Dienstag, 31. März 2015

Gemeinsam Lesen #26

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/2015/03/gemeinsam-lesen-106.html


Hallöchen ihr Lieben :)

es ist wieder Zeit fürs gemeinsame Lesen. Heute wieder bei Schlunzen-Bücher. Viel Spaß euch!


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese 'Das Herzenhören' von Jan-Philipp Sendker und bin auf Seite 195 von 288.
(Für mehr Info guckt hier: KLICK)


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Es gab Augenblicke in ihrem Leben, magische Momente nannte Yadana sie, die würde sie bis zum Tage ihres Todes nicht vergessen.



3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Aaaw Leute, dieses Buch ist so schön. Was für eine herzzerreißende, berührende Geschichte, ehrlich wahr. Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Dieses Buch lebt eindeutig von der lebendigen und poetischen Sprache, von den bildhaften Beschreibungen und es steckt so viel Liebe auf jeder Seite. Das nimmt mich total mit und lässt mich gar nicht mehr los. Ich hatte erst befürchtet, dass ich es langatmig finden würde, aber der Schreibstil nimmt einen so mit, dass man eventuelle Längen überhaupt nicht bemerkt. In dieses Buch kann man sich mal so richtig fallen lassen.

 
4.  Gibt es ein buchiges Event in diesem Jahr auf das ihr euch besonders freut, oder gab es mal was in der Vergangenheit, was euch so sehr begeistert hat, dass ihr es euch ganz bald mal wieder wünschen würdet?

Hm... Da ich hier ja wirklich sehr abgeschieden aufm Dorf wohne habe ich zu irgendwelchen Events leider kaum bis gar keinen Zugang. Ich bin mal auf der Leipziger Buchmesse gewesen, vor 3 Jahren oder so. War aber wohl mit den falschen Leuten da, die noch sehr Anime und Manga und Cosplay begeistert und fast nur in dieser Halle unterwegs waren ^^'. Demnach kam ich ein wenig zu kurz, ich wollte ja auch nicht die ganze Zeit alleine über die Messe streifen... Das war nicht so ganz optimal, deshalb konnte ich das da gar nicht richtig auskosten. Ich weiß auch nicht ob ich da noch mal hin wollen würde. Die Anfahrt war auch nicht ohne. Vielleicht war ich auch zu müde damals um alles richtig erfassen zu können und Spaß zu haben, keine Ahnung ^^'.
Die Frankfurter Buchmesse würde ich auch gerne mal probieren. Aber dieses Jahr werde ich das wohl auch nicht schaffen fürchte ich. Da müsste schon ganz spontan ein Wunder geschehen ;).
Aber ich würde mich auch mal über eine einfache Autorenlesung freuen. Nicht mal dazu hatte ich bisher die Chance, weil in unserem Kaff und Umgebung echt überhaupt nichts los ist in der Hinsicht. Wenn müsste ich mich immer gleich auf Reisen machen und das sehe ich dann irgendwie auch nicht ein... Gemeinheit.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Antwort auf die Frage ist 'nein' und 'nein' xD.




Montag, 30. März 2015

~Eule rezensiert~ Das Rosie-Projekt von Graeme Simsion


Titel: Das Rosie-Projekt
Englischer Titel: The Rosie Project
Band 1 von 2
Autor: Graeme Simsion
Genre: Zeitgenössische Literatur
Seiten: 352
Preise: 18,99€ HC | 9,99€ TB | 9,99€ Amazon Kindle
Verlag: Fischer






Darum geht es:

Der 39-jährige Australier Don Tillman ist Assistenzprofessor für Genetik. Allerdings leidet er auch am Asperger Syndrom, was ihn gesellschaftlich und in sozialem Umgang stark einschränkt, denn Gefühle sind für ihn unverständlich und bieten ihm ein Fettnäpchen nach dem anderen. Don versteht keinen Sarkasmus und keine Ironie, er taktet seinen Tag nach einen punktgenauen Zeitplan durch, sogar seine Mahlzeiten sind standardisiert um Zeit zu sparen und sich nicht jedes Mal überlegen zu müssen, was er kochen könnte. Kleinste Abweichungen sind für ihn uneffizient und nicht tragbar. Logisches Denken und Rationalität sind seine Anker, eine andere Denkweise ist für ihn überhaupt nicht möglich. Seine einzigen Freunde sind sein Kollege Gene und dessen Frau Claudia. 
Doch jetzt hat Don sich in den Kopf gesetzt eine Ehefrau für sich zu finden. Er entwickelt einen mehrseitigen Fragebogen mit Anforderungen an die perfekte Partnerin, die es natürlich alle zu erfüllen gilt: Sie darf zum Beispiel nicht rauchen, nicht unpünktlich und keine Veganerin sein. Doch dann trifft er auf Rosie, die keine einzige Kriterie des Fragebogens erfüllt. Doch Rosie will außerdem ihren biologischen Vater finden und wer könnte ihr da besser helfen, als Genetiker Don? So ist Don gezwungen mit Rosie Zeit zu verbringen, obwohl sie ja scheinbar völlig ungeeignet ist...


So fand ich es:

Dieses Buch wurde mir ja wirklich von allen Seiten wärmstens empfohlen. Und ich kann mich den vielen Lobeshymnen auch tatsächlich nur anschließen. Es ist sehr unterhaltsam und das Lesen hat echt großen Spaß gemacht.

Don ist ein so außergewöhnlicher Charakter, der durch seine Unfähigkeit aktiv und vor allem ganz normal am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, für sehr viel Situationskomik sorgt. Seine nüchterne und rationale Art bietet viel Angriffsfläche für lustige Szenen und gut platzieren, trockenen Humor bei dem ich mehrmals hatte schmunzeln müssen. Ich fand es echt super, wie sehr sich der Autor mit der Figur des Don Tillman auseinander gesetzt hat und was für einen genialen Charakter er letztendlich daraus hat entstehen lassen. Man schwankt als Leser ständig zwischen dem Gefühl Don an die Hand nehmen zu wollen und staunend über ihn den Kopf zu schütteln. Denn so unbeholfen er auch manchmal wirkt, so intelligent ist er auch gleichzeitig.

Es hat mich sehr berührt, wie Don einen inneren Kampf mit sich austrägt und sich im Laufe der Geschichte immer weiter entwickelt um seiner chaotischen aber durchaus liebenswerten Rosie zu gefallen. Auch wenn das zu Beginn noch sehr unterschwellig geschieht, kann man doch schon gleich erahnen, in welche Richtung es gehen wird. Trotzdem wird es einem als Leser niemals langweilig. Ständig passieren irgendwelche witzigen Sachen. Gerade als Rosie und Don das Vaterprojekt starten um Rosies biologischen Vater zu finden, und was sie alles auf sich nehmen um an die DNA zu kommen, fand ich sehr unterhaltsam und auf charmante Weise skurril. Außerdem hat das auch noch für ein bisschen Spannung gesorgt, da man mit Rosie zusammen wissen will, wer denn nun ihr Vater ist.

Die Annährung zwischen ihr und Don fand ich wirklich zuckersüß und ganz rührend. Ein bisschen Romantik zum gerührt aufseufzen gab es allemal, trotz, oder gerade wegen, Dons ungewöhnlichem Charakter. Diese Liebesgeschichte fand ich echt sehr schön und wer mich schon länger verfolgt weiß, dass ich da gerne mal überkritisch bin. Aber nein, das hat mir wirklich von vorne bis hinten sehr gut gefallen. Der Schreibstil des Autors trägt sein Übriges dazu bei und ist sehr stimmig auf den Charakter des Don angepasst, mit Fachausdrücken hier und da und ein wenig mechanisch, um gerade dessen Gedankewelt sehr eindrucksvoll darstellen zu können. Aber dennoch flüssig und gut verständlich, eine perfekte Mischung also, die alles miteinander in Einklang bringt.


Mein Fazit:

Ich kann eigentlich nichts negatives über dieses Buch sagen, trotzdem ziehe ich eine halbe Eule ab, das ist aber mehr einem persönlichen Gefühl während des Lesens geschuldet und nicht der Geschichte selbst. Ich kann das Buch eigentlich vorbehaltlos empfehlen, gerade wegen des fantastischen Protagonisten sollte man dieses Buch einfach lesen. Es ist so witzig und gleichzeitig so rührend schön.
Aufgrund der vielen negativen Meinungen und weil ich mir diesen Band nicht verderben möchte, werde ich den Folgeband allerdings nicht mehr lesen.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 5/5
  • Story: 4,5/5
  • Charaktere: 5/5
  • Atmosphäre: 4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von: 


Sonntag, 29. März 2015

~Eule rezensiert~ Flammen über Arcadion von Bernd Perplies

Titel: Flammen über Arcadion
Band 1 von 3
Autor: Bernd Perplies
Genre: Dystopie
Seiten: 528
Preise: 19,99€ HC | 18,99€ Amazon Kindle
Verlag: LYX








Darum geht es:

Die 17-jährige Carya lebt in Arcadion, dem einstigen Rom. Vor Jahren wurde die Stadt und alles drum herum in einem Krieg zerstört. Im stark bewachten und von Mauern umgebenen Arcadion selbst, wurde ein neues Machtgefüge etabliert: Der Lux Dei. Inquisitoren und schwarze Templer regieren durch Aberglaube und Religion. Außerhalb der Stadt leben Invitros - künstliche erschaffene Menschen - und Mutanten, die durch gefährliche Strahlung krank und entstellt zurück gelassen wurden. Carya wächst wie jeder andere Bürger Arcadions in dem Glauben auf, dass Invitros und Mutanten böse und unnatürlich sind bzw. von Gott nicht gewollt sein können. Sie ist eine brave Bürgerin, die regelmäßig zur Templerjugend geht und sich nie etwas zu Schulden kommen ließ. Doch als ihre beste Freundin Rajael sie bittet ihr und ihrem Freund zu helfen, der wie sich herausstellt ein Invitro und ein Gefangener des Ordens ist, begibt sie sich mit ihr in den Tribunalpalast und wird Zeugin von den grausamen Foltermethoden des Lux Dei. In einer Kurzschlussreaktion schnappt sie sich den Revolver, den ihre Freundin mit hinein geschmuggelt hat, und schießt auf die Inquisitoren. Plötzlich ist ihr geregeltes Leben auf den Kopf gestellt. Carya muss fliehen und bekommt dabei unerwartet Hilfe vom jungen Templer Jonan und einer kleinen Gruppe von Wiederständlern.


So fand ich es:

Und wieder ein Buch, das mir von der lieben Lyrica empfohlen wurde. Sie war ja ganz begeistert davon und hat mich mit ihrer positiven Rezension sofort angesteckt. Zu 100 Prozent kann ich mich ihrer Meinung zwar nicht anschließen, aber dennoch ist dieses Buch sehr spannend zu lesen und hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert. 

Sehr gut gefallen hat mir auf jeden Fall das Setting. Ich habe bisher noch nicht viele Bücher gelesen, die in Italien spielen und auch wenn es hier um ein zerstörtes Rom geht, das nun Arcadion heißt, gibt es doch viele Dinge, die man wieder erkennt wie z.B. die Engelsburg oder auch den Templerorden verbindet man ja mit Rom bzw. Vatikanstadt. Die Templer und das religiöse Gefüge dann in einer postapokalyptischen Stadt wie Arcadion wieder aufleben zu lassen fand ich sehr gut durchdacht und interessant. Menschen klammern sich in Notsituationen eben an solche Einrichtungen wie den Lux Dei, der dadurch natürlich viel freie Hand bekommt und sein fragwürdiges Werk verrichten kann.

Das Buch beginnt mit einer Unterrichtsstunde von Carya. Da lernen wir sie und auch den Glauben, der die Stadt beherrscht, erstmals kennen. Das fand ich als Einstieg wirklich sehr passend und hat mich als Leser gleich in diese Welt mit hinein genommen. Wir begleiten sie anschließend auch mit zur Templerjugend und auch zu einem Treffen mit ihrer besten Freundin Rajael, die im Gegensatz zu der sehr besonnenen und auf die Regeln achtenden Carya, sofort ein wenig wilder und rebellischer erscheint. Da kann man die kommenenden Probleme schon sehr gut erahnen. Und die schlagen dann ja auch ein wie eine Bombe. Als Carya und Rajael dem gefangenen Freund helfen wollen überschlagen sich die Ereignisse und Carya entwickelt sich von der lieben, stillen Maus plötzlich zu einer knallharten Gangsterbraut. Auch wenn der Autor immer wieder versucht hat ihr Handeln zu rechtfertigen und Erklärungen zu liefern, fand ich diesen plötzlichen Sprung den sie macht echt zu krass und dadurch sehr unglaubwürdig. Da flutschte sie mir irgendwie aus den Fingern und sie war als Charakter einfach nicht mehr greifbar für mich.

Die übrigen Charaktere, wie zum Beispiel den Templer Jonan oder auch den Straßenjungen Pitlit, der ihnen später hilft aus der Stadt zu fliehen, haben mir ganz gut gefallen. (Wobei ich Pitlit von allen wirklich am Meisten ins Herz geschlossen habe. Der Kleine ist echt goldig.) Auch wenn ich hier ebenfalls keinen richtigen Bezug zu ihnen herstellen konnte, denn wie Carya auch, blieben sie irgendwie ungreifbar und ein wenig oberflächlich. Aber sie waren dafür deutlich mehr in ihren Rollen gefestigt. 

Was mir noch negativ aufgefallen ist, und worüber ich mich echt geärgert habe ist, dass die Hauptcharaktere seltsame Namen bekommen haben. Wir wissen ja, die Geschichte spielt in einem zerstörten Teil Italiens. Jeder andere Nebencharakter hat auch einen Italienischen Namen, einschließlich Caryas Eltern (Eduardo und Andetta). Warum zum Henker muss man den Hauptprotagonisten amerikanische bzw. englische Namen geben? Jonan? Carya? Pitlit? Was soll das? Warum nicht auch italienische Namen? Das trifft bei mir ja auf völliges Unverständnis... Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.

Oberflächlich blieb für mich auch die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Carya und Jonan. Irgendwie schafft der Autor es nicht ausreichend Emotionen zu transportieren und den Leser damit zu fesseln. Von der Story her war das allerdings kein Problem. Die war von vorne bis hinten spannend, voller Wendungen und jeder Menge hollywoodreifer Action. Das wird noch unterstrichen von dem sehr dynamischen Schreibstil des Autors, der gut ins Detail geht, aber den Leser auch nicht mit Informationen überlädt. So bekommt das Buch auch ein bisschen Kino-Feeling, als würde man sich gerade einen Film anschauen und kein Buch lesen.


Mein Fazit:

Von der Grundidee echt mal was erfrischendes im Bereich Dystopie, die Politik, Religion und der Aufbau Arcadions haben mir sehr gut gefallen. So auch die spannende Story und der tragende Schreibstil. Allein mit den Charakteren hatte ich so meine Probleme, da sie in meinen Augen nicht genug Tiefe hatten und mich nicht berühren konnten. Das hat das Buch für mich doch leider ein kleines bisschen abgewertet. Dennoch werde ich den zweiten Band noch lesen, denn das Ende lässt noch ein paar Fragen unbeantwortet.


Meine Bewertung: 
  • (Cover: 5/5)
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 2,5/5
  • Atmosphäre: 4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von: 






 

Dienstag, 24. März 2015

Gemeinsam Lesen #25

http://blog4aleshanee.blogspot.de/2015/03/gemeinsam-lesen-31.html#more

Hallo ihr Lieben,

heute gibt's das gemeinsame Lesen wieder bei Weltenwanderer. Viel Spaß!


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese 'Das Rosie-Projekt' von Graeme Simsion und bin auf Seite 87 von 352.
(Mehr Infos zum Buch: Amazon)


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Ich habe sie als Wildcard in den Topf geworfen", erklärte Gene, als ich ihn am nächsten Tag aus einem nicht im Terminkalender eingetragenen Nickerchen weckte, das er unter seinem Schreibtisch hielt.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Von diesem Buch habe ich so viel Gutes gehört, von allen Seiten sind Empfehlungen auf mich eingeprasselt. Bisher gefällt es mir auch ganz gut. Es hat durch den am Asperger-Syndrom leidenden Protagonisten so seinen ganz eigenen Charme und Witz. Don Tillman plant seine Tage minutiös durch, ist sehr rational, versteht keine Ironie, ist zwischenmenschlich eine Katastrophe und besitzt dennoch ein hohes Maß an Intelligenz. All das führt zu ungewollt urkomischen Situationen, die mich als Leserin schmunzeln lassen. Jetzt hat er gerade Rosie getroffen, die ja eigentlich so gar nicht seinem idealen Bild von einer Frau bzw. potenziellen Partnerin, entspricht. Ich bin gespannt wie sich das mit den Beiden entwickeln wird.

 
4. Welches Buch würdest du einem absoluten Lesemuffel empfehlen, um ihn davon zu überzeugen, dass Lesen einfach das absolut tollste ist? Und warum gerade dieses Buch?

Ooooh das ist schwer... Menno. Ich starre seit 10 Minuten auf mein Regal und bin völlig planlos.
Also meinen Vater habe ich ja mit 'Das Lied von Eis und Feuer' überzeugen können, aber das ist natürlich schon eine Hausnummer *lach*. Hat wahrscheinlich auch nur geklappt, weil er die Fernsehsehrie mag. Würde ich jetzt keinem totalen Lesemuffel empfehlen, weil es ja schon recht anspruchsvoll ist.
Harry Potter geht glaube ich immer. Das ist jedem ein Begriff, ist spannend und es lässt sich super lesen.
Ansonsten finde ich das relativ schwierig zu beantworten, weil da jeder anders tickt. Ich wüsste kein ultimatives Anti-Lesemuffel-Buch für jeden Geschmack... (Außer Harry Potter halt xD). 
'Seelen' von Stephenie Meyer hat mich persönlich aus einer Leseflaute geholt... Oder 'Der Kinderdieb' von Brom. Ich könnte ein paar wirklich tolle Bücher nennen, aber ich weiß nicht, ob die was für einen Lesemuffel wären... Puh...




Freitag, 20. März 2015

~Eule rezensiert~ Fangirl von Rainbow Rowell

Englischer Titel: Fangirl
Autor: Rainbow Rowell
Genre: Contemporary/Jugendbuch
Seiten: 459
Preise: 13,80€ HC | 10,20€ TB | 5,59€ Amazon Kindle
Verlag: McMillan Children's Books








Englischer Klappentext:

Cath and Wren are identical twins, and until recently they did absolutely everything together. Now they're off to university and Wren's decided she doesn't want to be one half of a pair any more - she wants to dance, meet boys, go to parties and let loose. It's not so easy for Cath. She's horribly shy and has always buried herself in the fan fiction she writes, where she always knows exactly what to say and can write a romance far more intense than anything she's experienced in real life.Without Wren Cath is completely on her own and totally outside her comfort zone. She's got a surly room-mate with a charming, always-around boyfriend, a fiction-writing professor who thinks fan fiction is the end of the civilized world, a handsome classmate who only wants to talk about words... And she can't stop worrying about her dad, who's loving and fragile and has never really been alone. Now Cath has to decide whether she's ready to open her heart to new people and new experiences, and she's realizing that there's more to learn about love than she ever thought possible... (Quelle: Amazon)


Darum geht es:

Cath und Wren sind Zwillinge, beide 18 Jahre und bereit aufs College zu gehen. Bisher haben sie alles gemeinsam gemacht und sich auch die Liebe zu ihrem Fandom Simon Snow, und das damit verbundene Schreiben von Fanfictions, geteilt. Doch seit sie aufs College gehen und auf dem Campus leben, hat sich etwas zwischen ihnen verändert. Wren interessiert sich plötzlich nur noch für Parties und Jungs, während für Cath der Gedanke auf eine Party und unter Menschen zu gehen beinahe unerträglich ist. Sie flüchtet sich lieber weiter in die Welt von Simon Snow und kapselt sich so von ihrer Außenwelt, und auch von ihrer Schwester, ab. Doch dann kommt Levi, der Freund ihrer Mitbewohnerin, in ihr Leben und zeigt ernsthaft Interesse an ihr. Cath ist verwirrt und mag ihre Comfort-Zone nicht verlassen. Doch die Umstände treiben sie schon bald dazu und sie ist gezwungen sich ihrer Umwelt zu öffnen.


So fand ich es:

Das Buch ist so, so, so toll. Jetzt schon eines meiner Jahreshighlights würde ich sagen. Ich habe so herrlich in Kindheitserinnerungen schwelgen können beim Lesen und Cath ist als Protagonistin so wundervoll und authentisch. 

Ja, auch ich war einmal ein echtes Fangirl. Als der Hype um Harry Potter damals losging haben meine besten Freundin und ich jeden Tag nach der Schule obsessiv vorm PC gesessen und Fanfictions gelesen. Und natürlich auch versucht selber was zu schreiben. Deswegen konnte ich die Fanliebe von Cath zu Simon Snow (was sehr ähnlich zu Potter ist) auch voll und ganz nachvollziehen.

Cath habe ich unglaulich schnell ins Herz geschlossen. Nicht nur der Fakt, dass sie für ihr Fandom lebt, sondern auch ein wenig zurückgezogen und schüchtern ist, voller kleiner Marotten und Ängste, hat sie mir unheimlich sympathisch gemacht. Ich habe mich selbst (bzw. mein jüngeres Selbst) in ihr wiederfinden können und das macht einen Protagonisten für mich sehr wertvoll. Auch die übrigen Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet. Caths Mitbewohnerin Reagan und deren Freund Levi fand ich auch auf anhieb sehr nett und witzig. Allein mit Wren, Caths Zwilligsschwester, konnte ich nicht so richtig warm werden. Ich habe mich dann doch wohl zu sehr auf Caths Seite geschlagen. Sie lässt sich nicht beirren und bleibt ihrer Linie und ihrer Liebe zu Simon Snow treu, ganz egal was um sie herum geschieht. Das mochte ich wahnsinnig gerne an ihr, dass sie sich nicht hat mitreißen lassen um mit dem Rest des Campus Party zu machen.

Der Schreibstil ist genauso wunderschön wie die Charaktergestaltung. Sehr detailreich und in die Tiefe gehend aber dennoch locker und leicht, in gut verständlichem Englisch bei dem ich keine Probleme hatte zu folgen. Super fand ich, dass die Autorin nicht nur die Geschichte um Cath erzählt, sondern jedes Kapitel auch mit einem kleinen Auszug aus den Simon Snow Büchern oder einer von Cath und Wrens Fanfictions enden lässt. So bekam man als Leser auch noch einen guten Eindruck, womit sich die liebe Cath da die ganze Zeit beschäftigt. 

Die Romanze zwischen Cath und Levi ist unheimlich süß, unaufdringlich und braucht ihre Zeit um sich zu entwickeln, was mir persönlich immer am besten gefällt. Sie kommt leise und gefühlvoll daher ohne dem Leser ständig penetrant vor Augen gehalten zu werden. Die Autorin findet immer Zeit, sich auch um andere Dinge zu kümmern, denn Cath hat mit diversen Problemen zu hadern, sowohl was ihren Unterricht angeht als auch Probleme familiärer Natur, die ebenso große Aufmerksamkeit erfordern. Da wurde ein schönes Gleichgewicht gefunden, was die Story sehr ausgewogen und interessant macht, trotz der ruhigen Töne, die angeschlagen werden. 


Mein Fazit:

Ihr merkt schon: Ich kann nur Gutes über dieses Buch berichten. Mir hat es von vorne bis hinten unglaublich gut gefallen. Eine schöne Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste Liebe verpackt in einen tollen Schreibstil und bereichert mit liebenswürdigen Charakteren. Ganz klare Empfehlung von mir.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4,5/5)
  • Schreibstil: 5/5
  • Story: 5/5
  • Charaktere: 5/5
  • Atmosphäre: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:
 



Donnerstag, 19. März 2015

~Eule rezensiert~ Der erste Schamane - Bärenherz von Anna Fricke

Titel: Der erste Schamane - Bärenherz
Band 1 von ???
Autor: Anna Fricke
Genre: Fantasy
Seiten: 505
Preise: 4,49€ Amazon Kindle
Verlag: -







Darum geht es:

In einer Welt in der Menschen vor langer Zeit einen Krieg über die Orcs gewannen, lebt der Halborc Varoxian. Die Menschen sind die herrschende Rasse, Orcs nur verdummte Sklaven, die im dreckigen Ghetto vor der Stadt leben. Varoxian, halb Mensch, halb Orc - entstanden aus einer Vergewaltigung - lebt in eben diesem Ghetto. Doch die anderen Orcs meiden ihn, denn er sieht nicht nur anders aus, er ist auch intelligenter als der Rest. Auch die Menschen begegnen ihm mit Verachtung, halten sie ihn doch für einen Orc, noch dazu für einen verkrüppelten wegen seiner zierlicheren Statur. Als Drachen die Stadt angreifen und die volle Aufmerksamkeit der Wachen fordern, nutzt er seine Chance zur Flucht und landet bei einem alten, blinden Magier im Wald, der Varoxian als Lehrling unter seine Fittiche nimmt. In Varoxian reift der Entschluss, dass er das versklavte Volk der Orcs befreien will, da muss nur noch ein Plan her...
Doch zeitgleich wird Nilaya, die Tochter des Kommandanten der Jägergilde und seine potenzielle Nachfolgerin für den Posten, auf den entlaufenen Orc Varoxian angesetzt. Ihr langjähriger Hass auf die Orcs beflügelt sie dabei und sie nimmt die Verfolgung auf.
 

So fand ich es:

Dieses Buch war ein absoluter Spontankauf und ich habe ihn auch nicht bereut. Schon immer mochte ich Geschichten in denen Orcs die Hauptrolle spielen und habe mich gefreut in dieser hier wieder etwas derartiges gefunden zu haben.

Die Geschichte beginnt damit, dass Nilayas Ziehvater, der Kommandant der Jägergilde, ihr als kleines Mädchen die Geschichte des Krieges zwischen Orcs und Menschen vorliest. Das fand ich als Einstieg wirklich super, weil man da schon einen guten Überblick über die Welt und ihre Geschichte bekommt, in der man sich als Leser den Rest des Buches über bewegt. Dann switcht die Perspektive hin zu Varoxians Mutter bzw. zu Varoxians äußerst brutaler Zeugung. Gleich zu Anfang so heftig zu beginnen hat mich ziemlich schockiert und ich habe echt befürchtet, dass es das ganze Buch über so schrecklich weiter geht. Aber da kann ich euch beruhigen, wenn man das überwunden hat, geht es wieder und die Geschichte pendelt sich auf einem ruhigeren Level ein. 

Hauptprotagonist ist auch eindeutig Halborc Varoxian und nicht wie der Klappentext auf Amazon und Co. vermuten lässt die Menschenfrau Nilaya. Die hat nur sehr kurze Sequenzen und wird erst zum Ende des Buches hin präsenter. Wir verfolgen also Varoxian auf seinem Werdegang und bekommen seine innerliche Zerrissenheit sehr gut zu spüren. Keiner Rasse wirklich angehörig, steht er völlig allein und als Außenseiter da. Nur seine Mutter hält zu ihm und der Bibliothekar Carlo, dessen Sklave er ist, aber ziemlich gut von ihm behandelt wird und sogar lesen und schreiben bei ihm lernt. Etwas sehr außergewöhnliches für einen Orc, die bekanntermaßen nur ein rohes, und recht schlichtes Gemüt haben. 

Varoxian war mir unheimlich sympathisch, man leidet mit ihm mit und möchte ihn gerne an die Hand nehmen und ihm Mut machen. Es ist schön zu sehen, dass er dann später beim Magier Kaybean beginnt seinen eigenen Weg, einen sehr spirituellen Weg, zu gehen, bishin zur Ausbildung zum Schamanen. Auch alle anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, sie sind sehr authentisch gezeichnet. Allein mit Nilaya hatte ich so meine Probleme, aufgrund ihrer Vorurteile. Doch ich habe noch Hoffnung für sie.

Die Story an sich war auch sehr schön zu verfolgen, allerdings ab einem gewissen Punkt sehr ruhig und durch Varoxians Selbstfindungstrip etwas in die Länge gezogen. Story und auch Schreibstil kommen manchmal noch etwas unausgereift rüber, wobei sich das Buch jetzt nicht schlecht lesen lässt oder so. Ich finde nichts destotrotz, dass ich eine sehr schöne Fantasy Geschichte gelesen habe, mit einer wunderbaren und wichtigen Botschaft darin.


Mein Fazit:

Ein richtig schöner Fantasyschmöker der mir im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen hat. Was Schreibstil und Story angeht ist noch ein kleines bisschen Luft nach oben, aber vielleicht schafft die Autorin ja, sich in den Folgebänden noch zu steigern. Ich werde die Geschichte auf jeden Fall weiter verfolgen, denn jetzt möchte ich auch wissen, wie es weiter geht.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 3/5 )
  • Schreibstil: 3,5/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 4,5/5
  • Atmosphäre: 4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




Dienstag, 17. März 2015

Gemeinsam Lesen #24

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/2015/03/gemeinsam-lesen-104.html#comment-form


Guten Tag ihr LeseEulen,

es ist wieder Zeit fürs gemeinsame Lesen am Dienstag, diesmal wieder bei Schlunzen-Bücher. Viel Spaß euch allen.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese Flammen über Arcadion (Band 1 einer Trilogie) und bin bei 8% des Ebooks, ca. Seite 42 von 528.
(Klick hier für mehr Info: Amazon)


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
 

"Zwei Tage später hatte Caryas Mutter am Mittagstisch Trauriges zu verkünden: 'Wusstet ihr, dass die Garibaldis beide gestern Nacht gestorben sind?' "

 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Und schon wieder fange ich ein Buch gerade erst an, weil ich am Wochenende eins ausgelesen habe. Ich lese zwar auch immer noch an Fangirl, da ich für englische Bücher länger brauche und nicht so viel am Stück lesen kann, weils ja auch etwas mehr Aufmerksamkeit erfordert. Aber ich wollte es euch diese Woche nicht noch mal präsentieren, das wäre ja langweilig. Stattdessen habe ich also noch mit dem Auftakt dieser dystopischen Trilogie begonnen, die mir von der lieben Lyrica von Wortszenerie wärmsten ans Herz gelegt wurde. Ich bin gespannt was mich erwartet, da ich erst die ersten 4 Kapitel gelesen habe, kann ich ja leider noch nichts dazu sagen... Aber vom Schreibstil und dem ersten Eindruck der Charaktere bin ich schon überzeugt, dass es gut werden kann. Ich hoffe sehr, mein Timing ist nächste Woche besser ;).


4. Was ist euer liebster Leseplatz? Zeigt uns auch gerne ein Foto!




Sehr schöne Aufgabe!
Mein liebster Leseplatz ist ganz klar das Bett :). Ich lese zwar auch gerne und oft auf der Couch im Wohnzimmer, aber so richtig mit Ruhe in ein Buch abtauchen kann ich am allerbesten eingekuschelt im Bettchen ;). Das ist einfach meine Oase in der mich keiner stört und wo ich dem Alltag am besten entfliehen kann. Führt aber auch leider manchmal dazu, dass ich über meiner Lektüre einschlafe und mich am nächsten Morgen ärgere, dass ich wieder nicht viel geschafft habe xD. Trotzdem war, ist und bleibt es ein toller Leseplatz für mich ^^.







Sonntag, 15. März 2015

~Eule rezensiert~ Die 5. Welle von Rick Yancey

Titel: Die 5. Welle
Englischer Titel: The Fifth Wave
Band 1 von 3
Autor: Rick Yancey
Genre: Science-Fiction
Seiten: 480
Preise: 16,99€ HC | 13,99€ Amazon Kindle
Verlag: Goldmann 





"Wie befreit man die Erde von den Menschen? Indem man die Menschen von ihrer Menschlichkeit befreit." (Pos. 238)



Darum geht es:

Die Erde wurde bisher von 4 Wellen heimgesucht. Erst fiel der Strom aus, dann kam die Zerstörung, daraufhin ein tödliches Virus, das die Weltbevölkerung zum Großteil komplett ausgelöscht hat. Jetzt schleichen die Silencer herum, die Jagd auf die wenigen Überlebenden machen. Alles auf Befehl einer außerirdischen Rasse, die die Erde bedroht. Doch wer sind die 'Anderen' und was haben sie vor?
Cassie Sullivan hat ihre Familie verloren, die Eltern beide tot, ihr kleiner Bruder von fragwürdigen Soldaten auf einen Stützpunkt verschleppt. Sie hat ihrem Bruder ein Versprechen gegeben: Sie will ihn um jeden Preis wiederfinden. Doch ein Silencer ist ihr auf den Fersen und lässt ihr keine Ruhe. 
Zeitgleich werden auf dem Stützpunkt Haven Kinder zu Soldaten ausgebildet, so auch Ben Parish, der Cassies kleinen Bruder unter seine Fittiche nimmt. Doch irgendetwas stimmt nicht mit dem Stützpunkt und Ben beginnt langsam dahinter zu kommen. Was hat es mit der 5. Welle auf sich?


So fand ich es:

Ich hatte mich im Vorfeld ja wahnsinnig auf das Buch gefreut und die ersten 100 Seiten waren auch wirklich sehr vielversprechend. Leider konnte das Buch diesen guten Eindruck nicht durchweg halten.

Das ist in erster Linie dem Schreibstil geschuldet. Nicht das er nicht gut wäre. Er ist gut. Allerdings auch sehr konfus. Ihr merkt schon, es fällt mir schwer, das zu beschreiben. Erzählt wird die Geschichte aus 3 Perspektiven, wobei Cassie und Ben den Hauptteil einnehmen und Cassies Bruder Sam nur eine kleine Rolle spielt. Da kann man ja eigentlich gut mit umgehen. Aber der Autor wechselt nicht nur die Perspektive der Charaktere sondern auch die Erzählperspektive. Für Cassies Parts benutzt er die Ich-Perspektive. Für Ben und Sam den auktorialen Erzähler... Und dann beginnen die Abschnitte auch noch immer so nichtssagend, dass man sich erst mal orientieren muss, wo man sich gerade befindet und bei welchem Protagonisten. Also ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber mich hat das im Lesefluss total gehindert und ich kam mehr als ein mal ins Stocken. Deshalb habe ich auch viel länger für das Buch gebraucht als geplant, weil das irgendwie anstrengend war. Aber wenn man dann drin war in dem Abschnitt war es auch okay und es ließ sich gut lesen. Also der Schreibstil und ich haben das Buch über eine kleine Hassliebe entwickelt würde ich sagen. 

Die Story fing, wie bereits gesagt, super an. Es ging los mit Cassie und ich hatte auch irgendwie die Erwartung es würde das ganze Buch über um sie und ihren Überlebenskampf gehen, dem war dann aber ja nicht so. Jedenfalls hat mir der Anfang super gefallen und ich fand es sehr spannend wie Cassie erzählt, was seit der Ankunft des Alien-Mutterschiffs alles passiert ist. Die gesamte Stimmung des Buches war natürlich ernst und trist, allerdings passte das auch hervorragend. Die Atmosphäre die der Autor erschafft, ist sehr greifbar und vergleichbar mit einer Mischung aus 'The Walking Dead', 'Krieg der Welten' und 'Falling Skies', das hat mir super gut gefallen. 
Aber dann brach die Geschichte in der Mitte irgendwie ein. Nicht das Ben Parish langweilig wäre. Das Thema Kindersoldaten ist schwere Kost und ich fands echt hart teilweise wie die dort in dem Stützpunkt gedrillt wurden und da 7-jährige mit Sturmgewehren rumliefen. Aber bis auf diese Tatsache kam die Geschichte nicht so richtig aus dem Quark. Oder ich war einfach zu verwirrt von dem ganzen Hin und Her der Perspektiven... Zum Ende hin hat es sich allerdings wieder gesteigert und die letzten Seiten habe ich sehr gespannt verfolgt. 

Die Charaktere sind für Jugendliche echt eine Spur zu hart geraten, aber wie sonst sollten sie dieses Szenario überleben? So richtig warm bin ich deshalb mit keinem geworden, wenngleich ich ihr Schicksal mit Interesse verfolgt habe. Sie bleiben ein bisschen ungreifbar für mich.


Mein Fazit:

Ich finde das Buch schwierig zu bewerten. Eigentlich hat es mir gefallen und ich möchte es auch gut bewerten, aber irgendwie kann ich es nicht, weil mir ein paar Dinge sauer aufgestoßen sind. Das der Autor da Harakiri mit dem Schreibstil macht, war jetzt für mich persönlich nicht so der Bringer. Von der Story und der Spannung her, war es aber wirklich gut. Allein die Länge im Mittelteil war etwas schleppend. Dennoch würde ich schon eine, wenn auch zögerliche, Empfehlung aussprechen. Ich bin gespannt, was im 2. Band passiert und ob sich das Buch noch steigern kann.



Meine Bewertung:
  • (Cover: 4/5 )
  • Schreibstil: 3/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 3,5/5
  • Atmosphäre:4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:



Samstag, 14. März 2015

~Eulenpost~ Neuzugänge im März 2015


Hallöchen ihr Lieben,

ja ja ich weiß. Keine neuen Bücher kaufen, weil SuB viiiiel zu hoch und so... Ich weiß es doch! Und jetzt kommt das dicke ABER xD.
Keine Ahnung was mit mir los war... Hormone, Freude über den Sonnenschein, Ersatzhandlung weil die die Diät nervt... Was auch immer der Grund dafür ist, dass 15 Bücher und 3 Ebooks bei mir eingezogen sind, ist jetzt auch egal, denn die Bücher sind hier und ich werde sie garaniert nicht zurück bringen xD.
Vielleicht sollte ich mir die Geschichte mit dem SuB-Abbau ganz von der Backe kratzen. Wenn ich eh dauernd so getrieben bin von meinen Launen... Macht nicht viel Sinn dann. Allein wenn ich mir den Stapel schon wieder ansehe sprudeln die Glückshormone fröhlich drauf los. Und irgendwie ist es doch auch schön, wenn ich euch einmal im Monat neue Schätze präsentieren kann, oder?
Wenn ihr jetzt denkt, sie versucht sich den SuB nur schön zu reden: Dann habt ihr natürlich recht xD.
Ich schaffe das schon noch. Irgendwie. Irgendwann. Aber es ist so verdammt schweeeer Dx...

Genug der Ausreden, lasst mich meine Freude mit euch teilen... So sieht das Ganze in seiner Gesamtheit aus:


(Die Katze hatte es heute nicht leicht mit mir, da ich sowohl ihre Matte auf dem Fensterbrett als auch ihr Schlafkissen zweckentfremdet habe. Sorry Ivy.)

Na, wollt ihr wissen was da im Einzelnen bei mir eingezogen ist? Na? Na?

Weil ihr es seid, will ich mal nicht so sein ;):


Thriller. Gleich zwei. Und auch noch beide von Zoran Drvenkar. Ich habe schon so viele von diesem Autor schwärmen hören, dass ich meine Neugierde nicht länger zurückhalten konnte und 'Sorry' und 'Du' gebraucht bei mir eingezogen sind. Ich hoffe, ich werde nicht enttäuscht, da ich ja langsam beginne die Thriller wieder so ein bisschen für mich zu entdecken.



Von Links nach Rechts:
'Der Sommer, als ich schön würde' von Jenny Han habe ich mir spontan ganz günstig bei Medimops mitgeshoppt. Mal wieder ein bisschen leichte Lektüre für zwischendurch, momentan mag ich das ganz gerne.
'Sieben Minuten nach Mitternacht' von Patrick Ness soll ein sehr faszinierendes und tiefgründiges Buch sein. Es geht um einen Jungen, der immer um Mitternacht den gleichen Alptraum hat. Was es damit auf sich hat, muss man natürlich selber lesen ;). Aber das Buch wurde mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, schlecht kann es eigentlich nicht sein. Mal schauen wie ich es finden werde.
Bei 'Liebe verletzt' von Rebecca Donovan muss ich gestehen, dass ich da ein bisschen vom Cover angezogen wurde. Ich find das mit den Kastanien darauf irgendwie witzig ;). Es soll ein Romantik-Thriller sein. Bisher weiß ich nicht, was ich mir darunter vorstellen kann. Vielleicht sowas ähnliches wie Dark Village? Ich bin gespannt.
'Ich warte auf dich, jeden Tag' von Clarissa Linden war ein absoluter Spontankauf in meiner Lieblingsbuchhandlung. Es geht um Erin, die Liebesbriefe bei ihrem Großvater findet, unterzeichnet von einer Lily. Sie kann es nicht wirklich glauben, weil sie ihren Opa immer nur als kalten, unnahbaren Menschen gekannt hat. Erin begibt sich auf die Suche nach dieser Lily und möchte das Geheimnis um sie und ihren Opa ergründen.



Weiter geht es mit 'Kirschblütentage' von Nancy Salchow, darüber gab es letztens ein Gewinnspiel bei Weltenwanderer, das ich leider nicht gewonnen habe... Aber dafür ist das Buch mit der letzten Medimops Bestellung günstig bei mir eingezogen :). Eine Familiengeschichte über Eltern, die sich nur streiten und Kindern die mitten in der Pubertät stecken. Plötzlich finden sie im Haus überall Gegenstände, die fröhliche, gemeinsame Erinnerungen wecken. Klingt wunderschön, wie ich finde.
Dann haben wir einen Roman mit leicht historischen Zügen: 'Julia' von Anne Fortier. Wie der Titel schon sagt, geht es darin um die wahre Geschichte der Julia (von Romeo und Julia, falls es noch nicht klick gemacht hat ;).
Das dritte Buch im Bunde ist 'Draußen wartet die Welt' von Nancy Grossman. Darin geht es um ein Mädchen, das bei den Amisch aufgewachsen ist und die jetzt für ein Jahr in der Welt außerhalb der Gemeinde verbringen darf. Dann muss sie sich entscheiden: Zurückkehren zu ihren Leuten und weiter leben wie vor 100 Jahren oder ein Leben in der modernen Welt.



Dann haben wir hier noch 'Die Zeitwanderer' von Stephen R. Lawhead. Darin geht es um, wer hätte es gedacht, Zeitreisen. Aber auch um mystische Orte und Ley-Linien. Mich fasziniert sowas ja sehr und ich bin schon gespannt auf das Buch.
'Queen of Clouds - Die Wolkentürme' von Susanne Gerdom habe ich auch ganz ungeplant aus der Buchhandlung mitgenommen. Eigentlich wollte ich nicht. Aber kennt ihr das, wenn ein Buch euch quasi aus dem Regal heraus anschreit und ihr den Laden einfach nicht verlassen könnt, ohne es mitzunehmen? Ich bin mir nichtmal sicher, worum es darin geht. Ich habe es vor kurzem mal auf einem anderen Blog gesehen (bestimmt wieder Weltenwanderer ;) und ich weiß nur noch, dass ich mir gedacht habe, dass es sich interessant anhört. Mehr habe ich mir nicht gemerkt. Reicht doch, oder? xD Ich bin nicht mal sicher, ob das eine Dystopie ist oder was historisches. Schlagt mich bitte nicht xD. Ich glaube aber ersteres.
Uuuund endlich: 'Mythos Academy 1 - Frostkuss' von Jennifer Estep. Lange schon wollte ich es versuchen mit diesem Buch, endlich habe ich es. Ich glaube, dazu muss ich nicht mehr viel sagen, das wird jedem ein Begriff sein ^^. Bin gespannt, wie es mir letztendlich gefallen wird.



Gleich haben wir es geschafft :). Jetzt kommen Bücher bei denen ich sehr skeptisch war (und auch immer noch bin teilweise), die ich aber einfach nicht länger unbeachtet lassen möchte. Ich habe echt ständig Angst, dass mir was tolles entgeht xD. Sind auch alles Bücher, die schon oft in aller Munde waren, deshalb werdet ihr sie bestimmt auch kennen.
'Tiger's Curse' von Colleen Houck: Da bin ich auch schon ewig drum herum geschlichen. Ich habe es mir jetzt als gebrauchte englische Ausgabe geleistet. Im deutschen heißt das ja glaube ich 'Der Kuss des Tigers' oder so. Na mal sehen. Ich hoffe, es wird mich positiv überraschen.
Für 'Gebannt - Unter fremdem Himmel' von Veronica Rossi gilt ungefähr das gleiche. Eine Dystopie, bei der ich auch lange überlegen musste. Aber das Cover allein hat ja schon Überredungskraft, oder? Ich finds chic. Ob mich die Story auch so begeistern kann, werde ich dann herausfinden müssen.
'Gelöscht' von Terri Terry soll ja auch eine richtig gute Dystopie sein. Trotzdem war ich immer ein wenig zurückhaltend bei dem Buch. Es gibt derzeit eben so viele Dystopien und auch richtig gute auf dem Markt. Ich werde mich wie so oft überraschen lassen :).


Last but nor Least haben wir dann noch die erwähnten Ebooks:

   

'Der erste Schamane - Bärenherz' von Anna Fricke habe ich euch bereits in meinem Want to Read März gezeigt und habe es auch gerade zu lesen begonnen. Ich bereue diesen kleinen Spontankauf absolut nicht. Das Buch geht zwar ziemlich krass los, aber mittlerweile hat es mich richtig eingefangen und die Charaktere finde ich super. Die Autorin hat eine Fantasy-Welt kreiert in der Menschen sich Orcs als Sklaven halten. Erzählt wird die Geschichte des außergewöhnlichen Orcs Varoxian, den ich mittlerweile richtig gern habe. Ich hoffe, das Buch kann mich weiterhin so begeistern.
'Die Bienen' von Laline Paull musste ich auch unbedingt haben, nachdem ich auf einem anderen Blog darüber gestolpert bin (natürlich habe ich wieder vergessen bei wem.... argh). Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht einer kleinen Arbeiterbiene und das allein finde ich schon super interessant. Ein Buch, das ich bestimmt im nächsten Monat lesen werde.
'Der große Trip Wild' von Cheryl Strayed durfte auch einfach nicht fehlen. Den Film habe ich noch nicht gesehen, zuerst möchte ich auch das Buch lesen. Aber ich bin schon sehr neugierig darauf. Ich glaube, das ist das perfekte Buch für meinen Juni-Urlaub. 



So. Geschafft. *An alle die durchgehalten haben Kaffee und Kekse verteil*
Was sagt ihr zu der Ausbeute? Super Bücher oder sind Fehlkäufe dabei in euren Augen? Habt ihr schon welche davon gelesen oder möchtet es gerne? Lasst es mich wissen :).

Ich für meinen Teil gehe jetzt auf die Couch und... Na? Genau. Ist nicht schwer zu erraten ;).
Euch ein schönes Wochenende.





Donnerstag, 12. März 2015

~Eule rezensiert~ Plötzlich Fee - Sommernacht von Julie Kagawa

Titel: Plötzlich Fee - Sommernacht
Englischer Titel: The Iron Fey 1 - The Iron King
Band 1 von 4
Autor: Julie Kagawa
Genre: Jugendfantasy
Seiten: 495
Preise: 16,99€ HC | 8,99€ TB | 7,99€ Amazon Kindle
Verlag: Heyne





Darum geht es:

Meghan wird 16 Jahre alt. Eigentlich ein freudiges Ereignis, auf das sich ein junges Mädchen wie sie freuen sollte. Doch ausgerechnet an ihrem Geburtstag passieren seltsame Dinge. Sie beginnt Schatten zu sehen die umher huschen, ein mysteriöser Reiter der sie scheinbar verfolgt und auch die Gesichter bestimmter Leute, unter anderem das Gesicht ihres besten Freundes Robbie, bekommen zeitweise seltsame Formen. Als dann auch noch ihr kleiner Halbbruder Ethan beginnt sich auffällig zu verhalten versteht Meghan die Welt nicht mehr, bis ihr bester Freund ihr eröffnet, dass er aus einem Feenreich stammt und ihr kleiner Bruder durch einen Wechselbalg ersetzt und der echte Ethan von bösen Feenwesen entführt wurde. Außerdem soll Meghan selbst zur Hälfte eine Fee sein, weshalb sie all die Dinge überhaupt wahrnimmt. Trotz dieser erschreckenden neuen Informationen will Meghan alles daran setzen, ihren geliebten Bruder zurück zu holen und begibt sich zusammen mit Robbie in das gefährliche Reich der Feen.


So fand ich es:

Ich hatte ja lange Zeit so ein paar Vorurteile diesem Buch gegenüber. Wieder ein kitschiges Pseudo-Fantasy-Buch, hoffnungslos romantisch und mit nervigen Charakteren. So habe ich es mir jedenfalls vorgestellt. Doch dann habe ich immer öfter Meinungen gehört, die in eine andere Richtung gingen und plötzlich wurde ich doch wieder neugierig und habe es mir schließlich ganz spontan mitgenommen. Ich weiß nicht, ob es diesen niedrigen Erwartungen meinerseits geschuldet ist, aber ich fand das Buch letztendlich echt toll und bin froh, dass ich doch noch danach gegriffen habe.

Natürlich ist es ein typisches Jugendbuch mit ein bisschen Kitsch und Romantik aber bei weitem nicht so viel wie ich befürchtet habe. Das Feenreich und ihre Bewohner finde ich sehr fantasievoll gestaltet und oftmals alles andere als zuckersüß, sondern im Gegenteil ziemlich hinterlistig und auch gefährlich. Protagonistin Meghan muss ein ums andere Mal um ihr Leben rennen und höllisch aufpassen was sie sagt wenn sie Vertretern dieses stolzen, gewieften Volkes gegenüber steht. Zwar gibt es auch viele Parallelen zu bereits dagewesenen Geschichten, aber okay, ich habe nichts wirklich neues erwartet, von daher will ich nicht meckern.

Die Protagonisten selbst haben mir auch gut gefallen. Meghan ist ein taffes Mädel, die mir ausnahmsweise mal wirklich nicht auf den Keks gegangen ist, was die meisten weiblichen Protas dieses Genres ja sonst meisterhaft können. Auch ihre Begleiter waren angenehm, wenn auch seltsam. Meghans Freund Robbie war jetzt für mich an manchen Stellen nicht ganz nachvollziehbar, dafür mochte ich aber Grimalkin wahnsinnig gerne. Eine sogenannte Cat Sidhe, also ein sprechender Kater, der sich unsichtbar machen kann (Ich sage nur Grinsekatze bei Alice im Wunderland). Den fand ich richtig witzig. 
Feenprinz Ash hat mir auch gut gefallen, obwohl er schon wirklich sehr die Klischees bedient. Dennoch fand ich es sehr entspannend, dass die Romanze zwischen ihm und Meghan nicht im Fordergrund steht, sondern tatsächlich das Abenteuer, das es zu bestehen gibt. Und auch, dass Meghan keine Opferrolle angenommen hat und ständig gerettet werden musste, sondern im Gegenteil auch selbst das Zepter in die Hand nimmt, hat mich erleichtert aufatmen lassen.

Der Schreibstil ist sehr süffig, fluffig leicht, gespickt mit einer fein dosierten Portion Humor. Da hat das Lesen wirklich sehr viel Spaß gemacht und die Seiten flogen nur so dahin. 


Mein Fazit:

Ein sehr schönes Jugendbuch mit tollen Fantasy-Elementen und einem mitreißenden Schreibstil, das mich bestens unterhalten hat. Es ist zwar vieles vorhersehbar und es gibt viele Details, die einem bekannt vorkommen, aber im großen und ganzen ist es eine schöne Geschichte die sich zwischendurch ganz entspannt verschlingen lässt. Ich hatte jedenfalls Spaß.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4,5/5 )
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 4/5
  • Atmosphäre: 4,5/5

Ergibt eine Gesambewertung von: 


Dienstag, 10. März 2015

Gemeinsam Lesen #23

http://blog4aleshanee.blogspot.de/2015/03/gemeinsam-lesen-29.html



Hallo ihr Lieben,

heute wird bei Weltenwanderer wieder gemeinsam gelesen. Viel Spaß euch allen :).


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Fangirl von Rainbow Rowell und bin auf Seite 49 von 459.
(Klappentext: Fangirl auf Amazon: KLICK)



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
 

Cath couldn't imagine Levi ever being gothy and dark; he had the smilingest face she'd ever seen.




3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

Mal wieder ein Buch, auf welches ich mich schon sehr gefreut habe. Leider bin ich wie so oft noch nicht sehr weit. Denn ich schaffe es irgendwie immer, am Wochenende ein Buch auszulesen (weil ich dann die meiste Zeit zum Lesen habe), so dass ich Montags ein neues beginne *lach*. Kennt ihr das?
Jedenfalls gefällt mir der Anfang schon mal ganz gut. Ich kann mich gut in die Hauptprotagonistin Cath hineinversetzen und ihre Fan-Liebe gut nachvollziehen, schließlich kenne ich das noch aus meiner Teenager-Zeit, da war ich nicht viel anders als sie. Ich glaube, das mir das Buch noch viel Spaß machen und ein paar schöne Lesestunden bescheren wird :).



4. Welcher Charakter aus deinem aktuellen Buch ist dir am sympathischsten? Was würdest du gerne mit ihm/ihr unternehmen, wenn du ihn/sie treffen könntest?

Das ist schwer, weil sie mir alle recht sympathisch sind. Cath kann ich gut nachempfinden, aber ich glaube, es kann auch schwierig werden mit ihr, da sie eher einzelgängerisch und Fremden gegenüber eher skeptisch und zurückhaltend ist. Levi finde ich sehr angenehm, auch wenn ich noch nicht viel über ihn erfahren habe und selbst Caths resolute Zimmernachbarin Reagan mag ich auf ihre Weise. Vielleicht könnte ich mir ja mal alle 3 schnappen und wir machen uns einen lustigen DVD-Abend auf der Couch lümmelnd und Pizza essend. Das könnte ich mir noch am ehesten vorstellen ;).

Donnerstag, 5. März 2015

~Eule rezensiert~ Der Chronist der Winde von Henning Mankell

Titel: Der Chronist der Winde
Autor: Henning Mankell
Genre: Zeitgenössische Literatur
Seiten: 272
Preise: 8,90€ TB | 9,99€ Amazon Kindle
Verlag: Paul Zsolnay Verlag







"Ein Pfad von dem man geträumt hat und der einen Menschen zum rechten Ziel führen soll, kann nicht in der Nähe liegen, [...] Was wichtig ist, ist immer schwer zu finden." (Seite 76)


Darum geht es:

José Antonio Maria Vaz, ein einfacher Bäcker mitten in Afrika, findet eines Tages den Straßenjungen Nelio in einem alten Theater. Angeschossen und blutend liegt er da. José beschließt den Jungen mitzunehmen und pflegt ihn auf dem Dach der Bäckerei in der er arbeitet. Während er das tut, erzählt Nelio ihm seine Geschichte. Eine Geschichte von der Vertreibung aus seinem Heimatdorf, den Verlust seiner Eltern und Geschwister, einer tagelangen Wanderung bis in die Stadt und dem anschließenden entbehrungsreichen Leben in einer Gruppe von Straßenjungen. Neun Tage hat Nelio dafür Zeit. Neun Tage bis er stirbt und in denen er um sein Leben erzählt.


Meine Meinung:

Es fällt mir absolut nicht leicht dieses besondere Buch zu rezensieren. Allein schon wegen des wirklich bedrückenden Themas, das mich mehr als ein mal hat schlucken lassen. Aber da sich zwei meiner lieben LeseEulchen eine Rezension gewünscht haben, schreibe ich trotzdem gerne eine.

Das Buch beginnt damit, dass wir José kennen lernen und seinen Arbeitsplatz, die Bäckerei. Er erzählt ein bisschen was aus seinem Leben, dem seiner exzentrischen Chefin und den politischen Umständen in seiner afrikanischen Heimat. Wobei ich mich nicht entsinnen kann, welche Region das genau sein soll. Vielleicht wurde es ja erwähnt und ich erinnere mich nur nicht... Jedenfalls braucht man für den Einstieg und bis die Geschichte so richtig los geht ein wenig Ausdauer, denn es wird erst mal viel Hintergrundwissen geliefert, ob nun wichtig oder nicht, muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Ich fands ein bisschen langweilig, auch wenn mir José durchaus sympathisch war.

Aber als der kleine Nelio dann ins Spiel kommt und beginnt seine Geschichte zu erzählen, da hat mich das Buch dann komplett für sich einnehmen können. Vieles was Nelio schildert, gerade die Vertreibung aus seinem Dorf, die Trennung von seiner Mutter, die Ermordung seiner Schwester, die er mit ansehen musste: Das war schon ganz schön brutal und ich war wirklich fassungslos was einige Menschen wirklich zu tun bereit sind, aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen und Ansichten, wo ich nicht nachvollziehen kann, welchen Sinn solche Brutalitäten haben sollen. Auch das man bereits von Anfang an weiß, dass Nelio - mit dem man als Leser wirklich mitleidet - definitiv sterben wird, macht es nicht unbedingt leichter.

Das ganze Buch über bleibt diese bedrückende Stimmung bestehen, wenn auch streckenweise nur unterschwellig. Ein wenig lockert es auf, als Nelio erzählt wie er in die Stadt kommt und sich einer Gruppe von Straßenkindern anschließt, die es faustdick hinter den Ohren haben. Aber auch hier kippt die Stimmung wieder sehr schnell und der Überlebenskampf der Kinder wird immer greifbarer für den Leser, der nur fassungslos vor dem Buch hocken kann. Die Geschichte nimmt zum Ende wieder eine sehr traurige Wendung, die mich echt fertig gemacht hat. 

Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen, man merkt schon, dass er ganz bewusst diese schwere Atmosphäre kreiert hat und das ist ihm auch wirklich sehr gut gelungen wie ich finde. Der Schreibstil ist flüssig, tiefgründig und poetisch. Er verleiht dem kleinen Nelio eine würdevolle Stimme. 


Fazit:

Kein Buch für schwache Nerven. Zeigt aber meiner Meinung nach auf sehr poetische Weise das schwere Leben der ärmeren Bevölkerung in Afrika und natürlich auch besonders das Schicksal der Straßenkinder. Die Eule die ich hier abziehe, liegt ganz allein an meinem persönlichen Gefühl während des lesens, ohne dass ich es gut in Worte fassen könnte. Es ist nicht einfach, dieses Buch zu bewerten. Wer sich gerne auch mal an harte Kost wagt und sich für das Thema bzw. für die bewegende Geschichte des kleinen Nelio interessiert, dem kann ich dieses Buch aber sehr empfehlen.




Meine Bewertung:
  • (Cover: 3/5 )
  • Schreibstil:4,5/5
  • Story:4/5
  • Charaktere:4,5/5
  • Atmosphäre:4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:






Dienstag, 3. März 2015

Gemeinsam Lesen #22

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/2015/03/gemeinsam-lesen-102.html



Hallöchen meine Eulis,

der Dienstag kommt schneller als erwartet und wir können uns auf ein erneutes gemeinsames Lesen freuen. Diesmal wieder bei Schlunzen-Bücher.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade Plötzlich Fee Sommernacht und bin auf Seite 143 von 512.



und außerdem noch



Die 5. Welle von Rick Yancey und bin dort bei 22% des Ebooks, ca. Seite 106 von 480.







(Klappentexte: Die 5. Welle auf Amazon: KLICK / Plötzlich Fee Sommernacht auf Amazon: KLICK)



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
 

Plötzlich Fee: Ich hetzte durch den Wald und versuchte so gut ich konnte, Grimalkins schattenhafter Gestalt zu folgen, während mir Äste und Blätter ins Gesicht schlugen.

Die 5. Welle: Sie liefen wie zwei Geparden auf mich zu.




3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)


Plötzlich Fee: Ich war ja bei diesem Buch anfangs etwas hin und her gerissen. Soll ich es lesen, soll ich nicht? Das mulmige Gefühl war da, weil ich befürchtete wieder nur ein klischeebehaftetes, schnulziges Jugendbuch in Händen zu halten, mit ein bisschen Pseudo-Fantasy... Aber ich bin so froh, dass sich meine leisen Befürchtungen zumindest bisher nicht bewahrheitet haben und ich bin auch froh, dass meine Neugier gesiegt hat und ich es jetzt doch endlich lese. Bis jetzt unterhält mich das Buch bestens und ich freue mich schon darauf, heute Abend weiter zu lesen.

Die 5. Welle: Auf dieses Buch war ich so unheimlich gespannt und bis jetzt gefällt es mir auch richtig gut. Was für ein düsteres Setting. Erinnert ein bisschen an 'Krieg der Welten' und von der Atmosphäre her an 'The Walking Dead' nur ohne Zombies. Ich begleite gerade die junge Cassie auf ihrem Kampf ums Überleben und sie erzählt, wie es zur Katastrophe (Weltuntergang in mehreren Phasen bzw. Wellen) gekommen ist. Ich finds sehr interessant.



4. Legt ihr die Reihenfolge der Bücher die ihr als nächstes lest schon frühzeitig fest oder entscheidet ihr immer spontan was ihr als nächstes lest wenn ihr grade ein Buch beendet habt?

Bei mir hat sich tatsächlich das Prinzip der Leseliste bewährt. Es hilft mir sehr alles im Blick zu behalten, gerade wenn ich noch an ein paar Challenges teilnehme und es spornt mich an konsequenter zu lesen. Sonst würde ich wahrscheinlich kaum etwas schaffen im Monat, wenn ich nicht dauernd die Liste vor Augen hätte, die mich ermahnt, jetzt ja nicht schludrig zu werden ;).
Natürlich kann ich nicht immer alle Bücher lesen, die ich mir vornehme, aber mir reicht es schon, einen ungefähren Richtwert zu haben. 
Eine genaue Reihenfolge halte ich dabei nicht ein. Was auf meiner Leseliste steht wird gelesen, allerdings ist mir dabei egal welches Buch davon ich als nächstes in die Hand nehme. So kann ich dann immerhin auch ein bisschen nach momentaner Stimmung und Laune entscheiden.

Wenn euch interessiert, was auf meiner Leseliste März steht, braucht ihr nur einen Post zurück zu schauen, da findet ihr sie schon ;)