in all ihren Gedanken und Handlungen.
Die Nebencharaktere verblassen neben Miriam auch völlig. Ihre Eltern und Freunde wirken mehr wie Statisten und greifen nicht wirklich aktiv ins Geschehen ein. Miriams Gedanken und Gefühle und auch ihre Taten ihnen gegenüber sind größtenteils negativ, gerade gegenüber der Mutter, aber auch gegenüber der Freunde, was mich sehr überrascht und auch irgendwo gestört hat, weil ich das bis zu einem gewissen Grad nicht mehr realistisch fand. Sie bemüht sich in meinen Augen auch nicht sonderlich um den Erhalt ihrer Freundschaften, sie kämpft überhaupt nicht darum, dass sie gemeinsam mit ihren Freundinnen über das Geschehene reden kann und lässt einfach zu, dass alles auseinander driftet. Sie hat schon eine komische Art ihre Trauer und die Wut zu verarbeiten.

Denn darum geht es meiner Meinung nach auch Hauptsächlich. Nicht um den Amoklauf an sich sondern mit den Folgen. Und natürlich den Verlust von Miriams festem Freund Tobi und wie sie damit umgeht. Das ist an sich eine gute Idee und da hätte man sicherlich auch eine wunderschöne, traurige aber dennoch hoffnungsvolle Geschichte drüber erzählen können. Das ist der Autorin nur sporadisch gelungen, hauptsächlich wenn es um die Trauerbewältigung bei der Psychologin oder an Tobis Grab ging hat man gespürt, dass sich wirklich ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt wird. Es gab durchaus Momente wo mich das Buch berührt hat, aber die waren leider zu selten. Das liegt zum Einen an den doch recht oberflächlichen Charakteren und zum anderen an der etwas holprigen Story, bedingt durch Ich-Erzählerin Miriam und ihre Sprunghaftigkeit.

Gerade die vereinzelt eingestreuten Flashbacks haben mir die Charaktere nicht unbedingt sympathischer gemacht, weil sie echt gemeine Sachen zu Matias gesagt haben. Miriam und ihre Freunde waren eben mobbende Oberzicken, die nur Sex, Parties und Saufen im Kopf hatten und bei denen Toleranz ganz sicher nicht an erster Stelle stand, das muss man halt einfach so sagen.
Das Oberflächliche und zickige bleibt irgendwie ein bisschen bestehen, auch wenn die Konsequenz aus ihrem Handeln damals natürlich eine schreckliche Folge hatte, die ich ihnen weiß Gott nicht gewünscht hätte. Einerseits hat Miriam Schuldgefühle und andererseits tut sie das Geschehene ab. Da wären wir wieder bei der Widersprüchlichkeit.

Der Schreibstil ist für ein Jugendbuch angemessen, literarisch nicht anspruchsvoll aber man kommt schnell und flüssig durch das Buch durch.


Mein Fazit:

Es wird mit dem Amoklauf ein ernstes und immer aktuelles Thema angesprochen, die Folgen eines solchen Traumas aufgezeigt und dessen Bewältigung, die dank Hauptperson Miriam aber leider ziemlich aus den Fugen gerät wie ich fand. Für Jugendliche die dieses Thema interessiert bestimmt ein gutes Buch. Allerdings haben die Charaktere nicht unbedingt Vorbildfunktion und sind auch nicht sehr ausgereift. Es hat mir dann hier und da doch einiges gefehlt, das Buch war zwar okay aber leider lief für meinen Geschmack nicht alles rund.


Meine Bewertung:
  • Cover: 3,5/5
  • Schreibstil: 3/5
  • Story: 3,5/5
  • Charaktere: 1,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von 2,8 und aufgerundet:




Dienstag, 23. September 2014

Gemeinsam Lesen #3

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/2014/09/gemeinsam-lesen-79.html

Guten Morgen :)

Auch ich bin wieder bei der Aktion von Schlunzenbücher und Weltenwanderer dabei. Mit einem Klick auf das Logo kommt ihr wie immer zu den Fragen.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

1.1. Silber - Das Zweite Buch der Träume von Kerstin Gier: Seite 82/430

1.2. Dark Village 4 - Zurück von den Toten von Kjetil Johnsen: 72% (Ebook)


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

2.1. ' "Erläutern Sie die aerobe ADB-Gewinnung in den Zellen des Menschen unter Einbeziehung einer Bruttogleichung mit darin enthaltener ADB-Bilanz." '

2.2. ' "Fünf Minuten in drei Tagen", sagte Sigrid. '


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

3.1. Bisher unterscheidet sich das Buch nicht großartig vom ersten Teil was die Geschichte und Spannung angeht. Eigentlich ist es bis jetzt sogar noch schwächer. Langsam könnte wirklich etwas passieren, aber es ist wieder mehr Geplänkel als alles andere. Wenigstens haben die Charaktere eine Menge Charme.

3.2. Verzwickt und spannend, mehr kann ich gar nicht dazu sagen. Die Buchhreihe ist nach wie vor überraschend gut.


4. Kannst du dich dran erinnern, welches das erste Buch war, dass du jemals selbst gelesen hast? Fing deine Buchleidenschaft schon direkt mit diesem ersten Buch an?

Also an das allererste Buch kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber ich bin mir sicher, dass es irgendwas mit Pferden zu tun hatte, in der Hinsicht war ich ein typisches Mädchen. Bestimmt war es sowas wie 'Bibi und Tina' oder 'Ponyhof kleines Hufeisen', die Bücher habe ich als Kind geliebt ;D. Oder ein Disney-Märchenbuch, das käme auch in die engere Auswahl ^^'.
Und ja, mit Märchen und Pony-Geschichten hat auch alles angefangen *lach*.

Donnerstag, 18. September 2014

~Eule rezensiert~ Angelfall - Fürchtet euch nicht von Susan Ee

Titel: Angelfall – Fürchtet euch nicht
Band 1 einer Trilogie
Englischer Titel: Angelfall (Penryn & the End of Days)
Autor: Susan Ee
Genre(s): Fantasy/Dystopie/Apokalypse
Seiten: 400
Preise: 12,99€ HC | 9,99€ Amazon Kindle
Verlag: Heyne fliegt





Darum geht es:

Die Welt wie wir sie kennen wurde weitestgehend zerstört und das ausgerechnet von Engeln die Krieg gegen die Menschen führen. Die 17-jährige Penryn versucht ihre schizophrene Mutter und ihre kleine Schwester, die im Rollstuhl sitzt, irgendwie durch diese Katastrophe zu bringen und sich mit ihnen so gut es geht durchzuschlagen. Doch eines Tages, als es in ihrem Zufluchtsort nicht mehr sicher ist und sie den Standort wechseln müssen, geraten sie auf offener Straße in einen Kampf. Einen Kampf zwischen Engeln, drei gegen einen. Der Einzelne unterliegt dem Kampf und die anderen Engel schneiden ihm seine Flügel aus dem Rücken und lassen ihn schwer verletzt zurück. Leider bleibt die kleine Familie auch nicht unentdeckt und einer der Engel entführt Penryns kleine Schwester. Penryns Mutter flieht völlig verstört und von nun an ist sie auf sich gestellt. Auf sich und einen verletzten Engel mit dessen Hilfe sie versuchen will ihre Schwester zu befreien.


So fand ich es:

Das Buch hatte sich so gut angehört und ich habe auch schon viele positive Meinungen darüber gelesen. Entgegen meinen Erwartungen konnte mich das Buch aber leider überhaupt nicht packen.

Obwohl die Idee der Geschichte nicht neu für mich war, wollte ich dennoch wissen, was an diesem Buch laut der Leser so besonders sein soll. Und die Charaktere wurden von vielen auch sehr gelobt, deshalb hat es mich neugierig gemacht. Es tut mir echt leid, dass ich mich da so gar nicht anschließen kann. Ich fand die Story nicht innovativ sondern sehr beliebig und vor allem war ich recht schnell gelangweilt. Schwierig, in Worte zu fassen was mich da jetzt genau gestört hat, es hat mich einfach überhaupt nicht mitgerissen. Böse Engel hat es schon oft in Büchern gegeben und ich tue mich einfach total schwer damit, Engel so zu sehen. Verwegen und kriegerisch eben. Auch das sie in dem Buch so sexuelle Wesen sind und so 'normal', beinahe menschlich wirken, hat mich sehr gestört. Der gefallene Engel Raffe redet sehr umgangssprachlich und guckt anscheinend fern... So stelle ich sie mir nicht vor, die Engel. Für mich sind sie heilige, besonnene Geschöpfe, anmutig und gerecht. Diese verdrehte Ansicht von ihnen passt für mich einfach nicht. Ich habe es versucht, aber ich glaube von solchen Stories sollte ich echt die Finger lassen.

Auch die Charaktere sind austauschbar und haben in mir keinerlei Sympathien geweckt. Penryn könnte wie jedes andere Mädchen aus einer Dystopie sein, versucht die Starke zu spielen und Raffe ist halt eben dieses typische Klischee von einem Mann. Unnahbar, neckisch, wunderschön, eigentlich ein richtiger Bad Boy und doch auf irgendeine Weise besorgt um Penryns Wohl.
Nichts gegen Klischees, die gibt es ja Zuhauf, aber ich sage es immer wieder: Die müssen gut verpackt werden, so dass man sie nicht bemerkt. Wenn sie einem ins Auge springen und es weh tut beim Lesen, läuft was falsch. Und Angelfall ist nun mal leider so ein Buch für mich.

Ich hätte an dieser Stelle gerne gesagt, dass die Geschichte wenigstens Potenzial gehabt hätte, wenn man eine andere Herangehensweise gewählt hätte... Kann ich aber auch nicht. Wirklich schade, aber auch die Story hat mich null interessiert. Das Einzige was kurz meine Aufmerksamkeit erhaschen konnte war Penryns durchgeknallte Mutter die ich auf eine skurrile Weise wirklich drollig fand. Aber die war ja leider nicht die Hauptperson...

Ihr werdet überrascht sein, aber der Schreibstil konnte das Buch auch nicht retten. Er war okay, also durchschnittlich, aber jetzt auch nichts wo ich 'Hurra!' geschrien hätte.


Mein Fazit:

Eine arge Enttäuschung, dieses Buch und das in jeder Hinsicht. Ich konnte es leider nicht beenden und habe nach der Hälfte ungefähr aufgegeben. Ich werde es auch nicht mehr zu ende lesen, das wäre Zeitverschwendung. Keine Empfehlung von meiner Seite.



Meine Bewertung:
  • Cover: 3/5
  • Schreibstil: 2/5
  • Story: 0,5/5
  • Charaktere: 1/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von 1,6 ich behalte mir jedoch vor abzurunden auf:





Dienstag, 16. September 2014

Gemeinsam Lesen

http://blog4aleshanee.blogspot.de/2014/09/gemeinsam-lesen4.html

Hallo,

auch diese Woche bin ich wieder bei der Aktion 'Gemeinsam Lesen' dabei. Mit einem Klick auf das Logo kommt ihr zu den dieswöchigen Fragen von Alexandra via Weltenwanderer :).



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Dark Village Bd.3 - Niemand ist ohne Schuld: 72% (Ebook)


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

'Charlene sorgte dafür, dass das Gespräch locker flockig dahinplätscherte.'


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich bin immer noch überrascht, wie gut mir die Buchreihe bisher gefällt. Klar, es ist total auf Teenager ausgerichtet und an manchen Stellen frage ich mich schon ob ich nicht doch langsam zu alt bin für so ein Buch ;). Gerade bei den Songtexten zu Beginn eines Abschnitts (der Autor hat da aber auch Schinken ausgegraben... mein lieber Herr Gesangsverein...) und die ganzen Teenie-Problemchen nicht zu vergessen. Trotzdem ist es irgendwie spannend (da wird aber auch manchmal ordentlich an den Nerven des Lesers gezerrt) und ein absoluter Pageturner, auch wenn ich mich an den zackigen Schreibstil erst gewöhnen musste.

 
4. In welches Genre würdest du dein Buch einordnen? Liest du hauptsächlich solche Bücher oder ist dir das Genre egal?

Ich würde sagen das ist sowas wie ein Jugendkrimi oder Jugendthriller... Ich hab mal irgendwo die Bezeichnung Thriller-Soap gelesen. Fand ich ein bisschen komisch die Bezeichnung, beschreibt es aber ganz gut wenn ich länger so drüber nachdenke.
Ist normalerweise auch überhaupt kein Genre das ich gerne lese. Krimis schonmal gar nicht, finde ich furchtbar. Aber von Dark Village habe ich mich schon überzeugen lassen, wahrscheinlich weil es doch irgendwie anders ist und eben kein klassischer Krimi. Grundsätzlich bin ich auch ziemlich offen für alles, wenn mich eine Buchbeschreibung anspricht, dann möchte ich das Buch auch lesen, ganz unabhängig vom Genre. Nur wie gesagt: Klassische Krimis fallen bei mir in der Regel immer durch ^^'.


Sonntag, 14. September 2014

~Eulenpost~ Neuzugänge 2. Teil


Hallo ihr Lieben,

hier kommt der zweite Schwung Neuzugänge, die ich euch gerne vorstellen würde. Diesmal sind auch wieder zwei Printbooks bei mir eingezogen, weil Medimops zwischenzeitlich mal die Versandkostengrenze runtergesetzt hatte, da musste ich zuschlagen ;).

Los geht es auch gleich mit den beiden Printbooks, diesmal wieder mit eigenem Foto (in überbelichteter Handy-Qualität, 'tschuldigung *hüstel*) und präsentiert von meiner kleinen Assistentin Ivy:

Einmal wäre da 'Die Jäger der Nacht' von Andrew Fukuda, wo ich auf anderen Blogs schon viel gutes drüber gelesen habe. Das ist der erste Band einer Dilogie soviel ich weiß. Es handelt sich um eine Dystopie in der Menschen relativ emotionslos leben (kein Lachen, keine Liebe) und nachts andere Menschen töten. Der Hauptcharakter Gene jedoch ist total anders und muss seine Gefühle und seine Liebe zu dem Mädchen Ashley June vor den anderen verbergen. So ähnlich steht es jedenfalls auf dem Klappentext ;). Bin mal gespannt was mich erwartet.

Das zweite Buch ist der letzte Band der dritten Staffel der 'Warrior Cats' Reihe von Erin Hunter. Finally! Viel zu lange habe ich das schon aufgeschoben mir den letzten Band zu holen. Fühlt sich immer gut an, wenn man eine Buchreihe abschließen kann, nicht wahr? Auch wenn es in diesem Fall nur eine Staffel ist und die nächste auch schon in den Startlöchern steht...











Weiter geht es mit den Ebooks:

'Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit' ist auch wieder eine Dystopie in der die Welt in komplette Nacht versunken ist und nur eine Gruppe von Menschen unter einer Lichtkuppel geschützt ist. Gehen sie aus dem Schutz der Kuppel hinaus, werden sie von sogenannten Seelenfressern angegriffen. Entweder wird man dann einer von denen oder stirbt. Die Hauptperson Marina hat so einen Angriff jedoch schwer verletzt überlebt und seither sind die Seelenfresser permanent auf der Jagd nach ihr.






'Zeitsplitter - Die Jägerin' ist ebenfalls ein dystopisch angehauchtes Jugendbuch in dem es wieder eine Hauptperson namens Marina gibt. Eigentlich geht es um zwei Mädchen, einmal um Marina die reich und total beliebt ist und einmal gibt es Em die seit Jahren auf der Flucht ist und in einer winzigen Zelle eingesperrt jeden Tag Verhöre über sich ergehen lassen muss. Das irrwitzige an der ganze Sache ist, dass es sich bei Marina und Em um ein und dieselbe Person handelt nur 4 Jahre voneinander getrennt. Em erhält durch eine Zeitreise die Chance ihre Vergangenheit zu ändern, jedoch muss sie dafür einen schrecklichen Preis zahlen...



'Wo immer du bist' ist ein gefühlvolles Jugendbuch, zumindest klingt es ganz danach. Der 17-jährige West liegt seit einem Mountainbike-Unfall gelähmt im Krankenhaus. Nachts bekommt er Besuch von Olivia, einer ehemaligen Ballerina, die ihm nicht sagen will warum sie auch im Krankenhaus liegt. West bekommt jedoch durch eine Operation die Chance wieder vollkommen hergestellt zu werden und er verspricht Olivia, dass er sie nicht vergessen wird, auch wenn er wieder gesund ist. Als er sein Verpsprechen einlösen will, muss er jedoch feststellen, dass Olivia seit Jahren im Koma liegt und ihn in einer Art Zwischenreich besucht hat... Doch West will ihre Liebe nicht aufgeben.


'Die Achse meiner Welt' habe ich auf einem anderen Blog entdeckt und es hat mich sofort angesprochen. Rachel ist jung, beliebt und verliebt und beginnt bald ihr Studium. Doch dann erleidet sie einen schweren Unfall und verliert alles. Jahre später erlebt sie das gleiche nochmal, als sie dieses Mal aufwacht, ist jedoch alles wieder wie zuvor, als hätte es die Tragödie niemals gegeben. Was wird Rachel mit ihrem Leben anfangen, jetzt wo sie die schlimme Alternative kennt?






'Flamingos im Schnee' ist noch ein Jugendbuch über ein krebskrankes Mädchen, soll aber auch sehr schön und rührend sein. Für Campbell gibt es kaum noch eine Chance und sie weiß es auch. Ihre Mutter denkt da zum Glück anders und will nicht mit zusehen wie sich ihre Tochter aufgibt. Als sie von einer Stadt in Maine hört in der angeblich Wunder wahr werden sollen schnappt sie sich ihre Tochter und zieht dorthin. Doch trotz der wundersamen Dinge die es dort tatsächlich gibt lässt sich Campbell nicht ganz überzeugen. Erst als sie Asher kennenlernt kann sie ihr Leben wieder genießen...





Und da ich momentan ja irgendwie im Jugendbuch-Wahn bin habe ich mir noch 'Schmetterlinge im Kopf' gegönnt. Wobei ich hier auch gerne das Printbook hätte: ist das Cover nicht wunderschön?  War auch eine totale Coverentscheidung, sieht gut aus, will ich haben! Deshalb kann ich auch gar nicht so viel über den Inhalt sagen. Es geht nur wieder um ein Mädchen, das durch einen Unfall nun nicht mehr ihrer Leidenschaft, dem Turnen, nachgehen kann und durch Narben entstellt ist. Sie verkriecht sich und will am liebsten nicht mehr aus dem Haus kommen. In einer Reha-Maßnahme lernt sie dann Kai kennen.






Wie ähnlich sich die Bücher alle anhören, gerade die letzten *lach*. Das fällt einem auch erst so richtig auf wenn man sie so nach der Reihe auflistet ;). Aber das muss ja nichts heißen...






Freitag, 12. September 2014

~Eule rezensiert~ Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green

Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Englischer Titel: The Fault in our Stars
Autor: John Green
Genre: Jugendbuch
Seiten: 336
Preise: 16,90€ HC | 9,99€ Amazon Kindle
Verlag: dtv






 
Darum geht es:

Hazel Grace Lancaster ist 16 Jahre alt und hat Krebs seit ihrem 13. Lebensjahr. Zuerst war es 'nur' die Schilddrüse, dann bekam sie Metastasen in der Lunge. Ein experimentelles Medikament und ein Sauerstoffgerät, welches sie immer mit sich herumschleppt, helfen dabei ihr Leben zu verlängern. Doch ganz geheilt werden kann sie nicht und das weiß sie auch. Es ist nur eine Frage der Zeit und Hazel kapselt sich immer mehr von der Außenwelt ab.
Eines Tages trifft sie bei einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche, wo sie sich nur widerstrebend von ihrer Mutter hinbringen lässt, auf den gutaussehenden und schlagfertigen Augustus Waters. Gus hat durch Knochenkrebs ein Bein verloren und trägt eine Prothese. Allerdings wird ihm im Gegensatz zu den Anderen eine 85 prozentige Heilungschance prognostiziert und auch sonst wirkt er eher fehl am Platz in der Gruppe.
Die beiden fühlen sich gleich zueinander hingezogen und Hazel freundet sich mit ihm an. Sie tauschen ihre Lieblingsbücher, verbringen viel Zeit zusammen und Gus erfüllt ihre sogar den Wunsch einer Reise nach Amsterdam um ihren Lieblingsautor zu treffen. Langsam wird aus der engen Freundschaft mehr. Doch wie viel gemeinsame Zeit haben sie noch?



So fand ich es:

Wie rezensiert man ein Buch, das so rührend und emotional ist wie dieses? Mir hat einfach alles daran gefallen, die Stimmung, der Schreibstil, die Charaktere, die Überraschungen... Ich kann nichts negatives an diesem Buch finden.

Hazel ist als Hauptprotagonistin sehr gut gelungen. Sie ist tapfer, aber hat natürlich auch ihre gedanklichen Tiefen und wirkte auf mich sehr authentisch. Es fiel mir nicht schwer mich als Leser in sie hineinzuversetzen und ihre Gedanke und Gefühle nachzuvollziehen.
Sie legt manchmal einen doch recht trockenen Humor an den Tag, den ich wirklich unterhaltsam fand. Ich glaube ohne diesen Humor wäre ihr Schicksal beinahe unerträglich, deshalb fand ich gut, dass sie ihn sich bewahrt hat.
Auch Gus und ihre Freunde aus der Selbsthilfegruppe haben mir gut gefallen. Da passte einfach alles zusammen. Gus ist sich seines guten Aussehens bewusst ohne dabei total überheblich zu sein. Er ist charmant, fürsorglich und intelligent. So einen jungen Mann wünschen sich glaube ich viele junge Mädchen an ihrer Seite. Er ist perfekt ohne ZU perfekt zu sein und ich habe Hazel jeden Augenblick dieser zarten Romanze mit ihm gegönnt.
Hazels Eltern haben mir ebenfalls gut gefallen. Die überfürsorgliche und besorgte Mutter, die versucht für ihr Kind stark zu sein und der Vater der seine Tochter über alles liebt und alles für sie tut. Hazel hat Glück solche Eltern zu haben und das weiß sie auch zu schätzen, auch wenn nicht immer alles glatt läuft.

Innerhalb der Geschichte spielt noch Hazels Lieblingsbuch und dessen Autor eine große Rolle. Das Buch 'Ein herrschaftliches Leiden' hat sie bestimmt schon 20 mal gelesen. Auch darin geht es um ein krebskrankes Mädchen und deren Familie. Doch leider hat das Buch ein offenes Ende. Hazel wünscht sich nichts sehnlicher, als zu erfahren was mit den Personen darin passiert und will deshalb unbedingt den Autor Peter van Houten in Amsterdam treffen. Dieser Wunsch wird ihr erfüllt, doch das Treffen lief zu ihrer und auch zu meiner Überraschung ganz anders als erwartet. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber mir hat diese Entwicklung sehr gut gefallen, weil es so herrlich authentisch ist und es einmal mehr aufzeigt, dass das Leben nicht so einfach ist wie man es sich wünscht. Weil das Leben einfach so IST. Immer für Überraschungen gut, ob nun positiv oder negativ.
Ich finde es nur schade, dass 'Ein herrschaftliches Leiden' eine Erfindung ist, ich hätte es wahnsinnig gerne gelesen!

Der wunderschöne, flüssige Schreibstil des Autors, der Ernst und Humor perfekt miteinander verwebt, trägt den Leser wie auf einer Wolke bis zum Ende durch das Buch.
Das Ende an sich hat mich auch wieder mit offenem Mund, staunend und fassungslos, traurig und gleichzeitig gerührt zurück gelassen und ich kann nur sagen: Bravo!


Mein Fazit:

Dieses Buch ist nicht einfach nur irgendein 'Krebsbuch', es ist so viel mehr. Liebe, Freundschaft, Akzeptanz und Zusammenhalt aber auch die Schattenseiten des Lebens werden hier sehr einfühlsam behandelt. Mich hat die Geschichte emotional aufgewühlt und doch war ich nach dem Lesen irgendwie glücklich. Ein wunderschönes Jugendbuch und ein ernstzunehmender Anwärter auf mein Jahreshighlight.


Meine Bewertung:
  • Cover: 4/5
  • Schreibstil: 5/5
  • Story: 5/5
  • Charaktere: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von 4,7:

 




 

Dienstag, 9. September 2014

Gemeinsam Lesen

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/2014/09/gemeinsam-lesen-77.html


Hallo ihr Lieben,

nach diesem doch recht bescheidenen Tag bin ich zur Aufmunterung zum ersten Mal auch bei der tollen Aktion von Weltenwanderer und Schlunzenbücher dabei (ehemals Asaviel). Und ich denke, ich werde in Zukunft auch noch öfter daran teilnehmen. Wer auch mitmachen möchte muss auf den Banner klicken, da gibt's die Infos :).



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du

1.1. City of Lost Souls von Cassandra Clare (Chroniken der Unterwelt Bd. 5): Seite 272 von 688

1.2. Zeitrausch Bd. 2 - Spiel der Zukunft von Kim Kestner: 10% (Ebook)


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

2.1. "Jordans ehemaliges Zimmer im Praetor House sah ganuso aus wie jedes andere Studentenzimmer: An den beiden Seitenwänden standen zwei flache Metallrahmenbetten, durch ein Fenster voneinander getrennt, das auf die grünen Rasenflächen drei Stockwerke tiefer hinausging."

2.2. "Es dauert eine Ewigkeit, bis sich die Tür wieder öffnet und eine kleine, drahtige Frau im glänzenden Overall hereinkommt." 


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

3.1. Nachdem ich den 4. Band der Chronik ziemlich enttäuschend fand geht es in Band 5 zum Glück wieder etwas spannender zu. Wenngleich dieses ewige hin und her zwischen den Charakteren mich immer noch genauso nervt wie davor... Ich glaube einen 6. Band bräuchte ich persönlich nicht mehr.

3.2. Der Einstieg in Band 2 ist ungewohnt seicht, ist man von Band 1 ganz anders gewöhnt, da ging es ja gleich rasant los. Finde ich aber so auch nicht übel und der Schreibstil ist halt einfach klasse. Man wird so mitgerissen. Verspricht ein weiterer spannender Teil der Trilogie zu werden, ich kann es kaum abwarten weiter zu schmökern.


4. Welches Buch hätte ein anderes Ende, wenn du es geschrieben hättest? Und wie würde das Ende aussehen?

Ui, schwere Frage weil Spoilergefahr ;). Da gäbe es bestimmt ein paar. Gerade jetzt, weil ich es vor kurzem erst rezensiert und das Ende bemängelt habe, fällt mir Dark Destiny von Jennifer Benkau ein. Ich hätte mir ein Ende gewünscht, das nicht so viel offen lässt und ein wenig positiver und hoffnungsvoller ist. In der Regel habe ich nichts gegen ein offenes oder auch trauriges Ende, kommt ja auch immer auf die Story an, aber da hat es mich einfach gestört so halb in der Luft hängen gelassen zu werden. Ein kleines Happy End wäre einfach schön gewesen, damit nicht alles so trist ist ;).


Montag, 8. September 2014

~Eule rezensiert~ Dark Canopy und Dark Destiny von Jennifer Benkau

Titel: 1. Dark Canopy | 2. Dark Destiny
Autor: Jennifer Benkau
Genre: Dystopie 
Seiten: 524 | 464
Preise: 18,95€ HC | 14,99€ Amazon Kindle
Verlag: script5







Darum geht es:

Die Erde nach dem dritten Weltkrieg: Für diesen Krieg speziell geschaffene Soldaten, genannt Percents, haben die Weltherrschaft übernommen und unterdrücken die Menschheit. Joy gehört einem Rebellenclan der in den Wäldern vor einer von Percents beherrschten Stadt ums Überleben kämpfen. Als sie mit ihrer Freundin Amber zum handeln in die Stadt geht, tappen sie in eine Falle und Amber wird geschnappt. Joy kann knapp entkommen und beschließt ihrer Freundin, zusammen mit ein paar Clangefährten, zu helfen. Leider geht der Angriff schief, Gefährten werden getötet und Joy gefangengenommen. Von da an wird sie von Neél, einem Novizen der Percents, zu einer Soldatin ausgebildet, denn sie soll an der alljährlichen Menschenjagd, dem sogenannten Chivvy, teilnehmen. Dabei entdeckt sie sowohl an sich selbst als auch an den anfangs verhassten Percents, unbekannte Seiten.


So fand ich Band 1:

Ich bin immer noch etwas verblüfft, wie toll ich das Buch fand, denn ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, nachdem ich auch schon einige negative Kritiken gelesen hatte. Zum Glück habe ich mich  nicht abschrecken lassen. Der Einstig war für mich noch etwas skeptisch, aber dann hat's mich plötzlich gepackt und nicht mehr losgelassen.

Die Idee dieser Dystopie ist super, auch wenn sie in ein paar Aspekten ein kleines bisschen an 'Panem' erinnert. Klar, was die Action angeht kann dieses Buch nicht mithalten, aber dennoch hat es meinen persönlichen Geschmack voll und ganz getroffen. Es ist düster und verzweifelt und dennoch gibt es überall Hoffnung, denn die Leute hören nicht auf zu kämpfen.

Joy ist ein etwas schwieriger Charakter, entweder man hasst sie oder man mag sie. Ich mochte sie, denn ich fand sie nicht so anstrengend wie manch andere Romanheldinnen. Natürlich hat sie düstere Gedanken und man muss auch nicht alles was sie tut gut finden, aber in die Story hat das einfach hinein gepasst.

Neél ist ein toller Charakter, den ich von allen am Meisten mochte. Seine Entwicklung wird am deutlichsten, denn der anfangs mysteriöse und brutale Percent öffnet sich Joy und dem Leser immer mehr und wird immer sympathischer. Seine Liebe zu Joy fand ich so putzig, dass ich beinahe geneigt bin zu sagen: die Beiden sind das allertollste Liebespaar von allen Dystopien die ich bisher gelesen habe. Ehrlich, ich bin ja nicht so der Schnulzen-Typ aber das fand ich wirklich gut, weil es irgendwie so zaghaft und unaufgeregt war. Ihre Liebe drängt sich dem Leser nicht auf.
Das Einzige was mich etwas gestört hat, waren die Passagen von Joy's langjährigem Freund und Bettwärmer Matthial, Sohn ihres Clanoberhaupts. Ihn fand ich farblos und langweilig und irgendwie gestört.

Der Schreibstil der Autorin war allerdings ein wahrer Genuss. Ich fand die Sprache schön und die Bilder die sie einem damit in den Kopf zaubert. Sie ist so eine Autorin, die einem sofort das Kopfkino einschalten lässt. Auch das jedes Kapitel mit einem persönlichen Satz oder Spruch von Joy oder Matthial eingeleitet wurde, der das Thema des Kapitels erahnen lässt, fand ich echt gut. Auch das sie bei Joy in der Ich-Form (find ich immer schwierig, muss man echt können sowas) und bei Matthial in der dritten Person geschrieben hat, passte zum Gesamtbild.


So fand ich Band 2:

Der zweite Band flacht im Vergleich zum Ersten etwas ab.
Klar, der Schreibstil ist immer noch der gleiche und auch immer noch sehr toll, die Atmosphäre hat sich auch nicht groß verändert. Dennoch hatte ich mir einige Dinge anders vorgestellt für die Fortsetzung der Geschichte.

Dark Destiny knüpft nahtlos an das Ende des ersten Bandes an, es geht ihm nur ein Prolog voraus, der ein wenig über die Zukunft von Joy verrät und den ich zugegebenermaßen überflüssig fand. Ansonsten begleiten wir Joy auf der verzweifelten Suche nach Neel und der Antwort auf die Frage was die Rebellen mit ihm angestellt haben. Joys Verhältnis zu den Rebellen wird immer angespannter und ihre Einstellung ihnen gegenüber hat sich grundlegend geändert. Plötzlich ist sie sogar bereit in der Stadt zu wohnen und auch zu arbeiten, das zeigt wie verzweifelt sie ist und wie sehr sie sich wünscht irgendwohin zu gehören, das sie es sogar auf diese Weise versucht Fuß zu fassen. Das tut sie ausgerechnet in einer Bar, die nur Percents besuchen und auch nur weil sie die Hoffnung nicht aufgeben will Neel wieder zu finden. Die Szenen in der Bar fand ich ziemlich unterhaltsam, Joy weiß sich gegenüber der Percent-Männer sehr wohl zu behaupten und zu dem Wirt entsteht fast so etwas wie eine Freundschaft. Auch Neel kommt wieder ins Spiel. Ja ganz recht, wer jetzt den ersten Band schon gelesen hat wird jetzt schreien: 'Spoiler!' Ich weiß, ich weiß, ist aber schwierig völlig ohne auszukommen wenn man Band 2 rezensieren will.

Die Liebesgeschichte zwischen Neel und Joy ist auch weiterhin sehr schön ausgearbeitet und wirkt sehr reif und erwachsen, das hat mir toll gefallen. Es muss nicht immer alles übertrieben kitschig und schnulzig sein. Die Geschichte wird abwechselnd aus Joys und Neels Sicht geschrieben, was auch gut war, denn so bekommt man von allen Seiten die Geschehnisse mit.
Doch wie sich dann alles zum Ende hin entwickelt hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Es mag vielleicht ein logisches Ende sein, aber das macht es leider nicht gut. Ich fand es ziemlich furchtbar und irgendwie ernüchternd, obwohl es glaube ich Hoffnung machen sollte. Hat nur für mich nicht funktioniert. Schön enttäuschend wenn man ein Buch liest, das einem so gefällt und dann ist das Ende überhaupt nicht so wie man es sich gewünscht hätte. Ist auch nicht wirklich ein Happy End in meinen Augen.


Mein Fazit:

Ich kann diese Dystopie nur jedem empfehlen der dieses Genre gerne liest. Es wird hier zwar auf die große Action á la Tribute von Panem verzichtet und die Spannung kommt eher unterschwellig daher, aber das tut der tollen Story und den guten Charakteren keinen Abbruch. Der geniale Schreibstil der Autorin tut sein Übriges. Mir haben beide Bände sehr gut gefallen, bis auf einige Entwicklungen und das Ende des 2. Bandes. Trotzdem klare Leseempfehlung von mir.



                                      Meine Bewertung für Band 1:           Meine Bewertung für Band 2:
  • Cover:               4/5                                                     4/5
  • Schreibstil:       5/5                                                     4,5/5
  • Story:                5/5                                                     3,5/5
  • Charaktere:     4,5/5                                                   4/5

Ergibt insgesamt:        4,6                                                       4,0

                                      






Sonntag, 7. September 2014

~Eulenpost~ Neuzugänge 1. Teil


Hallo ihr Lieben,

ja, auch die olle Eule hat wieder gesündigt und neues Futter für den Kindle vom hart erarbeiteten Lohn angeschafft. Aber für Bücher geht man doch gerne Geld verdienen (und für Schuhe, und für Schmuck, und... lassen wir das lieber), da macht das Ausgeben hinterher doppelt Spaß ;).

Dann werde ich euch mal meinen ersten Schwung September-Neuzgänge präsentieren, die da wären:


 

Ich wurde überraschender Weise ein bisschen angesteckt von 'Dark Village', was ich überhaupt nicht gedacht hätte, weil Krimi und so ja eher nicht mein Fall ist. Aber als ich den ersten Band ausgelesen hatte war ich ziemlich überrascht wie gut es doch war. Jetzt nicht 5 Punkte-mäßig gut aber immerhin ein ganz nettes Lesevergnügen, mit - zugegeben - etwas gewöhnungsbedürftigem Schreibstil. Aber es hat mich fesseln können und deshalb habe ich mir Band 2 - 4 auch gleich angeschafft und konnte nicht umhin auch gleich Band 2 im Kindle aufzurufen und mich hineinzustürzen.


'Das Mädchen mit dem Haifischherz' habe ich mal auf Lovelybooks entdeckt und wollte es damals uuuunbedingt lesen. Es geht um ein Mädchen, das in eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche kommt und der festen Überzeugung ist, sie sei eine Art Experiment an dem getestet werden soll wann ein Mensch zerbricht. Sie freundet sich dann aber mit den anderen Jugendlichen dort an und plötzlich hat sie sowas wie eine Familie, was sie vorher nie hatte.
Ich fand, das klingt nach einem schönen Buch über Freundschaft.




Über 'Wunder' bin ich auch schon sehr oft gestolpert, das soll ja ein sehr schönes Buch sein. Es geht um einen Jungen der mehrfach im Gesicht operiert wurde und nun in die fünfte Klasse kommt. Er muss sich den Blicken und Sprüchen seiner Mitschüler aussetzen, dabei will er eigentlich gar nicht auffallen.
Das klingt für mich wieder nach einem Buch fürs Herz und musste jetzt endlich mal mit.





'Wanderer - Sand der Zeit' war eher ein Spontankauf. Ich hatte es auf anderen Blogs bereits entdeckt und da es viele postitive Stimmen erhalten hat, wollte ich es dann auch mal damit versuchen. Hier ist die Hauptperson Emilia, dessen größter Traum es ist auf einer Internatsschule aufgenommen zu werden wo nur die Besten der Besten hinkommen und die besonderen Wert auf die Kunstnote legt. Gerade die ist bei Emilia leider nicht so gut. Dann trifft sie auf Max, der geradewegs einem Kunstgemälde entsteigt...
Ein Internat auf dem die Kunstnote das Wichtigste ist, sowas hätte ich mir damals in der Schule auch gewünscht! Wer braucht schon Mathe, Deutsch und Englisch??


Das Beste kommt zum Schluss! 'Wild Cards - Das Spiel der Spiele' ist ein Werk von George Martin (dem Erschaffer des genialen Fantasy-Epos 'Das Lied von Eis und Feuer') und diversen anderen Autoren. Sieht man derzeit auch auf vielen Blogs und ich habe schon sehr viel Gutes über das Buch gelesen. Da bin ich natürlich auch gespannt wie eine Armbrust, wie es wohl für mich sein wird.
Es handelt sich um den sogenannten Wild-Card-Virus der Menschen Joker und Asse mutieren lässt. Joker sind nur äußerlich verändert, Asse hingegen haben Kräfte wie Superhelden. Eine Art Castingshow wird kreiert in der geklärt werden soll wer America's next Superhero wird.





So, das war der erste Schub an Neuzugängen für diesen Monat. Mein SuB wächst und wächst, ich bin so richtig im Kaufrausch. Ich weiß, ich müsste mal wieder runterschrauben aber es macht so Spaß gerade ;).

Habt ihr davon schon Bücher gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen?







Samstag, 6. September 2014

~Eule rezensiert~ Phantasmen von Kai Meyer

Titel: Phantasmen
Autor: Kai Meyer
Genre: Jugendbuch/Science-Fiction
Seiten: 400
Preise: 19,90€ HC | 13,99€ Amazon Kindle
Verlag: Carlsen







Darum geht es:

Plötzlich sind sie aufgetaucht, aus heiterem Himmel: Geister. Millionenfach auf der ganzen Welt und es werden stündlich mehr. Sie stehen einfach nur da, leuchten in einem grellen Licht und wenden sich dem Stand der Sonne zu. An einer Flugzeugabsturzstelle in der spanischen Wüste warten Rain und ihre jüngere Schwester Emma auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Auch der junge Norweger Tyler ist mit seinem Motorrad nach Spanien gefahren, um auf seine große Liebe Flavie zu warten. Doch als die Geister schließlich erscheinen, ist etwas anders. Dieses mal lächeln sie und das verheißt nichts Gutes. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und die drei Jugendlichen geraten immer tiefer hinein in die Geheimnisse um die Geister.


So fand ich es:

Ach ja, Kai Meyer, immer wieder versuche ich es mit seinen Werken und immer wieder schafft er es einfach nicht mich vom Hocker zu reißen. Damit will ich nicht sagen, dass ich seine Bücher nicht gut finde, keineswegs. Gerade im Bereich Jugendbücher ist er wirklich gut. Ich mag seine Bücher, aber ich liebe sie nicht.

Auch diese Story hat nicht das letzte Fünkchen bei mir entzündet, um volle 5 Bewertungspunkte zu geben. Dabei kann ich oft nicht einmal genau sagen woran es liegt, es ist eher so ein Gefühl, das sich beim Lesen einstellt. So als wäre da eine Lücke die einfach nicht ausgefüllt werden kann, dabei wartet man da doch so sehnsüchtig drauf.
 
Die Idee der Geschichte mit den Geistern ist wirklich super und hat mich auch dazu bewogen, das Buch lesen zu wollen. Es ist ein bisschen unheimlich aber man ist auch total gespannt auf die Auflösung und wie es zu all diesen Erscheinungen gekommen ist. Das ist auch wirklich gut entwickelt und gut durchdacht, Science-Fiction pur.

Was mich nur an diesem Buch so gestört hat ist, dass alles irgendwie so überladen wirkte. Natürlich kam ich gut durch das Buch durch, denn ständig passiert irgendwas. Der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit bestehen, aber mir war vieles einfach zu übertrieben.

Nehmen wir als Beispiel mal die Charaktere, die mir bis auf Emma auch nicht sonderlich zugesagt haben: Hauptperson Rain hat so viele Probleme und ist so andersartig, dass sie schon wieder langweilig ist. Nicht nur, dass ihre Eltern tot sind, nein, sie hat ein Afrika-Trauma, hat eine Schwester mit Asperger-Syndrom für die sie das alleinige Sorgerecht hat... Und ihre Andersartigkeit drückt sich zum einen in ihrem ungewöhnlichen Namen aus - den sie natürlich hasst - und dahingehend das sie auch noch mit roten Dreadlocks und in ihrem Kleidungsstil eher rebellisch/rockig beschrieben wird. Ganz ehrlich, das ist doch zu viel... Als wenn man nicht mit zwei oder drei Aspekten von den genannten nicht schon außergewöhnlich genug wäre, Rain vereint sie einfach ALLE.
Genauso Tyler. Auch der ist mehr als seltsam und auch nicht sonderlich sympathisch. Ich habe nicht einmal eine richtige Vorstellung von ihm und auch seine Handlungen habe ich nicht immer nachvollziehen können.
Emma hingegen ist einfach nur goldig, die hat mir richtig gut gefallen.

Die mysteriöse, unheimliche Geistergeschichte die ich erwartet hatte ist dann im Laufe der Zeit auch ziemlich aufgegangen zu einem actiongeladenen Sciende-Fiction-Irgendwas, ständig müssen unsere Helden fliehen oder sich verstecken, ständig explodiert irgendwas und dann die dauernde Angst vor der nächsten 'Smilewave', die auch in immer kürzeren Abständen auftaucht. Hui, da wünscht man sich wirklich ab und zu eine kleine Verschnaufpause.

Wie das Ganze Spektakel dann geendet hat, hat mich leider auch nicht überzeugt. Mir war das Ende zu einfach nach dem ganzen Stress...


Mein Fazit:

Für ein Jugendbuch ist es wahrscheinlich schon eine ganz gute Komposition, die Spannung und die ganzen Probleme die angesprochen werden, die Action und die unheimlichen Geister. Das Buch ist auch wirklich gut geschrieben und von der Idee her echt super, aber für meinen Geschmack dann doch zu 'over the Top'. Ich gebe daher meine Leseempfehlung nur mit Einschränkung.


Meine Bewertung:
  • Cover: 4/5
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 3,5/5
  • Charaktere: 2,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von 3,5 in diesem Fall runde ich ab: