Sonntag, 25. Oktober 2015

~Eule rezensiert~ Red Queen von Victoria Aveyard





Titel: Red Queen
Autor: Victoria Aveyard
Genre: Dystopie
Seiten: 388
Erschienen am: 10.02.2015
Verlagslink: HarperTeen

Auf deutsch: Die rote Königin / Carlsen




 
Gut, aber nicht herausragend


Darum geht es:

In Mare Barrows Welt werden die Menschen unterteilt in Rote und Silberne, wobei sich das auf die Farben des Blutes bezieht. Die Silbernen sind die Elite, die Herrscher, fähig besondere Kräfte und Magie zu entwickeln. Die Menschen mit rotem Blut dienen den Silbernen, sie sind Arbeiter und leben in ärmlichen Verhältnissen. Mare selbst ist eine Rote und hält sich und ihre Familie mit Diebstählen über Wasser. Ihre älteren Brüder wurden allesamt in die Armee einbezogen um im Krieg für die Interessen der Silbernen zu kämpfen. Auch Mare und ihrem besten Freund droht dieses Schicksal, denn bisher haben Beide keine feste Arbeitsstelle finden können, die sie davor bewahrt hätte. Doch eines Tages, als Mare mal wieder auf Raubzug ist, passiert etwas unerwartetes. Es gibt einen Aufruhr und Mare muss entdecken, dass sie ungeahnte Kräfte in sich trägt, die denen der Silbernen gleichen. Plötzlich findet Mare sich am Hof des Königs wieder und schnell muss sie feststellen, dass sie niemandem trauen kann...


So fand ich es:

Da habe ich mich mal wieder auf ein sehr gehyptes Buch eingelassen und wollte wissen, was es damit auf sich hat. Allerdings habe ich mich für das englische Buch entschieden, weil ich unter anderem auch das Cover viel hübscher finde. Und weil ich dachte, dass ich das Englisch schon meistern werde.

Was das Englisch betrifft kam ich auch durchaus ganz gut zurecht, auch wenn es schon ein wenig heikler ist, als das was ich vorher so gelesen habe. Trotzdem habe ich recht lange für das Buch gebraucht, weil es mir schon etwas mehr Konzentration abverlangt hat. Das war aber auch der einzige Grund, denn ich habe nicht etwa so lange gebraucht, weil es mir überhaupt nicht gefallen hätte oder so. Es ist durchaus eine lesenswerte Geschichte. Wenn ich es jetzt z.B. mit Selection vergleiche, dann hat Red Queen auf jeden Fall viel mehr Tiefe, sowohl von der Story als auch von den Charakteren her und geht auch viel intensiver auf die politischen Konflikte und Intrigen ein. Der Schreibstil ist im Vergleich auch etwas anspruchsvoller, wenn auch flüssig und gut zu lesen. Es ist also keine typische klischeehafte 'Prinzessinnen-Story', was ich schon mal sehr gut fand.

Mare ist auch keine oberflächliche, super naive Protagonistin sondern legt durchaus eine gewisse Härte an den Tag und versucht gegen das System zu rebellieren, anstatt sich einfach tatenlos in ihr Schicksal zu ergeben. Trotzdem bin ich leider nicht so ganz mit ihr warm geworden. Sie ist zwar nicht völlig unsympathisch, allerdings hat mir trotzdem etwas gefehlt um mich in irgendeiner Form ihr nahe zu fühlen. Manchmal wirkte sie auf mich auch zu gewollt und zu erzwungen taff in ihrem Charakter. Auch die übrigen Charaktere sind mir nicht sonderlich nahe gegangen und mir nicht lange im Gedächtnis haften geblieben. Was ich aber gut fand war, dass man ständig miträtselt, wem man jetzt über den Weg trauen kann und wer etwas planen könnte. Da gab es auch ein paar überraschende Wendungen, die ich ganz spannend fand. Ohne ein bisschen Liebe kommt allerdings auch dieses Buch nicht aus, jedoch kommt die Liebesgeschichte nur subtil daher und spielt nur am Rande eine Rolle, was für mich ein weiterer Pluspunkt ist. Dennoch bringen die Prinzen Maven und Cal unsere liebe Mare ganz schön durcheinander. Ich fand beide Prinzen eigentlich auch ganz in Ordnung, allerdings wechselten dort genau wie bei Mare auch meine Gefühle immer hin und her. Es ist ein bisschen schade für mich gewesen, wie sich dann alles entwickelt, weil ich mir irgendwie etwas anderes vorgestellt oder gewünscht hatte.

Der Einstieg in das Buch hat mir dafür richtig gut gefallen, also wie Mare und ihre Welt vorgestellt wird. Es dauert auch nicht lange und dann passieren schon richtig krasse Dinge. Allerdings wurde das Tempo nach diesem tollen Anfang, der mich hat aufhorchen lassen, wieder stark zurück genommen und es erschien mir dann stellenweise doch etwas langatmig, als Mare bei Hofe ist und dort unterwiesen wird. Gerade eben weil es auch um Politik und Krieg geht: Da muss man sich schon für interessieren um da am Ball zu bleiben. Für mich war das leider nicht so interessant wie ich gehofft hatte, jedenfalls habe ich mich da etwas schwer getan. Ansonsten gab es aber zwischendurch immer wieder Situationen, die Spannung aufkommen lassen haben. Zum Ende hin wurde es nochmal richtig dramatisch, da bin ich mir nicht sicher, ob das nicht ein bisschen zu viel war. Auf jeden Fall gibt es einen Cliffhanger, der mich neugierig auf den 2. Band macht.


Mein Fazit:

Alles in Allem eine rundum gelungene Dystopie mit Fantasy-Elementen, die Einiges an höfischen Intrigen und Wendungen bereit hält. Die Thematik ist zwar nicht ganz neu, wurde aber gut umgesetzt. Der Fokus liegt hier auf dem Konflikt und nicht auf der Liebesgeschichte, was ich persönlich gut fand. Leider gab es aber, trotz der immer wieder aufkommenden Spannung, ein paar Längen und mit Mare konnte ich nicht so richtig warm werden. Ich möchte dem 2. Band aber auf jeden Fall noch eine Chance geben.


Meine Bewertung:

  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 3,5/5
  • Charaktere: 3/5
  • Atmosphäre: 4/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:
 

1 Kommentar:

  1. Hallo Insi! :)

    Über das Buch hört man ja recht viel - aber bei Hype Büchern bin ich doch meistens etwas vorsichtiger und du hast hier mein "Vorurteil" doch bestätigt, dass es eher nichts für mich. Auch wenn es unterhaltsam scheint, wirkt es doch wieder sehr typisch auf mich ^^
    Danke für die tolle Rezi :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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