Donnerstag, 12. Februar 2015

~Eule rezensiert~ The Selection von Kiera Cass

Titel: The Selection
Band 1 von 4
Autor: Kiera Cass
Genre: Dystopie
Seiten: 352
Preise: 13,77€ HC | 7,70€ TB | 3,28€ Amazon Kindle
Verlag: Harper Teen






> Rezi enthält Spoiler
 
 
Klappentext Englisch:

For thirty-five girls, the Selection is the chance of a lifetime. The opportunity to escape the life laid out for them since birth. To be swept up in a world of glittering gowns and priceless jewels. To live in a palace and compete for the heart of gorgeous Prince Maxon.
But for America Singer, being Selected is a nightmare. It means turning her back on her secret love with Aspen, who is a caste below her. Leaving her home to enter a fierce competition for a crown she doesn't want. Living in a palace that is constantly threatened by violent rebel attacks.
Then America meets Prince Maxon. Gradually, she starts to question all the plans she's made for herself—and realizes that the life she's always dreamed of may not compare to a future she never imagined. (Quelle: Amazon)

 
Darum geht es:

Illéa ist eine dystopische Version des uns bekannten Amerika. Die Menschen sind eingeteilt in ein Kastensystem, bestehend aus 8 Kasten und werden von einer Königsfamilie beherrscht (wobei in Kaste 8 die ärmsten Menschen leben, Kaste 1 ist der Königsfamilie vorenthalten). Für Prinz Maxon soll eine Braut und somit die zukünftige Prinzessin von Illéa gesucht werden. Dazu werden aus allen Kasten junge Mädchen zu einem Casting eingeladen, wobei am Ende 35 von ihnen in die engere Auswahl kommen für die sogenannte Selection.
America Singer, eine 5, ist eine von ihnen, doch das sie ausgewählt wurde, ist nur ein dummer Zufall und sie ist alles andere als glücklich darüber. Eigentlich ist sie schon seit 2 Jahren in Aspen verliebt und wünscht sich nichts sehnlicher als ihn zu heiraten, obwohl er eine Kaste unter ihrer und deshalb eine Heirat so gut wie unmöglich ist. Aspen wünscht sich aber ein besseres Leben für America und ermutigt sie, an dem Auswahlverfahren teilzunehmen. Das sie wirklich zu den 35 Mädchen gehören würde, die zum Prinzen in den Palast ziehen und eine Chance darauf bekommen eine Prinzessin zu werden, hätte sie niemals gedacht. Wie soll sie damit umgehen?


So fand ich es:

Puh. Was kann ich dazu nur schreiben? Dieses Buch lässt mich mit so vielen widersprüchlichen Gefühlen zurück. Viele sagen, man kann das Buch nur lieben oder hassen, irgendwas dazwischen ist kaum möglich. Ich kann nicht sagen, dass ich das Buch hasse, so weit würde ich nicht gehen. Aber gut geht anders. Und ich kann einfach keine wohlwollende Rezension schreiben, auch wenn sich alles in mir sträubt. Ich hätte gerne etwas gutes hierzu geschrieben, aber das geht nicht. Dafür war es einfach zu schlecht in meinen Augen.
Am Anfang habe ich versucht, es noch witzig zu finden und es zumindest zur Erheiterung zu lesen, was auch noch ganz gut geklappt hat und ich mich wirklich amüsiert habe, aber ab ungefähr der Mitte war es so blöde, dass ich es nicht einmal mehr witzig finden konnte.

Fangen wir mal mit den Charakteren an. Unsere Hauptprotagonistin America Singer erfüllt schon mal jedes Klischee, das es im Bereich Jugendfantasy und Dystopie gibt. Allein der Name ist schon zum Haare raufen. Natürlich gehört sie einer niedrigen Kaste an, aber auch nicht niedrig genug um überhaupt keine Beachtung zu finden. Sie und ihre Familie verdienen mit der Musik ihr Geld (daher der tolle Nachname...). Damit ist das Maß an Ideenlosigkeit und Unkreativität schon beinahe voll. Ihre Liebe zu Aspen, der eine Kaste unter ihr und demnach noch ein wenig schlechter dran ist, ist zwar gut und schön, macht auch irgendwo noch Sinn aber spätestens als die beiden anfangen sich wegen Nichtigkeiten zu streiten und er sie in diese Sache mit der Selection auch noch reinquatscht, wurde es schon wieder lächerlich. Die Autorin drückt ihre Charaktere so offensichtlich in die Richtung in die sie sie haben will, dass sie sämtliche Authentizität verlieren und alles was sie sympathisch und individuell machen würde, komplett verloren geht. Selbstverständlich nimmt America an der Auswahl teil, selbstverständlich wird sie durch einen so was von dämlichen Grund auch noch erwählt und dann geht das ganze Drama erst richtig los.

America trifft auf den Prinzen Maxon und er ist natürlich auf der Stelle hin und weg von ihr. Sie ist auch die Einzige ausgewählte mit roten Haaren, aufmüpfig gegenüber dem Prinzen, womit die anderen Teilnehmerinnen so ziemlich in den Hintergrund rücken. Und der Prinz findet es natürlich wundervoll, dass sie ihm die Stirn bietet und klebt förmlich an ihr. Selbst wenn Dreiecksbeziehungen nicht schon längst ausgelutscht wären, hätte ich an dieser Stelle sicherlich nicht vor Begeisterung aufgeschrien. America ist so ein dämlicher Charakter und ich konnte viele ihrer Handlungen und Gedanken überhaupt nicht verstehen, das hat mir keine Chance gegeben mich auch nur ansatzweise in sie hineinversetzen zu können.

Ich hatte ja noch die Hoffnung, dass es wenigstens unter den Teilnehmerinnen selbst ein paar Reibereien gäbe, die das Ganze wieder ein bisschen interessanter gestalten würden. Mädchen sind Zicken, ganz besonders in solch einer Situation, machen wir uns nichts vor. Aber auch hier waren die Anfeindungen nur sehr unterschwellig und so läppisch, dass es kaum erwähnenswert ist. Ich habe ja oft den Vergleich zu dem Bachelor gemischt mit Tribute von Panem gelesen. Tribute von Panem? Deifintiv nein! Ich käme nicht mal ansatzweise darauf diesen Quatsch mit den Tributen zu vergleichen. Der Bachelor? Ja, nur ohne Zicken. Der Vergleich zu Germany's next Topmodel ließe sich noch ziehen wegen des Umstylings (ebenfalls ohne Zickerei). Mit Dystopie hat diese Geschichte aber wirklich sehr wenig zu tun. Da gibt es eben nur das Kastensystem und ein paar armselige Rebellenangriffe, die so sinnlos und eigentlich nur dazu da waren, unsere Prinzessinnen in Spe ein bisschen aufzuscheuchen, was aber auch keine Spannung aufkommen ließ, weil es einfach nur lächerlich war. Und damit sich Maxon und Aspen Sorgen um America machen können.

Die ganze Story ist so vorhersehbar und einfallslos, so dass die Spannung wirklich komplett auf der Strecke blieb.
Was ich aber sehr gut fand, war der Schreibstil. Obwohl es mein erstes englisches Buch nach einer langen Pause war, habe ich mich schnell zurecht gefunden und hatte keinerlei Verständnisprobleme. Das hat wiederum großen Spaß gemacht, dass es mir so leicht fiel und mich der sehr einfache, flüssige Schreibstil schnell durch das Buch getragen hat. In der Hinsicht wäre das Buch eine Empfehlung, wenn jemand wieder mit englisch starten möchte oder nicht so gut darin ist, ist dieses Buch perfekt.


Mein Fazit:

Ich kann für dieses Buch keine Empfehlung aussprechen. Es ist so nichtssagend, so vorhersehbar, so klischeehaft und die Charaktere sind seelenlose Puppen, die sich jederzeit austauschen lassen könnten. Es liest sich eher wie eine Daily Soap, mit einer Dystopie hat es in meinen Augen nicht viel zu tun. Selbst das Buch nur aus einer lustigen Perspektive zu betrachten und nicht allzu ernst zu nehmen, hat nicht lange funktioniert. Man verliert irgendwann doch die Nerven.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 1,5/5
  • Charaktere: 1/5
  • Atmosphäre: 2/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




INFO: Ich habe dieses Buch zusammen mit der lieben Lyrica von Wortszenerie gelesen (sie war genauso begeistert xD). Lest doch bitte auch ihre ~Rezension~ wenn es euch interessiert. Sie kann sich noch viel besser ausdrücken als ich ;). 




Kommentare:

  1. Hihi, ich musste die ganze Zeit grinsen, als ich die Rezi gelesen hab - genauso hab ichs mir vorgestellt und deshalb von Anfang an meine Finger davon gelassen. Klar, das Cover hat was, aber es ist eben genauso ein Cover, bei dem ich mir denke, dass der Inhalt absolut nichts für mich ist ;)

    Wenigstens konntest du dein englisch wieder ein bisschen auffrischen und hast mir mit deiner Rezi ein paar lächelnde Minuten beschert :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hahaha ja, das Cover sagt schon ein bisschen was über den Inhalt aus ;D.

      Na immerhin, dann hattes es ja doch sein Gutes letztendlich xD.
      Danke <3

      LG Insi

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  2. Ich bewundere es ja sehr, dass du zu dem Buch eine so sachliche Rezension hinbekommen hast! Das hätte ich beim besten Willen nicht hinbekommen xD

    Schade, dass wir nicht so viel diskutieren konnten. Anscheinend hat das Buch so versagt, dass man sich dahingehend nur einig sein konnte :D Aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht, das Buch mit dir zu lesen (ohne dich hätte ich schon viel früher aufgegeben). Gerne wieder! Vielleicht dann mit einem coolen Buch ;)

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Ich hab mich echt zusammen gerissen, ne?? xD War aber nicht einfach ^^'...

      Ja wirklich schade, aber ein bisschen konnten wir uns ja wenigstens zusammen über dieses 'Werk' aufregen xD. Und ja, nächstes mal suchen wir uns ein besseres Buch raus ;D.

      LG Insi

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