Samstag, 28. Februar 2015

~Eule rezensiert~ Vor uns das Leben von Amy Harmon

Titel: Vor uns das Leben
Englischer Titel: Making Faces
Autor: Amy Harmon
Genre: Contemporary
Seiten: 384
Preise: 14,99€ TB | 13,99€ Amazon Kindle
Verlag: Egmont INK







Darum geht es:

Bailey Sheen, ein Junge der im Rollstuhl sitzt und keine hohe Lebenserwartung hat, der weiß, dass er früher oder später sterben wird und trotzdem sein Leben mit Humor und Spaß lebt. Ambrose Young, attraktiv, beliebtester Junge der Highschool und Star des Ringerteams, der beschließt im Irak zu kämpfen und als ein anderer Mann zurück kommt. Und Fern Taylor, Baileys fürsorgliche Cousine; klein, unscheinbar, nicht gutaussehend und bis über beide Ohren in Ambrose verliebt. Von diesen drei ganz besonderen Menschen und ihrem Schicksal, das unweigerlich miteinander verknüpft ist, handelt dieses Buch. Ein Buch über das Erwachsenwerden, über wichtige Entscheidungen, über innere Schönheit, den Tod und das Leben.


So fand ich es:

Wieder habe ich diesen Monat zu einem sehr emotionalen Buch gegriffen, das mich sehr bewegt und auch nachdem ich damit fertig war, nicht losgelassen hat. Zu sehr werde ich auch nicht ins Detail gehen bei dieser Rezension, weil ich sonst angst habe zu spoilern.

Zuerst einmal fand ich die Charaktere super sympathisch und ich mochte jeden der drei Hauptprotagonisten unheimlich gern. Fern mit ihrer Zahnspange, den dicken Brillengläsern und den roten Locken, mit ihrer etwas schrulligen Art, die nur schnulzige Liebesromane liest und auch selber schreibt, von der großen Liebe träumt, sich aber niemals trauen würde ihren Ambrose anzusprechen. Ja, sie ist schon ein bisschen klischeebehaftet, und dennoch habe ich sie sofort in mein Herz geschlossen. Die fürsorgliche Art mit der sich sich um ihren kranken Cousin kümmert, wie authentisch sie rüber kommt und die Entwicklung die sie durchlebt, hat mir sehr gut gefallen.
Auch Bailey ist ein beeindruckender Charakter, der trotz seines schlimmen Schicksals, das Leben so annimmt wie es kommt und sich mit keinem Wort beschwert sondern auf jeder Seite Stärke zeigt. Er hat sich seinen Humor bewahrt und sieht die Welt völlig klar.
Und dann ist da noch Ambrose, der nach seinem Einsatz im Irak mit seinen eigenen Geistern zu kämpfen hat und eine unglaubliche Entwicklung durchmacht.

Die Geschichte beginnt 2001, wir lernen die Charaktere kennen und verfolgen mit, wie sie den 11.September erleben. Woraufhin ja auch der Wunsch in Ambrose wächst, Soldat zu werden und das obwohl er sehr gute Karrierechancen als Sportler hätte. Doch zuerst müssen die Protagonisten noch die Highschool hinter sich bringen und wir verfolgen ihren Alltag, der sich immer wieder abwechselt mit ein paar Flashbacks in denen wir sie und kleine Geschehnisse aus der Vergangenheit, die für ihre derzeitigen Gedankengänge wichtig sind, kennen lernen. Im Fokus steht natürlich die kleine Romanze zwischen Fern und Ambrose, die allerdings zu Beginn noch sehr einseitig ist. Erst als Ambrose aus dem Irak zurück kommt und unsere Helden langsam erwachsen werden, nimmt die Geschichte so richtig an Fahrt auf. In der ersten Hälfte plätschert die Story leider noch ziemlich vor sich hin.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht verständlich und teilweise auch recht poetisch angehaucht. Die Autorin verfolgt viele tiefgründige Gedanken, die sehr schön ausgearbeitet wurden und dem Leser eine wundervolle Botschaft vermitteln. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und habe mich ganz plötzlich sogar ein bisschen überfordert gefühlt, da das Buch ja vorher ganz seicht daher kommt. Das Ende hat mich dann ziemlich getroffen und traurig gemacht, gleichzeitig aber auch wieder Hoffnung gegeben. Das war das erste Mal, dass ich fast während des Lesens ein Tränchen verdrückt hätte.


Mein Fazit:

Dieses Buch ist unheimlich berührend und hat eine emotionale Schwere und Leichtigkeit zur gleichen Zeit. Die Charaktere sind super sympathisch und ich habe ihre Entwicklung mit großem Staunen und mitfiebernd verfolgt. Bis auf ein paar Längen zu Anfang, hat es mir eigentlich durchweg super gut gefallen, mich zum nachdenken gebracht und mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück gelassen. Ich kann es mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 4,5/5
  • Charaktere: 5/5
  • Atmosphäre: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:



Freitag, 27. Februar 2015

~Eule rezensiert~ Love Letters to the Dead von Ava Dellaira

Englischer Titel: Love Letters to the Dead
Deutsch: Love Letters to the Dead (erschienen am 23.02.2015 im cbt Verlag)
Autor: Ava Dellaira
Genre: Contemporary
Seiten: 327
Preise: 16,92€ HC | 8,90€ TB | 5,69€ Amazon Kindle
Verlag: Hot Key Books





 
And maybe what growing up really means is knowing that you don't have to just be a character, going whichever way the story says. It's knowing you could be the author instead.“ (Seite 301)


Klappentext Englisch:

It begins as an assignment for English class: write a letter to a dead person - any dead person. Laurel chooses Kurt Cobain - he died young, and so did Laurel's sister May - so maybe he'll understand a bit of what Laurel is going through. Soon Laurel is writing letters to lots of dead people - Janis Joplin, Heath Ledger, River Phoenix, Amelia Earhart...it's like she can't stop. And she'd certainly never dream of handing them in to her teacher. She writes about what it's like going to a new high school, meeting new friends, falling in love for the first time - and how her family has shattered since May died. But much as Laurel might find writing the letters cathartic, she can't keep real life out forever. The ghosts of her past won't be contained between the lines of a page, and she will have to come to terms with growing up, the agony of losing a beloved sister, and the realisation that only you can shape your destiny. (Quelle: Amazon)


Darum geht es:

Laurel bekommt im Englischunterricht die Aufgabe einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit zu schreiben. Sie entscheidet sich für Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer ebenfalls kürzlich verstorbenen Schwester May. Doch sie gibt ihre Hausaufgabe niemals beim Lehrer ab, stattdessen beginnt sie damit, immer mehr Briefe an verstorbene Stars zu schreiben und ihnen anzuvertrauen, worüber sie mit niemandem sonst reden kann; über ihre Trauer, die neue Schule, neue Freunde, ihren Schwarm, ihr tägliches Leben ohne ihre geliebte große Schwester und über ihr düsteres Geheimnis, das sie noch nicht zu offenbaren bereit ist.


So fand ich es:

Ich ringe gerade ein wenig nach Worten. Das hier wird wieder eine Rezension, die mir extrem schwer fallen wird, weil dieses Buch wirklich schön und so traurig ist, dass man dazu eigentlich nicht viel sagen kann. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die mir negativ aufgefallen sind, hat es mich schon ziemlich berührt und nachdenklich gestimmt.

Die Briefe - die für Laurel eigentlich mehr wie ein Tagebuch funktionieren - die sie den verstorbenen Berühmtheiten schreibt, sind sehr bewegend und ich fand es schön, dass man oft auch etwas über die Personen selbst erfährt, an die Laurel gerade schreibt. Sie geht also sowohl auf das Schicksal eben dieser Leute ein, als auch auf ihr eigenes und das ihrer Freunde. Ich fand das war ganz wunderbar miteinander verflochten. Auch wenn ich mich zwischendurch schon gefragt habe, was wohl Kurt Cobain und Co. darüber gedacht hätten für so ein Buch herhalten zu müssen... Aber gut, das wäre wieder eine ganz andere Diskussion, die ich hier nicht vertiefen möchte.
Wir begleiten Laurel durch das Buch und ihre Briefe auf dem Weg durch die Trauerbewältigung und verfolgen mit, wie sie Stück für Stück ein bisschen Lebensfreude zurück gewinnt und den Mut findet, sich immer mehr zu öffnen und über die Dinge zu sprechen die passiert sind. Das hat mir unglaublich gut gefallen und ich fand die Botschaft dahinter sehr schön.

Der Schreibstil tut sein übriges, er ist flüssig und leicht verständlich, aber dabei trotzdem sehr poetisch und es steckt viel Wahrheit und viele tiefgründige Gedanken darin, die mich sehr ins Grübeln gebracht haben. Wenn man dieses Buch liest, möchte man das Leben plötzlich aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Leider gibt es zwischendrin auch ein paar Längen, die den Lesefluss ein klein wenig gestört haben meiner Meinung nach. Allerdings ist das kaum erwähnenswert. Man muss sich nur auf die Story und dieses doch recht bedrückende Thema einlassen können, um dieses Buch auch wirklich voll und ganz erfassen und genießen zu können.

Laurel war mir eigentlich von der ersten Seite an ganz sympathisch, ich konnte ihre Gedanken und Ängste und ihre Trauer recht gut nachvollziehen, bis auf ein paar Begebenheiten bei denen ich schon dachte, dass sie jetzt etwas zu weit geht. Ihre Freunde haben mir auch alle zumindest vom Charakter gut gefallen, obwohl auch sie manchmal Dinge getan haben, wo ich mir auch nicht ganz sicher war, ob das jetzt wirklich alles so sein musste... Die übertreiben ja manchmal schon irgendwie da drüben in Amerika und ich habe mich dauernd gefragt ob die da alle so kaputt sind, wie zumindest die Handvoll Protagonisten dargestellt werden. Also einiges kam mir recht überspitzt vor.

Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, denn es steckt voller kleiner Weisheiten und es gibt sehr viele schöne Sätze zu finden. Die Thematik ist unglaublich traurig und geht sehr ans Herz, deshalb ist das Buch bestimmt auch nicht für jeden etwas. Ich finde es schön, ab und zu auch mal etwas zu lesen, was mir ans Herz geht.


Mein Fazit:

Eine ernste, bedrückende Atmosphäre, ein phänomenaler Schreibstil und eine rührende Geschichte, vereint in einem Briefroman. Es gab zwar ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind, nichts desto trotz hat mir dieses Buch gut gefallen und mir ein paar schöne, nachdenkliche Lesestunden beschert. Wer sich traut, sich mit dem Tod und den Schicksalen der Protagonisten auseinander zu setzen, dem kann ich dieses Buch wirklich empfehlen.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4,5/5)
  • Schreibstil: 5/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 4/5
  • Atmosphäre: 4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:



Dienstag, 24. Februar 2015

Gemeinsam Lesen #21

http://blog4aleshanee.blogspot.de/2015/02/gemeinsam-lesen-27.html


Hallöchen ihr Eulenkinder,

es ist Dienstag und das bedeutet es wird wieder gemeinsam gelesen. Die Fragen gibt es bei Weltenwanderer.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese die englische Ausgabe von Love Letters to the Dead von Ava Dellaira und bin auf Seite 145 von 327.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
 

When we were walking to the parking lot, Natalie said to Hannah, "I made the tulip that way, I made it a painting, because now you'll always have it. It can't wilt or die."





3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)


Dieses Buch ist ja derzeit in aller Munde, im englischsprachigen Raum schon etwas länger, aber seit kurzem gibt es das Buch auch auf deutsch. Ich muss sagen, bisher finde ich es wirklich schön. Spannung gibt es hier zwar so gut wie gar nicht, dafür lebt das Buch von der wunderschönen Sprache und den tiefsinnigen und oft poetischen Gedanken der Briefe schreibenden Protagonistin. Ihr Schicksal und ihre Worte lassen einen nicht kalt und ich möchte unbedingt endlich hinter ihr Geheimnis kommen. Bisher kann auch ich mich nur den vielen positiven Stimmen über dieses Buch anschließen und auf englisch lässt es sich auch wirklich sehr leicht lesen.  


4. Mit wem (ausser im Netz) tauscht ihr euch noch über eure Leseleidenschaft aus? Habt ihr gleichgesinnte Feunde im Familien- oder Bekanntenkreis?

Ui, interessante Frage. Meine Eltern lesen beide ab und zu ganz gerne, jedoch deutlich weniger als ich. Mein Paps (der auch erst vor ca. 6 Jahren das Lesen für sich entdeckt hat) hat mich allerdings an Schnelligkeit übertroffen was die Reihe 'Das Lied von Eis und Feuer' von George R.R. Martin angeht, die hat er quasi eingeatmet *lach*. Da habe ich doch etwas länger für gebraucht (Gut, ich habe auch zwischendurch viele andere Bücher gelesen, aber den Triumph lasse ich ihm mal ;). Aber da kann ich dann auch gut mit ihm drüber plaudern, weil man bei so vielen dicken Bänden und den ganzen Charakteren dann doch mal leicht den Überblick verliert, finde ich es ganz cool ihn fragen zu können: 'Sag mal, wie war denn noch das und das'.

Ansonsten lesen meine Oma, meine Tante und meine Cousine noch sehr gerne, letztere sogar ähnlich intensiv und viel wie ich. Allerdings haben wir einen etwas unterschiedlicheren Geschmack, deshalb kommt es da nicht so oft zum Austausch. Passiert aber durchaus, wenn wir uns sehen, dass wir auch mal über Bücher reden. 

Im Freundeskreis habe ich leider nur eine Freundin die gerne und auch viel liest, die lebt allerdings ein paar 100 Kilometerchen von mir entfernt, weil sie jobtechnisch vor ein paar Jahren umgezogen ist. Dementsprechend sehe ich sie nicht so oft, aber mit ihr konnte und kann ich sonst auch gut über Bücher reden :). Wir haben auch einen ähnlichen Geschmack. 
Ansonsten sind da noch so 2, 3 Mädels von meinen Freunden die wohl sporadisch mal zu einem Buch greifen und dann meist auch nur zu solchen, die nicht so ganz meins sind, also findet da auch kein großartiger Austausch statt.
Die meiste Zeit bin ich dann doch auf das WWW angewiesen, wenn ich buchtechnisch ein wenig Input brauche ;D.






Samstag, 21. Februar 2015

~Eule rezensiert~ Passagier 23 von Sebastian Fitzek

Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Seiten: 432
Preise: 19,99€ HC | 14,99€ Amazon Kindle
Verlag: Droemer







 

Darum geht es:

Jährlich begehen durchschnittlich 23 Menschen auf Kreuzfahrtschiffen Selbstmord.
Polizeipsychologe und Ermittler Martin Schwartz verlor vor 5 Jahren seine Frau und seinen Sohn auf der Sultan of the Seas. Selbstmord, so hieß es auch damals. Seitdem lebt er von Tag zu Tag, innerlich leer und lässt sich in seinem Job auf risikoreiche Methoden ein, die jeder andere Mensch verweigert hätte. Eines Tages erhält er plötzlich einen Anruf von einer alten Dame von der Sultan und sie behauptet, sie hätte Hinweise, dass die damaligen Geschehnisse anders verlaufen sind als er bisher annahm. Denn ein Passagier 23 ist wieder aufgetaucht und hatte den Teddy von Martins Sohn in der Hand. Widerwillig macht Martin sich auf den Weg auf das Schiff um sich mit dieser Frau zu treffen und das Geheimnis des wieder aufgetauchten Passagiers zu ergründen.


So fand ich es:

Mein zweiter Fitzek nach Noah und ich bin restlos begeistert. Ich habe das Buch nicht gelesen sondern an einem Wochenende weggefressen. Dafür, dass ich normalerweise keine Thriller lese, finde ich das ziemlich erstaunlich und bin ganz überrascht. Genau so etwas stelle ich mir unter einem guten Thriller vor. Actionreich, voller Spannung und kranken Details, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Und davon hat dieses Buch wirklich reichlich. Ich glaube, diese Rezension wird relativ kurz ausfallen, denn ich möchte nicht spoilern und viel zu sagen habe ich auch einfach nicht, außer: Das Buch ist sooo gut!

Fitzek hat mich von einer Buchseite zur nächsten gejagt und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Die Story ist so rasant und spannend erzählt, es gibt so viele Wendungen und mysteriöse Geheimnisse aufzudecken, dass einem als Leser schon beinahe schwindelig wird. Aber genau solch einen Adrenalinschub habe ich wohl gerade gebraucht.

Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Mal ein Kapitel aus der Sicht von Martin Schwartz, mal aus der Sicht des Kapitäns des Kreuzfahrtschiffes usw. Das sorgt natürlich dafür, dass nach vielen Kapitelenden ein fieser Cliffhanger entsteht und man erst wieder 1 oder 2 Kapitel lesen muss, damit man den Handlungsstrang weiter verfolgen kann, der gerade so spannend geendet hat. Zum Glück waren die Kapitel wirklich sehr kurz und knackig, das hat mir auch super gefallen. Ich liebe kurze Kapitel.

Die Charaktere sind allesamt irgendwie ein bisschen verkorkst, die Meisten haben düstere, ja abartige, Geheimnisse. Da tun sich regelrecht Abgründe auf, die mich zutiefst erschreckt haben im Moment des Lesens, was ich aber zum Glück auch relativ schnell wieder abschütteln konnte. Der Autor hat seine Charaktere sehr gut im Griff und weiß mit ihren Schicksalen zu spielen. So richtig kam ich nicht an die einzelnen Personen heran, das hat mich aber bei diesem Buch überhaupt nicht gestört. Was vielleicht auch ganz gut so war.


Mein Fazit:

Ein unglaublich fesselnder Thriller, sehr Temporeich und mit allem was zumindest ich mir in diesem Genre wünsche. Unglaubliche Wendungen, Überraschungen, menschliche Abgründe, ein toller, fließender Schreibstil: es war alles da, was man sich vorstellen kann. Dieses Buch hat mir die Welt der Thriller definitiv ein Stückchen näher gebracht. Absolute Empfehlung von meiner Seite.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 5/5
  • Story: 5/5
  • Charaktere: 5/5
  • Atmosphäre: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




Donnerstag, 19. Februar 2015

~Eule rezensiert~ Wo immer du bist von Cilyn Busby

Titel: Wo immer du bist
Englischer Titel: Blink Once
Autor: Cylin Busby
Genre: Jugendbuch
Seiten: 256
Preise: 12,99€ HC | 9,99€ Amazon Kindle
Verlag: Boje (Bastei Lübbe)







Darum geht es:

Der 17-jährige West wacht nach einem schweren Fahrradunfall im Krankenhaus auf. Er kann sich nicht bewegen, bekommt starke Medikamente und wird künstlich ernährt und beatmet. West weiß nicht wie lange er schon da liegt, niemand spricht ihn direkt an und er hat keine Möglichkeit sich verständlich zu machen. Die Einzige, die ernsthaft mit ihm zu kommunizieren versucht und ihn täglich besucht, ist seine Zimmernachbarin Olivia, die bereits seit 2 Jahren auf der Station ist. Wenn sie nicht gerade bei ihm ist hat West verstörende Albträume, die er versucht mit ihrer Hilfe zu ergründen.


So fand ich es:

Ein kurzes Buch und eine simple Handlung, deshalb kann ich auch nicht viel mehr zum Inhalt sagen, ohne groß zu spoilern. Ich muss gestehen, dass ich mir von dem Buch auch etwas anderes erwartet habe und dementsprechend ein bisschen enttäuscht bin.

Die Story würde viel Platz für Tiefgründigkeit und Gefühl bieten, das Geheimnis um Olivia und Wests Albträume könnten durchaus spannend sein. Wenn da nicht dieser Schreibstil wäre, der das ganze ein bisschen zu Nichte macht und die Story klein hält. Ich fand dem Stil ein bisschen zu platt und er hat es in meinen Augen nicht geschafft so richtig Spannung zu erzeugen, sondern es plätschert mehr oder weniger vor sich hin und hat mich als Leser irgendwie auf Abstand gehalten. Keine Chance, dass ich da eine emotionale Bindung zum Schicksal der beiden Jugendlichen und zu den Charakteren selbst aufbauen konnte.

Der Beginn des Buches lebt fast ausschließlich von Wests Erinnerungen und dementsprechenden Flashbacks zu ein paar Situationen in seinem Leben, die die Autorin anscheinend für wichtig erachtete, in meinen Augen aber nicht immer was für die Story getan haben. Anstatt, dass man ergriffen Wests und Olivias Schicksal verfolgen kann, kommt es einem trotz der geringen Seitenzahl manchmal recht langatmig vor. Gerade die Szenen zu Beginn im Krankenhaus, in denen West sich meistens in einem Dämmerzustand befindet.

Es gibt aber ein paar kleine Überraschungen, die mir schon recht gut gefallen haben und die mich dann doch bei Laune hielten. An sich ist das Thema ja auch auf seine traurige Weise interessant und man möchte schon als Leser wissen, wie die Geschichte ausgeht. Ich mochte auch West ganz gerne und ich fand seine Situation sehr authentisch beschrieben. Die Annäherung von West und Olivia ging mir persönlich dann doch etwas zu schnell und ich mochte nicht, wie Olivia sich ausdrückt. Das Interessanteste an ihr war ihr Geheimnis, dass hat einen dann noch ein bisschen neugierig auf sie werden lassen.

Vielleicht hätte die Autorin ein paar Seiten drauf packen müssen um die Story noch etwas besser auszubauen. Die Voraussetzungen und das Potenzial waren da, nur an der Umsetzung hat es gehapert. Das ist sehr schade, denn so ein ernstes Thema sollte von großen Gefühlen leben die nicht nur durch die idee selbst sondern auch durch einen fesselnden Schreibstil geprägt werden. Aber die Story wirkte leider mehr oder weniger abgefertigt auf mich. Gerade wenn ich dachte, dass ich mich in den Moment fallen lassen konnte, war es auch schon wieder vorbei. Und das Ende hat mich jetzt auch nicht wirklich vom Hocker gerissen.


Mein Fazit:

Ein nettes Buch für zwischendurch, aber wer Tiefgründigkeit und Spannung erwartet, der ist hier eindeutig falsch. Der Schreibstil lässt eine tiefere Interaktion zwischen Buch und Leser nicht so wirklich zu. Die Idee ist vom Grundsatz her gut, Potenzial ist vorhanden, bleibt aber weitestgehend ungenutzt.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 2/5
  • Story: 3,5/5
  • Charaktere: 3/5
  • Atmosphäre: 3,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




Dienstag, 17. Februar 2015

Gemeinsam Lesen #20 (Jubiläumsausgabe)

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/2015/02/gemeinsam-lesen-100-gewinnspiel.html#more





Hallöchen ihr Lieben,

heute gibt es eine Jubiläumsausgabe von Gemeinsam Lesen und das lasse ich mir natürlich auch nicht entgehen :). Heute gibt es die Fragen wieder bei Schlunzen-Bücher und man kann zum 100. mal Gemeinsam Lesen sogar ein tolles Paket gewinnen.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese Vor uns das Leben von Amy Harmon und bin bei 10%, ca. Seite 51.




2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Es dauerte nur etwas mehr als einen Monat, bis der Schwindel aufflog.




3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Das Problem ist: ich habe ja erst angefangen zu lesen, deshalb kann ich noch nicht so viel dazu sagen. Der Anfang gefällt mir schon mal sehr gut, ich mag den Schreibstil, die Charaktere sind toll und die Geschichte verspricht ein paar schöne Lesestunden. Mir gefällt auch, dass das Buch abwechselnd in der Gegenwart spielt und es dann aber plötzlich einen Flashback ein paar Jahre zurück gibt und man mehr über die Charaktere erfährt. Ich bin gespannt wie sich das ganze noch entwickeln wird.


4.  Das 100. mal "gemeinsam Lesen"! Lasst es Revue passieren und erzählt uns seit wann ihr dabei seid, was ihr an gemeinsam Lesen so mögt, oder habt ihr sogar Verbesserungsvorschläge? Gibt es etwas, was ihr vermisst, was ihr gerne anders hättet? Oder etwas was ihr besonders schätzt, was diese Aktion für euch einfach wirklich einzigartig und perfekt macht?

Yeah! *Konfetti schmeiß* :D
Ich bin erst zum 20. mal dabei (zumindest auch eine runde Zahl mit einer 0 hinten, passt also zumindest ein bisschen). Also seit letztem Jahr Oktober oder so mache ich (mehr oder weniger) regelmäßig mit... Interessant finde ich immer die 4. Frage und natürlich entdecke ich gerne neue Blogs und neue Bücher, wenn jemand etwas liest, was ich noch nicht kenne, aber sehr interessant finde und so vielleicht nicht entdeckt hätte ^^. Es gefällt mir sehr, nach einem stressigen Arbeitstag mich hinzusetzen und jemand neues kennenzulernen, oder auch einfach nur mir bekannte Blogger zu besuchen und zu sehen, was gerade so gelesen wird :). Das macht einfach Spaß.
Wenn ich ehrlich bin: Ich mag die Aktion genauso wie sie ist. Das die 4. Frage jetzt bereits eine Woche vorher bekanntgegeben wird, finde ich super und wäre auch das Einzige gewesen, was ich mir an dieser Stelle an Veränderung gewünscht hätte, da ich meine Posts mit dem Vollzeitjob auch planen muss. Also bin ich wunschlos glücklich gerade und mir fällt nichts ein, was man noch besser machen könnte ;D.




Sonntag, 15. Februar 2015

~Eulenpost~ Neuzugänge Februar 2015


Hallo ihr Lieben,

so viel zu 'Ich will im Februar keine Bücher kaufen'. Hat ja wieder ganz toll geklappt... nämlich gar nicht ^^'. Es sind trotzdem 5 neue Bücher bei mir eingezogen (okay, 2 davon kamen noch im Januar), die ich euch aber natürlich nicht vorenthalten möchte.


Wieder ein englisches Buch, das noch im Januar bei mir ankam. Love Letters to the Dead von Ava Dellaira musste einfach her, da es derzeit in aller Munde ist und sofort mein Interesse geweckt hat. Darin arbeitet ein junges Mädchen den Tod ihrer älteren Schwester auf, indem sie verstorbenen Berühmtheiten Briefe schreibt, in denen sie all das loswerden kann, über das sie mit niemandem sonst reden mag.
Warum es dann 'Love Letters' heißt, erschließt sich mir dann nicht so ganz... Es sind ja keine Liebesbriefe in dem Sinne. Oder blamiere ich mich gerade, weil ich es als Einzige nicht kapiere? Oo Klärt mich auf, wenn ihr mehr wisst ^^'. Ich hoffe jedenfalls, dass ich es diesen Monat noch schaffe zu lesen.

Ebenfalls im Januar angekommen und auf englisch ist Eleanor & Park von Rainbow Rowell. Eine kleine Liebesgeschichte zwischen zwei Außenseitern, die sehr ans Herz gehen soll. Auch in aller Munde mittlerweile, jedenfalls begegnet es mir immer öfter auf anderen Blogs. Bin ich auch schon sehr neugierig drauf.









Plötzlich Fee - Sommernacht von Julie Kagawa war ein totaler Spontankauf als ich das Taschenbuch in der Buchhandlung gesehen habe. Gefährlich, wenn man Wartezeit inmitten von Büchern zu überbrücken versucht... In letzter Zeit begegnet es mir wieder überall und viele schwärmen ja so davon. Ich glaube, dazu muss ich euch auch nichts mehr erzählen, die Meisten werden es eh kennen.








Zusammen mit Plötzlich Fee ist dann noch dieses Buch in meine Tasche gewandert: Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion. Protagonist Don möchte heiraten, tut sich allerdings sehr schwer mit zwischenmenschlichen Beziehungen und hat hohe Ansprüche an seine Zukünftige. Aber dann begegnet ihm Rosie und sie verkörpert alles, was er eigentlich an einer Frau nicht mag. Trotzdem lässt sie ihn einfach nicht kalt.
Ich stelle mir das Buch lustig und unterhaltsam vor, ich konnte es einfach nicht stehen lassen.







Zu guter Letzt habe ich noch einen Neuzugang auf dem Kindle. Die 5. Welle von Rick Yancey musste ich einfach unbedingt haben, weil ich in letzter Zeit so viele gute Meinungen darüber gehört habe, dass ich es jetzt auch unbedingt lesen will. Es ist wohl eine Art Endzeit-Szenario, Postapokalypse oder wie auch immer man es nennen möchte. Ein junges Mädchen, die alles verloren hat und ums Überleben kämpft. Die Welt wurde von 4 Wellen der Zerstörung verwüstet, in der 5. Welle kamen die sogenannten 'Anderen', ich denke mal, dass damit Aliens gemeint sind. So genau habe ich mich da nicht informiert wegen Spoiler und so ;). Bin aber total gespannt auf das Buch.






So, das waren meine neuen Schätze. Kennt ihr welche von den Büchern? Habt ihr schon das ein oder andere gelesen? Oder wollt ihr jetzt eins davon lesen?






Donnerstag, 12. Februar 2015

~Eule rezensiert~ The Selection von Kiera Cass

Titel: The Selection
Band 1 von 4
Autor: Kiera Cass
Genre: Dystopie
Seiten: 352
Preise: 13,77€ HC | 7,70€ TB | 3,28€ Amazon Kindle
Verlag: Harper Teen






> Rezi enthält Spoiler
 
 
Klappentext Englisch:

For thirty-five girls, the Selection is the chance of a lifetime. The opportunity to escape the life laid out for them since birth. To be swept up in a world of glittering gowns and priceless jewels. To live in a palace and compete for the heart of gorgeous Prince Maxon.
But for America Singer, being Selected is a nightmare. It means turning her back on her secret love with Aspen, who is a caste below her. Leaving her home to enter a fierce competition for a crown she doesn't want. Living in a palace that is constantly threatened by violent rebel attacks.
Then America meets Prince Maxon. Gradually, she starts to question all the plans she's made for herself—and realizes that the life she's always dreamed of may not compare to a future she never imagined. (Quelle: Amazon)

 
Darum geht es:

Illéa ist eine dystopische Version des uns bekannten Amerika. Die Menschen sind eingeteilt in ein Kastensystem, bestehend aus 8 Kasten und werden von einer Königsfamilie beherrscht (wobei in Kaste 8 die ärmsten Menschen leben, Kaste 1 ist der Königsfamilie vorenthalten). Für Prinz Maxon soll eine Braut und somit die zukünftige Prinzessin von Illéa gesucht werden. Dazu werden aus allen Kasten junge Mädchen zu einem Casting eingeladen, wobei am Ende 35 von ihnen in die engere Auswahl kommen für die sogenannte Selection.
America Singer, eine 5, ist eine von ihnen, doch das sie ausgewählt wurde, ist nur ein dummer Zufall und sie ist alles andere als glücklich darüber. Eigentlich ist sie schon seit 2 Jahren in Aspen verliebt und wünscht sich nichts sehnlicher als ihn zu heiraten, obwohl er eine Kaste unter ihrer und deshalb eine Heirat so gut wie unmöglich ist. Aspen wünscht sich aber ein besseres Leben für America und ermutigt sie, an dem Auswahlverfahren teilzunehmen. Das sie wirklich zu den 35 Mädchen gehören würde, die zum Prinzen in den Palast ziehen und eine Chance darauf bekommen eine Prinzessin zu werden, hätte sie niemals gedacht. Wie soll sie damit umgehen?


So fand ich es:

Puh. Was kann ich dazu nur schreiben? Dieses Buch lässt mich mit so vielen widersprüchlichen Gefühlen zurück. Viele sagen, man kann das Buch nur lieben oder hassen, irgendwas dazwischen ist kaum möglich. Ich kann nicht sagen, dass ich das Buch hasse, so weit würde ich nicht gehen. Aber gut geht anders. Und ich kann einfach keine wohlwollende Rezension schreiben, auch wenn sich alles in mir sträubt. Ich hätte gerne etwas gutes hierzu geschrieben, aber das geht nicht. Dafür war es einfach zu schlecht in meinen Augen.
Am Anfang habe ich versucht, es noch witzig zu finden und es zumindest zur Erheiterung zu lesen, was auch noch ganz gut geklappt hat und ich mich wirklich amüsiert habe, aber ab ungefähr der Mitte war es so blöde, dass ich es nicht einmal mehr witzig finden konnte.

Fangen wir mal mit den Charakteren an. Unsere Hauptprotagonistin America Singer erfüllt schon mal jedes Klischee, das es im Bereich Jugendfantasy und Dystopie gibt. Allein der Name ist schon zum Haare raufen. Natürlich gehört sie einer niedrigen Kaste an, aber auch nicht niedrig genug um überhaupt keine Beachtung zu finden. Sie und ihre Familie verdienen mit der Musik ihr Geld (daher der tolle Nachname...). Damit ist das Maß an Ideenlosigkeit und Unkreativität schon beinahe voll. Ihre Liebe zu Aspen, der eine Kaste unter ihr und demnach noch ein wenig schlechter dran ist, ist zwar gut und schön, macht auch irgendwo noch Sinn aber spätestens als die beiden anfangen sich wegen Nichtigkeiten zu streiten und er sie in diese Sache mit der Selection auch noch reinquatscht, wurde es schon wieder lächerlich. Die Autorin drückt ihre Charaktere so offensichtlich in die Richtung in die sie sie haben will, dass sie sämtliche Authentizität verlieren und alles was sie sympathisch und individuell machen würde, komplett verloren geht. Selbstverständlich nimmt America an der Auswahl teil, selbstverständlich wird sie durch einen so was von dämlichen Grund auch noch erwählt und dann geht das ganze Drama erst richtig los.

America trifft auf den Prinzen Maxon und er ist natürlich auf der Stelle hin und weg von ihr. Sie ist auch die Einzige ausgewählte mit roten Haaren, aufmüpfig gegenüber dem Prinzen, womit die anderen Teilnehmerinnen so ziemlich in den Hintergrund rücken. Und der Prinz findet es natürlich wundervoll, dass sie ihm die Stirn bietet und klebt förmlich an ihr. Selbst wenn Dreiecksbeziehungen nicht schon längst ausgelutscht wären, hätte ich an dieser Stelle sicherlich nicht vor Begeisterung aufgeschrien. America ist so ein dämlicher Charakter und ich konnte viele ihrer Handlungen und Gedanken überhaupt nicht verstehen, das hat mir keine Chance gegeben mich auch nur ansatzweise in sie hineinversetzen zu können.

Ich hatte ja noch die Hoffnung, dass es wenigstens unter den Teilnehmerinnen selbst ein paar Reibereien gäbe, die das Ganze wieder ein bisschen interessanter gestalten würden. Mädchen sind Zicken, ganz besonders in solch einer Situation, machen wir uns nichts vor. Aber auch hier waren die Anfeindungen nur sehr unterschwellig und so läppisch, dass es kaum erwähnenswert ist. Ich habe ja oft den Vergleich zu dem Bachelor gemischt mit Tribute von Panem gelesen. Tribute von Panem? Deifintiv nein! Ich käme nicht mal ansatzweise darauf diesen Quatsch mit den Tributen zu vergleichen. Der Bachelor? Ja, nur ohne Zicken. Der Vergleich zu Germany's next Topmodel ließe sich noch ziehen wegen des Umstylings (ebenfalls ohne Zickerei). Mit Dystopie hat diese Geschichte aber wirklich sehr wenig zu tun. Da gibt es eben nur das Kastensystem und ein paar armselige Rebellenangriffe, die so sinnlos und eigentlich nur dazu da waren, unsere Prinzessinnen in Spe ein bisschen aufzuscheuchen, was aber auch keine Spannung aufkommen ließ, weil es einfach nur lächerlich war. Und damit sich Maxon und Aspen Sorgen um America machen können.

Die ganze Story ist so vorhersehbar und einfallslos, so dass die Spannung wirklich komplett auf der Strecke blieb.
Was ich aber sehr gut fand, war der Schreibstil. Obwohl es mein erstes englisches Buch nach einer langen Pause war, habe ich mich schnell zurecht gefunden und hatte keinerlei Verständnisprobleme. Das hat wiederum großen Spaß gemacht, dass es mir so leicht fiel und mich der sehr einfache, flüssige Schreibstil schnell durch das Buch getragen hat. In der Hinsicht wäre das Buch eine Empfehlung, wenn jemand wieder mit englisch starten möchte oder nicht so gut darin ist, ist dieses Buch perfekt.


Mein Fazit:

Ich kann für dieses Buch keine Empfehlung aussprechen. Es ist so nichtssagend, so vorhersehbar, so klischeehaft und die Charaktere sind seelenlose Puppen, die sich jederzeit austauschen lassen könnten. Es liest sich eher wie eine Daily Soap, mit einer Dystopie hat es in meinen Augen nicht viel zu tun. Selbst das Buch nur aus einer lustigen Perspektive zu betrachten und nicht allzu ernst zu nehmen, hat nicht lange funktioniert. Man verliert irgendwann doch die Nerven.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 1,5/5
  • Charaktere: 1/5
  • Atmosphäre: 2/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




INFO: Ich habe dieses Buch zusammen mit der lieben Lyrica von Wortszenerie gelesen (sie war genauso begeistert xD). Lest doch bitte auch ihre ~Rezension~ wenn es euch interessiert. Sie kann sich noch viel besser ausdrücken als ich ;). 




Dienstag, 10. Februar 2015

Gemeinsam Lesen #19

http://blog4aleshanee.blogspot.de/2015/02/gemeinsam-lesen-25.html



Hallo ihr Lieben,

es ist wieder Zeit fürs gemeinsame Lesen, heute wieder bei Weltenwanderer. Wer mitmachen will, klickt aufs Logo für mehr Info :).



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese 'Wo immer du bist' von Cylin Busby und bin bei 14% auf dem Reader, ca. Seite 36 von 256.



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Ich versuchte wie ein Höhlenmensch zu brummen und fügte hinzu: "Bohrmaschinen und so."




3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich bin ja noch nicht sehr weit, aber bisher gefällt mir das Buch eher mittelmäßig. Ich finde den Schreibstil sehr stark vereinfacht und irgendwie merkwürdig. Bis jetzt ist auch noch nichts großartiges passiert, außer dass man Hauptprotagonist West kennenlernt, der nach einem schweren Unfall an ein Krankenhausbett gefesselt ist und sich nicht bewegen kann. Deshalb gibt es vor allem viele Flashbacks und Gedanken von ihm gerade.


4. Dicke Wälzer (ab 500 Seiten) - Lest ihr sie gerne oder scheut ihr euch davor? Und warum?

Ich scheue mich nicht vor Wälzern, keineswegs. Es ist schön, auch mal für längere Zeit in eine Geschichte abzutauchen, gerade wenn es ein sehr gutes Buch ist ;). Aber wenn ich dann einen Wälzer gelesen habe, greife ich danach auch sehr gerne wieder zu dünneren Büchern. Einfach weil man für einen Wälzer in der Regel länger braucht, gerade ich, die sehr langsam liest, hat dann doch mal daran zu knabbern. Und um danach einfach mal wieder ein paar Erfolgserlebnisse zu haben und Bücher zu beenden bzw. vom SuB zu tilgen mag ich dünne Bücher auch genauso gerne ^^. Letztendlich kommt es ja auf den Inhalt an.



Montag, 9. Februar 2015

~Eule rezensiert~ Salkurning 1 - Forlorner von Loons Gerringer

Titel: Salkurning - Forlorner
Band 1 von 3
Autor: Loons Gerringer
Genre: Fantasy(-Roadnovel)
Seiten: 858
Preise: 4,99€ Amazon Kindle
Verlag:






"Heute! dachte er [James] dann. Heute passiert es! Er wusste selbst nicht, was - vielleicht, dass das Schicksal umkehrte und ihn doch noch mitnahm, weil es ihn vorher nur vergessen hatte." (Pos. 2556-57)


Darum geht es:

Wokenduna Hall, ein geheimnisvolles Herrenhaus mit einem noch viel geheimnisvolleren Irrgarten mitten im modernen London, ist ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen. So auch für die Jugendgruppe, die der 20 jährige Medizinstudent James, einer Freundin und Leiterin der Gruppe zum Gefallen, auf diesen Ausflug als Fahrer begleitet. Das wäre alles halb so wild, wenn er nicht ausgerechnet auf die dauernd nörgelnde, in Gothic Klamotten gehüllte Pix aufpassen und dann zu allem Überfluss auch noch den aufgedrehten Parcoursläufer Carmino unter die Fittiche nehmen müsste. Es kommt wie es kommen muss, prompt verlaufen sich die drei in dem Irrgarten und finden sich plötzlich mitten im Wald wieder. Die Suche nach Wokenduna bleibt vergebens, das Anwesen scheint wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Sie marschieren durch ein ihnen unbekanntes Land, gemeinsam mit der katzenhaften Kate, die ebenfalls das Pecht hatte sich zu verirren. Es dauert nicht lange und sie treffen auf Dorian Inglewing, einen fahrenden Reparateur der ihnen mehr als ungewöhnlich vorkommt. Sie müssen feststellen, dass sie sich nicht mehr in London befinden sondern in Salkurning, einer von Geistern und unglaublichen Geschichten gespickten Parallelwelt. Wie konnte das passieren? Und die viel wichtigere Frage: Wie kommen sie wieder zurück nach London?


So fand ich es:

Ich ärgere mich ja tierisch, dass ich dieses Buch nicht schon längst gelesen, sondern 1 Jahr auf meinem SuB habe liegen lassen. Dafür schäme ich mich zutiefst, denn das hat dieses wundervolle Buch nicht verdient.

Der Einstieg begann bei mir noch mit einem Fragezeichen, was sich aber relativ schnell in ein funkelndes Ausrufezeichen verwandelt hat. Die Autorin hat einen sehr bildhaften und flüssigen Schreibstil mit einer Prise Humor an den richtigen Stellen, der einen sofort in die Geschichte einsaugt und erst wieder ausspuckt, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Landschaft, Leute, Tiere und andere Wesen sind mit so viel Liebe zum Detail beschrieben, dass es beinahe greifbar wird und man sich als Leser alles wunderbar vorstellen kann. Die Menschen dort haben ihre eigenen Worte und Bezeichnungen (mit denen man sich zugegeben erst anfreunden muss) und auch unterschiedliche Sprachen. Es liest sich fast, als wäre die Autorin selbst in Salkurning gewesen und als gäbe es das tatsächlich. Das hat mir unglaublich gut gefallen.

Mit den Charakteren hatte ich ebenfalls zu Beginn ein paar Probleme, gerade mit Pix, die eine doch recht krasse und von Schimpfwörtern nur so triefende Sprache benutzt. Mit ihr wurde ich das ganze Buch über nicht so richtig warm. Das gleiche Problem hatte ich mit Kate, nicht weil sie so viel schimpft sondern weil sie so undurchsichtig bleibt und man sie einfach nicht einschätzen kann. Dafür mochte ich den quirligen Carmino und Dorian. Hauptprotagonist James bleibt ein wenig austauschbar und blass, mit der Zeit habe ich ihn aber ins Herz geschlossen. Er scheint ein paar sehr interessante Geheimnisse in seiner Vergangenheit zu verbergen, wo man als Leser noch nicht so richtig hinter kommt und das einen neugierig auf mehr macht. Auch alle anderen Nebencharaktere fand ich unglaublich gut und authentisch gezeichnet. Sie wirken so normal und menschlich, überhaupt nicht wie ausgedacht.

Die Story hat mich insgesamt total begeistert, weil ich die Idee so super fand und die Geschichte einen sehr erfrischenden Touch hatte. Ich hatte einfach das Gefühl, mal wirklich was anderes fernab vom Mainstream zu lesen. Ein Fantasy Roman, der völlig ohne Fabelwesen auskommt und der stattdessen ein wenig 19. Jahrhundert und einen Hauch Steampunk beherbergt mit dem Charme einer Roadnovel. Als einzige Widersacher stehen unseren Helden nur die 'Gelichter' und 'Forlorner', so etwas wie Geister und Dämonen, gegenüber. Und die leichten Unruhen, die das geheimnisvolle Salkurning erschüttern, mit denen aber die Protagonisten bisher nur am Rande berührt werden.

Leider bekam ich dann aber ungefähr ab der Mitte des Buches ein Problem mit der Länge, denn es ist wirklich ein echter Wälzer für den man einen langen Atem braucht. Und trotz der tollen Geschichte hatte ich da einen Durchhänger wo ich dachte, dass es doch alles etwas zu viel ist und vielleicht auch zu viel ins Detail gegangen wurde. Es gab Szenen, die in meinen Augen überflüssig waren und wo auch die Spannung etwas gelitten hat. Zumindest habe ich bis zum Schluss den Sinn gewisser Passagen nicht verstanden, weil sie in meinen Augen nichts für die Story getan haben.


Mein Fazit:

Ich kann dieses Buch eigentlich nur jedem empfehlen, der mal was Neues im Bereich Fantasy entdecken möchte und auch vor einer hohen Seitenanzahl nicht zurück schreckt. Das perfekte Buch für den Genussleser würde ich fast sagen, der den Fokus auf Details und die Ausarbeitung legt. Natürlich gibt es aber auch viele spannende Momente und mysteriöse Rätsel. Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen, bis auf ein paar kleine Kritikpunkte. Dennoch bleibt diese Geschichte ein wahres Erlebnis und ich werde mir nach einer kleinen Pause definitiv auch noch die anderen Bücher kaufen, schließlich möchte ich wissen, was hinter den Geheimnissen steckt und was die Charaktere noch alles erleben auf ihrem abenteuerlichen Tripp durch Salkurning.



Meine Bewertung:
  • (Cover: 1,5/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 4/5
  • Atmosphäre: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:







Vielen Dank an dieser Stelle an Loons Gerringer für das überarbeitete Ebook!
 

Dienstag, 3. Februar 2015

Gemeinsam Lesen #18

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/2015/02/gemeinsam-lesen-98.html


Guten Morgen ihr Lieben :)

die erste Februar Woche ist schon in vollem Gang, der Alltagsstress holt einen mal wieder ein, das Wochenende ist nur noch eine ferne Erinnerung. Trotzdem oder gerade deshalb nimmt man sich gerne Zeit fürs gemeinsame Lesen am Dienstag, heute wieder bei Schlunzen-Bücher ^^.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?


Ich lese The Selection von Kiera Cass und bin auf Seite 57 von 327.




2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

The next week was full of officials swarming into our house to prepare me for the Selection.






3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Ich lese zum ersten Mal seit meiner Schulzeit (was ja fast gestern gewesen ist.... öhöhöhö *hust*) wieder auf Englisch. Die Schullektüren haben es mir ein bisschen verdorben damit, aber ich komme auch nach der langen Pause super gut klar. Selection ist wirklich leicht zu lesen, das Buch ist seicht und unkompliziert und ich freue mich, wieder einiges auffrischen zu können. Es macht echt Spaß ^^.
Da ich aber noch nicht sehr weit bin kann ich noch nicht viel zum Buch selber sagen. Es ist wie gesagt sehr leichte, vorhersehbare Lektüre, aber ich wusste ja worauf ich mich einlasse. Der Anfang gefällt mir schon mal ganz gut, ich merke, dass ich genau so eine Geschichte gerade brauche.


4. Gibt es eine Person in eurem aktuellen Buch, die ihr überhaupt nicht mögt? Wenn ja, warum? Und wenn ihr der Person etwas sagen könntet, was wäre das?

Na so viele Personen habe ich ja noch nicht kennen gelernt ^^'. Bisher ist da niemand bei wo ich sagen würde, dass ich den überhaupt nicht leiden könnte. Dieser komische Lackaffe von Moderator von dieser Selection Show, der könnte vielleicht problematisch sein aber der kam erst 2x ganz ganz kurz vor ^^'.

Sonntag, 1. Februar 2015

~Eule blickt zurück~ Das war der Januar 2015


 

Hallöchen meine Lieben,

der Januar ist um, was wirklich recht schnell ging. Neuer Job, viel gearbeitet, sich bei dem Wetter (irgendwas zwischen Schneematsch und Blitzeis) auf der Autobahn viel zu oft geärgert, zu wenig Zeit zum Lesen gehabt und joa... Das war mein Januar xD.

Nein natürlich nicht. Jedenfalls nicht ganz ^^'. Ein bisschen Zeit zum Lesen habe ich dann nach Feierabend und an den Wochenenden doch noch finden können. Ich habe wieder bei der Lesenacht von Ines mitgemacht, die dieses mal etwas anders aber wieder sehr unterhaltsam war.
Das langweiligste Dschungelcamp aller Zeiten habe ich dann ungfähr nach der ersten Woche auch sein gelassen xD. Obwohl der kleine bissige Austausch mit Lyrica über Whats App das ganze wirklich aufgewertet hat muss ich sagen *lach*. Liebe Grüße an dieser Stelle!
Und während ich hier sitze und schreibe, ist es Samstag Nacht und ich bin abgefüllt mit mexikanischen Spezialitäten, zu denen mich die beste Freundin der Welt eingeladen hatte. Essen schmeckt gleich noch viel besser, wenn man es nicht selbst bezahlen muss ;D.
 

Aber jetzt genug gequatscht und auf zur Statistik:


1)
Das Lied von Eis und Feuer 10 - Ein Tanz mit Drachen von George R.R. Martin
797 Seiten





An die Bände 1-6 kommt auch der 10. Band nicht mehr ganz heran, aber immerhin ist er eine leichte Steigerung zu den Bänden 7-9. Was aber nicht negativ gemeint ist, denn nichts destotrotz bin ich nach wie vor riesen Fan der Bücher und finde sie wirklich genial! Knappe 5 Eulen ist immer noch eine sehr gute Bewertung. Ich frage mich wie lange ich jetzt wohl warten muss bis der 11. Band erscheint...


2)
Magisterium - Der Weg ins Labyrinth von Holly Black & Cassandra Clare
332 Seiten





Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Mir haben die Geschichte und die Charaktere sehr gut gefallen, mehr könnt ihr in meiner REZI erfahren.


3)
Der Winterpalast von Eva Stachniak
545 Seiten





Von diesem historischen Roman hatte ich mir viel versprochen und wurde leider enttäuscht. Wieder ein Fall von nicht ausgeschöpftem Potenzial (das reichlich vorhanden war). Deshalb ist es mit seiner Durchschnittlichkeit leider auch mein Monatsflop. Was für Gründe ich hatte, könnt ihr in meiner REZI nachlesen.


4)
Dark Wonderland - Herzkönigin von A.G. Howard
464 Seiten

Hier bin ich mit der ersten Hälfte des Buches und der Dreiecksgeschichte nicht so richtig zurecht gekommen. Aber zum Ende hin wurde es stetig besser und das Wunderland verzaubert den Leser mit seinem düsteren Charme. Natürlich gibt es auch hierzu schon eine REZI.


5)
Salkurning 1 - Forlorner von Loons Gerringer
858 Seiten





Ein zu Unrecht ziemlich unbekanntes Buch, das 1 Jahr auf meinem SuB verbrachte, ebenfalls völlig zu Unrecht. Eine Fantasy-Roadnovel in der 4 völlig unterschiedliche Menschen in eine Parallelwelt stolpern und sich dort zurechtfinden müssen. Was sie dort alles erleben und welche Geheimnisse es in dieser fremden Welt zu entdecken gibt, erzählt dieses Buch. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und mit viel Humor. Man braucht nur einen sehr langen Atem für diesen Wälzer. Meine Rezi folgt irgendwann in den nächsten Tagen, dann erfahrt ihr näheres.



Gelesene Bücher von Leseliste: 5 von 7
Sonstige gelesene Bücher: -
Neuzugänge: 7
Gelesene Seiten: 2.996
Seiten pro Tag: ca. 96
4 Bücher aussortiert (Arkadien fällt, Pandemonium, Requiem, Choices - Die Besessenen)
SuB zum 01.01.2015: 108
SuB zum 31.01.2015: 106


Ran an den SuB Challenge: Dicke Wälzer - 3 Bücher geschafft
Kunterbunt Challenge: Weißes Cover - Der Winterpalast
Challenge der Gegenteile: 3 von 40 Aufgaben