Donnerstag, 20. August 2015

~Eule rezensiert~ Feuer & Flut von Victoria Scott





Titel: Feuer & Flut
Original: Fire & Flood
Band 1 einer Trilogie
Autor: Victoria Scott
Genre: Jugendbuch/Science-Fiction
Seiten: 440
Erschienen am: 25.05.2015
Verlagslink: cbt 






 
Spannend
 


Darum geht es:

Der große Bruder der 17-jährigen Tella ist schwer krank. So krank, dass es ihm früher oder später das Leben kosten wird. Als wäre das nicht schon belastend genug, so haben Tellas Eltern auch noch beschlossen umzuziehen und zwar an einen sehr abgeschiedenen Ort an dem das junge Mädchen kaum in Kontakt mit der Außenwelt treten kann und sämtliche Freunde hinter sich lassen musste. Da ist es für sie natürlich ein Highlight, als sie plötzlich einen kleinen Kopfhörer bei sich im Zimmer findet, auf den eine Nachricht gesprochen wurde. Tella ist eingeladen am Brimstone Bleed teilzunehmen. An einem gefährlichen Wettrennen durch Dschungel und Wüste. Der Preis für den Gewinner dieses Rennens ist ein Heilmittel, welches jede nur erdenkliche Krankheit heilen kann. Tella ist fest entschlossen teilzunehmen, um ihren Bruder zu retten. Doch dieses Wettrennen ist unglaublich hart, denn alle Teilnehmer wollen verbissen und mit allen Mittel kämpfend, einen geliebten Menschen retten. Zur Seite steht Tella nur ein Pandora, ein genetisch verändertes Tier, welches sie unterstützen soll und der mysteriöse Guy. 


So fand ich es:

Ich habe versucht, mit so wenig Erwartungen wie möglich an dieses sehr gehypte Buch heranzugehen und dieses Mal hat das ausgezeichnet funktioniert, denn die Geschichte konnte mich tatsächlich positiv überraschen.

Von vielen Seiten hieß es ja, dass Tella eine sehr anstrengende Portagonistin sein soll und die Leser ganz schön genervt hat. Das kann ich bestätigen, denn gerade am Anfang fand ich sie wirklich furchtbar. Sie gebärdet sich schrecklich motzig und wenig sympathisch. Doch im Laufe der Geschichte und je weiter das Buch fortschritt, desto weniger habe ich mich an ihr gestört und konnte mich immer besser mit ihr arrangieren. Ja sie nervt, ist zumindest Anfangs recht oberflächlich und ja sie hat manchmal Gedankengänge, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte, aber letztendlich versucht sie doch nur das Richtige zu tun und lässt sich auf jeden Fall nichts einfach so gefallen. Sie lernt sich durchzubeißen und erkennt, was wichtig ist. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen.

Auch die übrigen Teilnehmer haben mir als Charaktere an sich gut gefallen, bis auf ein paar Ausnahmen, die aber nicht weiter erwähnenswert sind. Guy mochte ich dafür Anfangs sehr, weil er so unnahbar war und die nervige Tella immer von sich gestoßen hat. Er trat dann für mich im späteren Verlauf etwas mehr in den Schatten, blieb aber einer meiner Lieblinge des Buches. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte war dann halt wieder so ein bisschen typisch, kam aber zum Glück nur am Rande daher und hat die Geschichte keinesfalls überladen.

Unglaublich gut gefallen hat mir auch die Idee mit den Pandoras, die auch alle bestimmte Fähigkeiten haben, die den Kandidaten nützlich sein können. Das hat ein bisschen was von Digimon und hat bei mir Kindheitserinnerungen geweckt. Allerdings haben mir diese Tierchen auch teilweise echt schmerzhaft leid getan, gerade, wenn sie einen sehr brutalen Teilnehmer erwischt haben. Dann hätte ich echt ausflippen können, weil mir Ungerechtigkeit gegenüber Tieren echt an die Nieren geht. Aber es ging noch gerade so, dass ich wenigstens weiter lesen konnte und noch Spaß an der Lektüre hatte. Denn immerhin haben sich viele der Teilnehmer und insbesondere auch Tella sehr für die Pandoras eingesetzt und geschaut, dass ihren Begleitern nichts passiert. 

Die Story fand ich auch ansonsten echt spannend und abwechslungsreich gestaltet. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt und wollte immer wissen wie es weiter geht. Das Brimstone Bleed ist wirklich nicht Ohne und verlangt den Teilnehmern einiges ab. Das führt natürlich auch zu Konflikten innerhalb der Teilnehmer und Gewissenskonflikten, denn schließlich möchte jeder einen Menschen retten. Mir hat die Idee des Brimstone Bleed aber gut gefallen. Den Vergleich zu 'Die Tribute von Panem' habe ich desöfteren mal gehört im Vorfeld, kann den aber eigentlich nicht bestätigen. Vielleicht erinnert die Geschichte ganz entfernt daran, aber so richtig konnte ich das nicht in Einklang bringen. Es hat doch auch sehr viele eigene und neue Elemente. Mir fällt es aber extrem schwer, es in ein Genre einzuteilen, weil es ist keine Dystopie, da es in dieser Welt und in diesem Jahrhundert spielt. Und Fantasy eigentlich auch nicht, obwohl die Pandoras und ihre Fähigkeiten das vermuten lassen. Es gibt aber in meinen Augen keine Anzeichen für Fantasy Elemente. Da es genetisch verändert Tiere sind, würde ich da eher auf Science-Fiction tippen. Wie seht ihr das?


Mein Fazit:

Sehr spannend und lässt sich dank des flüssigen Schreibstils super schnell weglesen. Es gibt viele interessante Ideen und überraschende Wendungen, die mir gut gefallen haben. Die Hauptprotagonistin ist Geschmackssache und nervt ab und zu, das macht aber die Story wieder wett. Für mich eine Leseempfehlung und ich freue mich schon auf den 2. Band.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 3/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 3/5
  • Atmosphäre: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:
 




 

Kommentare:

  1. Oooookay, du hast es mal wieder geschafft, jetzt muss ich es auch lesen xD
    Hört sich ja alles gar nicht so schlimm an, ich hatte ja doch einige Rezis gelesen, da kam das etwas anders rüber, aber so wie du es beschreibst, klingt es auf jeden Fall nach etwas, das ich noch nicht kenne.
    Diese Pandoras, die erinnern mich eher an die Seelentiere aus der Dark Materials Reihe (Der goldene Kompass), aber da werd ich mich jetzt mal überraschen lassen :)

    Genre, ja das ist manchmal gar nicht so einfach. Ich würde da auch eher zu Sci Fi tendieren, oder einfach einen Abenteuerroman :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Haha, habe ich eine solche Überzeugungskraft? xD Aber freut mich ^^
      Der goldene Kompass ist toll! Und ja, könnte man vielleicht sogar ein bisschen vergleichen. Aber irgendwie auch wieder nicht xD. Ach, am Besten du machst dir wirklich ein eigenes Bild von der Geschichte ^^.

      Ich glaube mit Sci-Fi liege ich immerhin nicht vollkommen daneben xD.

      LG Insi

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  2. Hallo Insi,

    "Feuer und Flut" ist eines der wenigen Bücher aus diesem Genre, dass mich durchaus anspricht.

    Mir ist es allerdings momentan noch sehr zu gehypt, bei mir klappt das mit den Erwartungen runter schrauben ja nicht so gut. Leider :(

    Bei Tella habe ich noch ein bisschen Sorge, dass sie mir zu sehr auf den Wecker geht und ich das Buch deswegen nicht mag. Aber mal abwarten, wenn ich das Buch so in zehn Jahre lese, hab ich bestimmt vergessen das alle sie nervig fanden ;)

    Ein schönes Wochenende noch!

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    1. Hi Julia ^^

      oh ja, bei mir klappt das mit dem runter schrauben auch nicht immer.

      Tella ist glaube ich auch echt nicht jedermanns Geschmack. Ich konnte mich aufgrund von ein paar Rezis schon ein wenig darauf einstellen, dass sie wohl schwierig wird und war dann nicht mehr ganz so 'schockiert' xD.

      Dankeschön ♥
      LG Insi

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