Samstag, 28. Februar 2015

~Eule rezensiert~ Vor uns das Leben von Amy Harmon

Titel: Vor uns das Leben
Englischer Titel: Making Faces
Autor: Amy Harmon
Genre: Contemporary
Seiten: 384
Preise: 14,99€ TB | 13,99€ Amazon Kindle
Verlag: Egmont INK







Darum geht es:

Bailey Sheen, ein Junge der im Rollstuhl sitzt und keine hohe Lebenserwartung hat, der weiß, dass er früher oder später sterben wird und trotzdem sein Leben mit Humor und Spaß lebt. Ambrose Young, attraktiv, beliebtester Junge der Highschool und Star des Ringerteams, der beschließt im Irak zu kämpfen und als ein anderer Mann zurück kommt. Und Fern Taylor, Baileys fürsorgliche Cousine; klein, unscheinbar, nicht gutaussehend und bis über beide Ohren in Ambrose verliebt. Von diesen drei ganz besonderen Menschen und ihrem Schicksal, das unweigerlich miteinander verknüpft ist, handelt dieses Buch. Ein Buch über das Erwachsenwerden, über wichtige Entscheidungen, über innere Schönheit, den Tod und das Leben.


So fand ich es:

Wieder habe ich diesen Monat zu einem sehr emotionalen Buch gegriffen, das mich sehr bewegt und auch nachdem ich damit fertig war, nicht losgelassen hat. Zu sehr werde ich auch nicht ins Detail gehen bei dieser Rezension, weil ich sonst angst habe zu spoilern.

Zuerst einmal fand ich die Charaktere super sympathisch und ich mochte jeden der drei Hauptprotagonisten unheimlich gern. Fern mit ihrer Zahnspange, den dicken Brillengläsern und den roten Locken, mit ihrer etwas schrulligen Art, die nur schnulzige Liebesromane liest und auch selber schreibt, von der großen Liebe träumt, sich aber niemals trauen würde ihren Ambrose anzusprechen. Ja, sie ist schon ein bisschen klischeebehaftet, und dennoch habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Die fürsorgliche Art mit der sich sich um ihren kranken Cousin kümmert, wie authentisch sie rüber kommt und die Entwicklung die sie durchlebt, hat mir sehr gut gefallen.
Auch Bailey ist ein beeindruckender Charakter, der trotz seines schlimmen Schicksals, das Leben so annimmt wie es kommt und sich mit keinem Wort beschwert sondern auf jeder Seite Stärke zeigt. Er hat sich seinen Humor bewahrt und sieht die Welt völlig klar.
Und dann ist da noch Ambrose, der nach seinem Einsatz im Irak mit seinen eigenen Geistern zu kämpfen hat und eine unglaubliche Entwicklung durchmacht.

Die Geschichte beginnt 2001, wir lernen die Charaktere kennen und verfolgen mit, wie sie den 11.September erleben. Woraufhin ja auch der Wunsch in Ambrose wächst, Soldat zu werden und das obwohl er sehr gute Karrierechancen als Sportler hätte. Doch zuerst müssen die Protagonisten noch die Highschool hinter sich bringen und wir verfolgen ihren Alltag, der sich immer wieder abwechselt mit ein paar Flashbacks in denen wir sie und kleine Geschehnisse aus der Vergangenheit, die für ihre derzeitigen Gedankengänge wichtig sind, kennen lernen. Im Fokus steht natürlich die kleine Romanze zwischen Fern und Ambrose, die allerdings zu Beginn noch sehr einseitig ist. Erst als Ambrose aus dem Irak zurück kommt und unsere Helden langsam erwachsen werden, nimmt die Geschichte so richtig an Fahrt auf. In der ersten Hälfte plätschert die Story leider noch ziemlich vor sich hin.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und teilweise auch recht poetisch angehaucht. Die Autorin verfolgt viele tiefgründige Gedanken, die sehr schön ausgearbeitet wurden und dem Leser eine wundervolle Botschaft vermitteln. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und habe mich ganz plötzlich sogar ein bisschen überfordert gefühlt, da das Buch ja vorher ganz seicht daher kommt. Das Ende hat mich dann ziemlich getroffen und traurig gemacht, gleichzeitig aber auch wieder Hoffnung gegeben. Das war das erste Mal, dass ich fast während des Lesens ein Tränchen verdrückt hätte.


Mein Fazit:

Dieses Buch ist unheimlich berührend und hat eine emotionale Schwere und Leichtigkeit zur gleichen Zeit. Die Charaktere sind super sympathisch und ich habe ihre Entwicklung mit großem Staunen und mitfiebernd verfolgt. Bis auf ein paar Längen zu Anfang, hat es mir eigentlich durchweg super gut gefallen, mich zum nachdenken gebracht und mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück gelassen. Ich kann es mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 4,5/5
  • Charaktere: 5/5
  • Atmosphäre: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:



Kommentare:

  1. Oh dieses Buch möchte ich auch unbedingt noch lesen und nach deiner Rezi denke ich wirklich, dass ich das mal kaufen muss. Ich habe ja immer noch die Hoffnung wen zum Tauschen zu finden, aber wahrscheinlich gibt das Schätzchen niemand her...

    Liebe Grüße

    nicigirl85

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    1. Das könnte tatsächlich schwierig werden ;). Ich habs als Ebook gelesen, das kann ich leider nicht vertauschen... Aber vielleicht findest du ja noch jemanden, wer weiß. Das Buch ist auf jeden Fall echt lesenswert!

      LG Insi

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  2. Huhu,

    danke für die schöne Rezi :) ich lese gerade auch häufig emotionale bzw bewegende Bücher. Die sprechen mich zur Zeit irgendwie auch vermehrt an. Deine Meinung, vor allem Dein Fazit machen wirklich Lust das Buch zu lesen :)
    Wünsche Dir noch ein schönes Wochenende!

    Ganz liebe Grüße, Tanja ♥

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    1. Dankeschön für deinen Kommentar ;).
      Ja ich habe gerade auch so eine Phase, in der ich solche Bücher ganz gerne lese. Manchmal tun solche Geschichten einfach gut, trotz der ernsten Thematik. Da ist ja auch immer eine schöne Botschaft dabei und das gefällt mir gerade sehr :).

      Auch dir wünsche ich noch ein schönes Restwochenende <3
      LG Insi

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  3. Hey,

    das Buch sieht man ja auch sehr häufig auf Blogs und immer mit guten Bewertungen. Das lässt mich schon eine Abwehrhaltung einnehmen. Das beginnt schon beim Cover, von dem so viele Leute schwärmen, was ich echt grausam finde.
    Außerdem ist glaube ich die Thematik nicht meins, nach meinem Flop mit "Wunder" bin ich da eh skeptisch.

    Es freut mich, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Bei solchen Büchern nehme ich mir dann oft vor, sie irgendwann zu lesen, wenn der Hype oder die Aufmerksamkeit ein bisschen (oder am besten total) abgeklungen ist. Dann habe ich nicht mehr so den Druck es richtig gut finden zu müssen :D

    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag.
    Julia

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    1. Ach, das ist eben alles immer Geschmackssache. Schade, dass Wunder bei dir so gefloppt ist. Ich fand das Buch super genial. Aber daran sieht man halt wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker eben sind.

      Machst du dir da wirklich Druck? Das wäre aber sehr schade... Mit so einem Gedanken gehe ich eigentlich nie an ein Buch ran, dass ich denke, dass ich es jetzt gut finden muss, weil der Großteil aller anderen das auch so sieht. Ich habe keine Angst davor, auch mal eine negative Bewertung abzugeben, falls ich mal nicht mit der großen Masse einer Meinung sein sollte ;). Aber wenn du dich damit unwohl fühlst, ist das ja völlig okay mit dem Lesen zu warten.

      Danke, das wünsche ich dir auch <3
      LG Insi

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    2. Es ist jetzt nicht so ein Druck, dass ich permanent denke: "Das muss dir gefallen, das muss dir gefallen, das muss dir gefallen." Aber ich merke schon, dass ich Bücher schlechter bewerte, die gerade im Moment von vielen toll gefunden werden. Das steigert auch einfach meine Erwartungen so ungemein, das kaum ein Buch das einhalten kann. Wenn ich dann eine Zeit damit warte, kann ich einfach ohne große Erwartungen dran gehen, weil die Lobpreisungen verblassen.

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  4. Hi ;)

    Ich bin gerade erst durch Zufall auf deinen Blog gelangt und deine Rezensionen gefallen mir echt gut ;) Ich werde dir mal folgen und öfters vorbeischauen :D

    Liebe Grüße
    Jessi
    http://jessireneleseratten.blogspot.de

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    1. Hallo und willkommen :D
      aw dankeschön, da werde ich glatt ein wenig rot ;). Das freut mich echt sehr!

      LG Insi

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Hallo LeseEule!
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