Montag, 31. August 2015

~Eule rezensiert~ Pinguinwetter von Britta Sabbag





Titel: Pinguinwetter
Band 1 von 3
Autor: Britta Sabbag
Genre: Romantik/Humor
Seiten: 256
Erschienen am: 22.06.2012
Verlagslink: Bastei Lübbe






 
Nicht ganz mein Humor



Darum geht es:

Charlotte wittert ihre Chance im Job auf der Karriereleiter aufzusteigen. Doch als sie zum Personalgespräch erscheint, wird ihr statt der erhofften Beförderung die Kündigung ausgesprochen. Natürlich ist sie am Boden zerstört und verschanzt sich mit ihrem 'immer-mal-wieder-Mann' Marc in ihrer Wohnung bzw. in ihrem Bett. Doch nach der gemeinsamen Nacht, eröffnet er ihr, dass er jemanden kennen gelernt hätte, es was ernstes sei und er Charlotte nicht wiedersehen möchte. Zu allem Übel muss Charlotte dann auch noch öfter als erwartet mit ihrem äußerst lebhaften und anstrengenden Patenkind Finn Zeit verbringen, da seine Mutter und Charlottes beste Freundin Trine mit dem zweiten Kind hoch schwanger ist. Als Charlotte mit Finn im Zoo ist, begegnet ihr der sympathische Eric mit seiner kleinen Tochter. Sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen verstehen sich super, doch Charlotte lässt Eric in dem Glauben, dass sie Finns Mutter ist und verstrickt sich immer mehr in ihrem Lügengeflecht. Und dann ist da ja auch noch ihr Leben, das sie dringend wieder auf die Reihe bekommen müsste...


So fand ich es:

Von dieser Autorin und der Buchreihe habe ich im Vorfeld schon so viel Gutes gehört und ich wollte sie nun auch endlich für mich ausprobieren. Ich hatte mir eine lustig, locker leichte Sommergeschichte erhofft und im Grunde auch bekommen. Vollends überzeugen konnte mich das Buch aber leider nicht.

Den Einstieg fand ich noch ganz witzig und Charlotte war mir echt sympathisch, aber dass sie dann auf den nächsten 200 Seiten die ganze Zeit in Selbstmitleid versinkt, ihr Leben mehr oder weniger an sich vorbeiziehen lässt und für meinen Geschmack ein bisschen zu oft vollkommen betrunken ist und sich nur noch gehen lässt, hat mir dann nicht mehr so richtig gefallen wollen. Da kam einfach irgendwann der Punkt, wo ich es eben nicht mehr lustig fand und mir endliche mal eine Entwicklung in der Geschichte und bei ihr gewünscht hätte. Die kam dann erst relativ spät, so auf den letzten 50 Seiten. Bis dahin war es mir leider etwas zu eintönig und ich hatte einfach das Gefühl, es passiert nicht wirklich was und man tritt zusammen mit Charlotte so ziemlich auf der Stelle. Durch sie fühlte ich mich aber auch stark an Bridget Jones erinnert, was ich jetzt nicht negativ auslegen würde, weil ich Bridget Jones sehr mag bzw. allgemein diese 'normalen' Frauen, die einfach ein wenig chaotisch sind und nicht übermenschlich schön usw. Gerade das Charlotte nicht perfekt ist, mochte ich also sehr an ihr, aber sonst wirkte sie auf mich leider etwas zu festgefahren und kam charakterlich nicht so richtig aus dem Quark, was ich schade fand.

Sehr gemocht habe ich auch die Freundinnen von Charlotte. Mona und Trine sind immer für Charlotte da, wollen einfach nur das Beste für sie und das merkt man auch. Der kleine Finn hat mir auch ein paar Lacher entlocken können, der kleine Kerl hat es faustdick hinter den Ohren und hält seine Mitmenschen mächtig auf Trab. Die Männer blieben dafür leider etwas zu farblos, als wären sie nur schmückendes (und klischeehaftes) Beiwerk. 

Der Schreibstil von Britta Sabbag hat mir gut gefallen, das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Perfekt also für die lockere Sommer-Lektüren-Atmosphäre. Nur der Humor hat den meinen nicht so wirklich getroffen, auch wenn die Autorin bewusst humorvoll und witzig schreibt. Ich war leider nicht so ganz auf einer Wellenlänge mit ihr. Aber ein paar Schmunzler hat sie mir schon noch entlocken können. Ich hätte nur einfach noch ein bisschen mehr erwartet.


Mein Fazit:

Ganz niedlich für zwischendurch, kann man durchaus lesen und ich kann verstehen, wenn vielen Frauen dieses Buch sehr gut gefällt. Mein Humor war es einfach nicht ganz und ich fand die Charaktere entweder zu stereotyp oder farblos. Ein bisschen mehr hätte es dann doch sein dürfen für mich. Da ich die Folgebände aber schon hier habe, werde ich da aber zumindest mal reinschnuppern, ich weiß ja nun, was mich erwartet.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 3,5/5)
  • Schreibstil: 3,5/5
  • Story: 2,5/5
  • Charaktere: 2,5/5
  • Atmosphäre: 2,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:


 

Samstag, 29. August 2015

~Eule rezensiert~ Kirschroter Sommer von Carina Bartsch





Titel: Kirschroter Sommer
Band 1 von 2
Autor: Carina Bartsch
Genre: Romantik
Seiten: 511
Erschienen am: 25.01.2013
Verlagslink: rororo






 
Unterhaltsam
 


Darum geht es:

Sieben Jahre sind vergangen als Emely ihre Jugendliebe Elyas, den Bruder ihrer besten Freundin Alex, erneut trifft. Damals hat ihre Verliebtheit ein aprubtes Ende gefunden, weswegen sie nicht sonderlich gut auf Elyas zu sprechen ist. Sie redet sich sogar ein ihn zu hassen und wird nicht müde ihm ihre Abneigung auch an den Kopf zu werfen. Doch Elyas lässt sich nicht beirren und scheint ihr auf Schritt und Tritt zu folgen, ständig scheint sie ihn wie zufällig anzutreffen. Ablenkung verschafft ihr da nur der charmante und feinfühlige Email-Schreiber Luca, der ihr mit seinen süßen Nachrichten den Kopf verdreht. Sie könnte das vielleicht sogar genießen wenn Elyas ihr nicht ständig begegnen und sie ablenken würde. Was ist damals nur zwischen den Beiden passiert? Gibt es für Liebe eine zweite Chance? Und wer ist Luca?


So fand ich es:

Zuerst einmal bin ich wirklich froh, dass ich zu einer Leserunde eingeladen wurde, die dieses Buch zum Thema hatte, weil es sonst wahrscheinlich noch länger auf meinem SuB gelegen hätte. Ich hatte zwar schon öfter mal Lust auf eine lockere Liebesgeschichte aber irgendwie meide ich das Genre dann doch immer wieder. 

Ich muss zugeben, das Buch hatte auch so seine Schwächen, aber ich bin nicht vollkommen unglücklich damit es gelesen zu haben, denn letztendlich hat es mich doch ziemlich gut unterhalten können und für ein wenig Zerstreuung und um mal abzuschalten war es nahezu perfekt. Es ist eine relativ anspruchslose Liebesgeschichte á la 'Ich hasse ihn, ich hasse ihn doch nicht' aber dabei mit viel Witz und es gab durchaus auch Momente die ganz schön waren. Der Schreibstil ist ganz wunderbar süffig, locker und lässt den Leser sehr schnell durch die Seiten flitzen.

Emely als Protagonistin ist allerdings wieder reine Geschmackssache und wird mit Sicherheit bei vielen LeserInnen anecken, da sie doch ziemlich abweisend und zickig gegenüber Elyas ist und ihre Gefühle permanent verleugnet und hinter einer bissigen Maske zu verstecken versucht. Mir persönlich hat sie allerdings ziemlich gut gefallen und ich konnte über ihre Art, ihre Sprüche und Gedanken die meiste Zeit lachen und habe mich köstlich über sie amüsiert. Endlich mal eine Protagnoistin die Wiederstand leistet und dem erstbesten Typen nicht gleich schmachtend und als kleines Opfer um den Hals fällt. Sie ist zwar recht tollpatschig und bietet Elyas dadurch oft genug die Chance sie 'retten' zu müssen, was er dann auch tut, aber dass sie dann trotzdem nicht einlenkt und erstmal hinreichend zerknirscht ist, hat mir auch dieses Klischee zum Glück ein bisschen retten können.

Elyas hat mir dafür zu Anfang überhaupt nicht gefallen. Ich mochte seine aufdringliche und penetrante Art so gar nicht und fand ihn teilweise regelrecht unverschämt. Dieser Eindruck besserte sich allerdings gegen Ende immer mehr und irgendwann kam der Punkt, wo ich es sogar ganz niedlich fand, wie sehr er sich um Emely bemüht. Da hätte ich mir dann auch gewünscht, dass sie mal ein bisschen auftaut und sich ihm etwas mehr öffnet. 
Ganz ganz furchtbar schlimm, und das bis zur letzten Seite des Buches, fand ich allerdings Elyas Schwester Alex, die ja gleichzeitig Emelys beste Freundin seit Kindertagen ist. Wer so jemanden zur Freundin hat braucht echt keine Feinde mehr. So eine egoistische, oberflächliche und ignorante Person. So verhält sich keine beste Freundin. So zickig Emely auch manchmal war, so eine schlechte Freundin hat selbst sie nicht verdient.

Zur Geschichte selbst muss ich nicht viel sagen denke ich, denn es ist offensichtlich worum es hier geht. Gewürzt wird das Ganze noch mit dem ein oder anderen Drama (was bei mir eher ein Augenrollen ausgelöst hat) und natürlich mit dem Geheimnis um Emelys und Elyas Vergangenheit. Nicht zu vergessen der geheimnisvolle Luca, bei dem man aber recht schnell zu einer Vermutung kommt. Das Ende hat übrigens einen so dermaßen miesen Cliffhanger, dass ich wahrscheinlich bald den 2. Band hinterher schieben werde. Nun möchte ich doch wissen, wie alles ausgeht. 


Mein Fazit:

Ganz nette Geschichte für zwischendurch, die sehr witzig geschrieben ist und mir Spaß gemacht hat. Die Charaktere sind hin und wieder ein bisschen anstrengend und die Story schon recht vorhersehbar. Dennoch hatte ich meine Freude daran und das Buch konnte mir das Genre zumindest ein bisschen wieder schmackhaft machen. 


Meine Bewertung:
  • (Cover: 3/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 2,5/5
  • Charaktere: 3/5
  • Atmosphäre: 3/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:





Ich habe dieses Buch im Rahmen einer Leserunde, organisiert von Nine im Wahn und Sonja LovinBooks, bei Facebook gelesen. Wenn ihr Lust habt, dann schaut doch mal bei der Facebook-Gruppe vorbei, vielleicht ist ja auch mal eine Leserunde für euch dabei :). 



Dienstag, 25. August 2015

~Eule rezensiert~ Die Königin der Schatten von Erika Johanson





Titel: Die Königin der Schatten
Original: The Queen of Tearling
Band 1 einer Trilogie
Autor: Erika Johansen
Genre: High Fantasy
Seiten: 544
Erschienen am: 15.06.2015
Verlagslink: Heyne 





 
Braucht etwas um in Fahrt zu kommen
  


Darum geht es:

Die 19-jährige Prinzessin Kelsea wurde als Kind in die Obhut von Pflegeeltern gegeben und wuchs sehr abgeschieden auf. Nicht nur erzogen, sondern auch unterrichtet wurde sie von ihren Pflegeeltern selbst und sie weiß, dass sie eines Tages den Platz als die Königin des Landes Tearling einnehmen muss. Dieser Tag ist nun gekommen und Kelsea wird von der Leibwache ihrer verstorbenen Mutter zur Festung von Tearling eskortiert. Dort muss sie feststellen, dass der jahrelange Zwist mit dem Nachbarland Mortmesne und der dort regierenden Roten Königin bereits tiefe Spuren hinterlassen hat. Kelseas Mutter war gezwungen einen Pakt mit Mortmesne einzugehen um keinen Krieg heraufzubeschwören und das stärke Nachbarland ruhig zu halten. Das führt dazu, dass Kelsea von Anfang an keinen guten Stand bei ihrem eigenen Volk hat und sogar um ihr Leben fürchten muss. Doch sie lässt das nicht auf sich sitzen und Stück für Stück versucht sie, dass Vertrauen ihres Volkes und ihres Hofstaats zurück zu erlangen und der Roten Königin die Stirn zu bieten.


So fand ich es:

Dieses Buch ist derzeit in aller Munde und auch ich musste meine Neugier befriedigen. Nach einigen Startschwierigkeiten wurde es dann auch wirklich immer besser und letztendlich konnte auch ich mir eine positive Meinung über das Buch bilden.

Aber wie bereits angesprochen: Der Weg dorthin war leider ein wenig holprig. Der Einstieg ist mir nicht leicht gefallen und der Eindruck hat sich dann auch mehr oder weniger bis zur Hälfte des Buches gehalten. Es hat sich doch alles ein wenig sehr in die Länge gezogen, obwohl der Schreibstil an sich wirklich ganz wunderbar dynamisch und flüssig zu lesen war.

Auch zu Kelsea selbst habe ich zuerst keinen Zugang finden können. Sie ist kein unangenehmer Charakter, aber sie blieb mir dennoch gerade zu Beginn der Geschichte viel zu flach. Sie nimmt alles irgendwie als gegeben hin und obwohl sie sehr abgeschieden gelebt hat und nur ihre Pflegeeltern kannte, kommt sie in der Welt erstaunlich schnell und gut zurecht. Ich hätte es realistischer gefunden, wenn sie ein wenig mehr mit sich gehadert und ein wenig eingeschüchterter gewirkt hätte. Nicht nur das hat mich irgendwie gestört, sondern allgemein gab es einige Begebenheiten, die mir unlogisch vorkamen. Aber die haben sich größtenteils und glücklicherweise nur in der ersten Hälfte des Buches abgespielt.

An Kelsea gefallen hat mir aber, dass sie nicht so übermenschlich rüber kommt, sondern als relativ schlichtes und normal bis pummelig gebautes Mädchen beschrieben wird (auch wenn das für meinen Geschmack etwas zu oft wiederholt wurde), die nicht so sehr auf Äußerlichkeiten bedacht und sich auch für keine Aktion zu schade ist. Außerdem mochte ich ihren Kampfeswillen und ihren Gerechtigkeitssinn, die sie gerade zum Ende des Buches hin nochmal bestens unter Beweis stellt. So richtig greifbar wurde sie aber leider auch dadurch nicht für mich und ich bleib die ganze Zeit nur stiller Beobachter, anstatt so richtig mitfiebern zu können.
Dieser Pakt der mit Mortmesne geschlossen wurde und die Konflikte die sich dadurch ergeben, haben mir widerum sehr gut gefallen. Je mehr man darüber erfahren hat, desto spannender wurde die Geschichte dann zum Glück noch und in der zweiten Hälfte war dann auch ich endlich in der Story angekommen. Dafür hat sich das Durchhalten letztendlich gelohnt, auch wenn bis zum Ende nicht alle Fragen vollständig geklärt wurden. Da wird dann hoffentlich der 2. Band anknüpfen und endlich ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Geschrieben ist das Buch zwar aus der Sicht des allwissenden Erzählers, die Autorin wechselt aber zwischendurch die Perspektiven. So sind wir nicht die ganze Zeit bei Kelsea, sondern beispielsweise auch bei der Roten Königin oder einer Torwache. Gerade die Rote Königin fand ich doch sehr interessant als Gegenspielerin, auch wenn sie wirklich eine fürchterliche Person ist. Für mich hat das aber noch ein wenig Abwechslung in die Story gebracht. Neben der Tatsache, dass dieses Buch mal vollkommen ohne schmalzige Lovestory auskommt, hat mir das Worldbuilding sehr gefallen, da es sich mal nicht um eine vollkommen neu erdachte Fantasy-Welt handelt, sondern ein wenig dystopisch angehaucht daher kommt, mit Hinweisen auf ein Zeitalter der Technik, uns bekannten Buchtiteln und mit Städtenamen wie 'Neulondon'. Es wirkt ein bisschen wie ein Neuanfang der Menschheit nach einer großen Katastrophe vor tausenden von Jahren. Auch hier erhoffe ich mir, in der Fortsetzung noch etwas mehr zu erfahren.

 
Mein Fazit:

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und nachdem ich einige Längen zu überwinden hatte, konnte mich das Buch dann zum Glück doch noch an sich fesseln. Es gibt ein paar wirklich tolle Ansätze die Spannung versprechen und Kelsea war für mich zwar als Protagonistin nicht perfekt aber dennoch ganz angenehm. Ich bin mir sicher, dass ich den 2. Band noch lesen werde und kann allen Fantasy-Fans da draußen, die starke Protagonistinnen, Intrigen und einen langsamen Storyverlauf mit eher unterschwelliger Spannung mögen, nur empfehlen.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 3,5/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 3/5
  • Charaktere: 3/5
  • Atmosphäre: 4/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




Ich habe das Buch mit der lieben Aleshanee von Weltenwanderer so ein bisschen zusammen gelesen (wir waren relativ einer Meinung) :). Schaut bei Interesse doch auch bei ihrer Rezension vorbei.

 

Donnerstag, 20. August 2015

~Eule rezensiert~ Feuer & Flut von Victoria Scott





Titel: Feuer & Flut
Original: Fire & Flood
Band 1 einer Trilogie
Autor: Victoria Scott
Genre: Jugendbuch/Science-Fiction
Seiten: 440
Erschienen am: 25.05.2015
Verlagslink: cbt 






 
Spannend
 


Darum geht es:

Der große Bruder der 17-jährigen Tella ist schwer krank. So krank, dass es ihm früher oder später das Leben kosten wird. Als wäre das nicht schon belastend genug, so haben Tellas Eltern auch noch beschlossen umzuziehen und zwar an einen sehr abgeschiedenen Ort an dem das junge Mädchen kaum in Kontakt mit der Außenwelt treten kann und sämtliche Freunde hinter sich lassen musste. Da ist es für sie natürlich ein Highlight, als sie plötzlich einen kleinen Kopfhörer bei sich im Zimmer findet, auf den eine Nachricht gesprochen wurde. Tella ist eingeladen am Brimstone Bleed teilzunehmen. An einem gefährlichen Wettrennen durch Dschungel und Wüste. Der Preis für den Gewinner dieses Rennens ist ein Heilmittel, welches jede nur erdenkliche Krankheit heilen kann. Tella ist fest entschlossen teilzunehmen, um ihren Bruder zu retten. Doch dieses Wettrennen ist unglaublich hart, denn alle Teilnehmer wollen verbissen und mit allen Mittel kämpfend, einen geliebten Menschen retten. Zur Seite steht Tella nur ein Pandora, ein genetisch verändertes Tier, welches sie unterstützen soll und der mysteriöse Guy. 


So fand ich es:

Ich habe versucht, mit so wenig Erwartungen wie möglich an dieses sehr gehypte Buch heranzugehen und dieses Mal hat das ausgezeichnet funktioniert, denn die Geschichte konnte mich tatsächlich positiv überraschen.

Von vielen Seiten hieß es ja, dass Tella eine sehr anstrengende Portagonistin sein soll und die Leser ganz schön genervt hat. Das kann ich bestätigen, denn gerade am Anfang fand ich sie wirklich furchtbar. Sie gebärdet sich schrecklich motzig und wenig sympathisch. Doch im Laufe der Geschichte und je weiter das Buch fortschritt, desto weniger habe ich mich an ihr gestört und konnte mich immer besser mit ihr arrangieren. Ja sie nervt, ist zumindest Anfangs recht oberflächlich und ja sie hat manchmal Gedankengänge, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte, aber letztendlich versucht sie doch nur das Richtige zu tun und lässt sich auf jeden Fall nichts einfach so gefallen. Sie lernt sich durchzubeißen und erkennt, was wichtig ist. Diese Entwicklung hat mir gut gefallen.

Auch die übrigen Teilnehmer haben mir als Charaktere an sich gut gefallen, bis auf ein paar Ausnahmen, die aber nicht weiter erwähnenswert sind. Guy mochte ich dafür Anfangs sehr, weil er so unnahbar war und die nervige Tella immer von sich gestoßen hat. Er trat dann für mich im späteren Verlauf etwas mehr in den Schatten, blieb aber einer meiner Lieblinge des Buches. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte war dann halt wieder so ein bisschen typisch, kam aber zum Glück nur am Rande daher und hat die Geschichte keinesfalls überladen.

Unglaublich gut gefallen hat mir auch die Idee mit den Pandoras, die auch alle bestimmte Fähigkeiten haben, die den Kandidaten nützlich sein können. Das hat ein bisschen was von Digimon und hat bei mir Kindheitserinnerungen geweckt. Allerdings haben mir diese Tierchen auch teilweise echt schmerzhaft leid getan, gerade, wenn sie einen sehr brutalen Teilnehmer erwischt haben. Dann hätte ich echt ausflippen können, weil mir Ungerechtigkeit gegenüber Tieren echt an die Nieren geht. Aber es ging noch gerade so, dass ich wenigstens weiter lesen konnte und noch Spaß an der Lektüre hatte. Denn immerhin haben sich viele der Teilnehmer und insbesondere auch Tella sehr für die Pandoras eingesetzt und geschaut, dass ihren Begleitern nichts passiert. 

Die Story fand ich auch ansonsten echt spannend und abwechslungsreich gestaltet. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt und wollte immer wissen wie es weiter geht. Das Brimstone Bleed ist wirklich nicht Ohne und verlangt den Teilnehmern einiges ab. Das führt natürlich auch zu Konflikten innerhalb der Teilnehmer und Gewissenskonflikten, denn schließlich möchte jeder einen Menschen retten. Mir hat die Idee des Brimstone Bleed aber gut gefallen. Den Vergleich zu 'Die Tribute von Panem' habe ich desöfteren mal gehört im Vorfeld, kann den aber eigentlich nicht bestätigen. Vielleicht erinnert die Geschichte ganz entfernt daran, aber so richtig konnte ich das nicht in Einklang bringen. Es hat doch auch sehr viele eigene und neue Elemente. Mir fällt es aber extrem schwer, es in ein Genre einzuteilen, weil es ist keine Dystopie, da es in dieser Welt und in diesem Jahrhundert spielt. Und Fantasy eigentlich auch nicht, obwohl die Pandoras und ihre Fähigkeiten das vermuten lassen. Es gibt aber in meinen Augen keine Anzeichen für Fantasy Elemente. Da es genetisch verändert Tiere sind, würde ich da eher auf Science-Fiction tippen. Wie seht ihr das?


Mein Fazit:

Sehr spannend und lässt sich dank des flüssigen Schreibstils super schnell weglesen. Es gibt viele interessante Ideen und überraschende Wendungen, die mir gut gefallen haben. Die Hauptprotagonistin ist Geschmackssache und nervt ab und zu, das macht aber die Story wieder wett. Für mich eine Leseempfehlung und ich freue mich schon auf den 2. Band.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 3/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 3/5
  • Atmosphäre: 5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:
 




 

Samstag, 15. August 2015

~Eulenpost~ Neuzugänge im August 2015




Hallo ihr Lieben,

es ist wieder so weit, es sind wieder neue Bücher bei mir eingezogen in den vergangenen Wochen.
10 Stück an der Zahl. Viel zu viele wenn ihr mich fragt, da ich mit dem SuB-Abbau mal wieder deutlich hinterher hinke. Was solls, ich freue mich natürlich über die neuen Schätze :).


 


Und jetzt nochmal im Einzelnen :)

      

Himmel und Hölle #1, Asche und Glut #2 und Schachmatt #3 von Malorie Blackman:
Diese drei Schätzchen gab es super günstig beim Weltbild, jedenfalls die Hardcover vom ehemaligen Boje-Verlag die ich nun besitze. 9,95€ für die komplette Trilogie? Da musste ich zuschlagen, auch wenn ich bis vor Kurzem noch nie was von den Büchern gehört habe. Jetzt, wo ich mich ein bisschen informiert habe, freue ich mich aber sehr über dieses Schnäppchen, denn die Bücher sollen richtig gut sein. Zumindest habe ich unheimlich viele positive Meinungen gelesen. Kennt jemand von euch die Bücher?

Beschreibung (Band #1): Eine fiktive Gesellschaft. Alpha oder Zero. Schwarz oder weiß. Dazwischen gibt es nichts. Sephy ist eine Alpha, Schwarze und die Tochter eines mächtigen Politikers. Callum hingegen gehört der unterdrückten weißen Minderheit der Zeros an. Er ist arm und ein Bürger zweiter Klasse. Sephy und Callum sind Freunde, seit sie denken können. Und aus ihrer Freundschaft ist Liebe geworden. Sie kämpfen einen verzweifelten Kampf um ihre Liebe und gegen die Gesetze in ihrem Land. Bis sie durch tragische Umstände getrennt werden. Denn verbotene Liebe hat kein Recht auf ein Happy End. (Quelle Amazon)




Zwischen den Welten #3 - Dreams of Gods and Monsters von Laini Taylor musste selbstverständlich auch bei mir einziehen. Band 1 fand ich so so so toll. Ich bin gespannt, wie das Ganze ausgehen wird. Und gerade jetzt habe ich so viele andere Bücher, die gelesen werden wollen... Also wird es wohl noch ein bisschen warten müssen.

Beschreibung: entfällt, weil ich euch und mich nicht spoilern möchte ;)

 


Der Rithmatist von Brandon Sanderson hat mich als Rezensionsexemplar erreicht. Das habe ich auch schon gelesen und rezensiert. Ein gutes, kreatives Jugendbuch, das erfrischend anders ist. 

Beschreibung: Wie wird man Magier, wenn man nicht zaubern kann? Mit diesem Problem kämpft Joel tagtäglich, denn nichts wünscht er sich sehnlicher, als ein Rithmatist, ein berühmter Kreidemagier, zu werden. Doch so sehr er sich auch bemüht, seine Kreidefiguren bleiben leblos – bis zu dem Tag, an dem plötzlich das Schicksal aller Rithmatisten auf Joels Schultern ruht. Einem Tag, an dem eine lange verborgene Gabe in ihm erwacht... (Quelle Amazon)

 


Herr aller Dinge von Andreas Eschbach habe ich ebenfalls ganz spontan bei meinem Weltbild Raubzug mitgenommen, da ich schon lange mal was von dem Autor lesen wollte. Und da sie es gerade für wenig Geld als Mängelexemplar da hatten, habe ich meine Chance gleich genutzt. Gerade auch, weil es das alte Hardcover ist und nicht dieses neue, das auf dem Cover wie eine Euromünze aussieht, da gefällt mir diese Ausgabe um Einiges besser. Die Meinungen sind ja auch hierzu ziemlich positiv und ich bin gespannt, wie es mir letztendlich gefallen wird. Habt ihr das Buch schon gelesen? Bzw. schon mal etwas von diesem Autor?

Beschreibung: Was wäre, wenn alle Menschen gleich reich wären? Schon als Kind hat Hiroshi die Idee für eine Erfindung, die den Unterschied zwischen Arm und Reich für immer aus der Welt schaffen könnte. Als Erwachsener setzt er alles daran, diese Erfindung in die Tat umzusetzen - um damit endlich auch Charlotte zu gewinnen, die Liebe seines Lebens. Was mit einer bahnbrechenden Idee beginnt, die die ganze Welt in einem nie gekannten Ausmaß verändern könnte, wird jedoch rasch zu einem gefährlichen Unterfangen. Denn die Erfindung entwickelt ein ungeahntes Eigenleben und führt Hiroshi auf die Spur eines uralten Geheimnisses - und des schrecklichsten aller Verbrechen... (Quelle Amazon

 


Traumsammler von Khaled Hosseini ist mir ebenfalls als super günstiges Hardcover bei Weltbild über den Weg gelaufen. Da ich auch von diesem Autor schon immer mal etwas lesen wollte habe ich es auch gleich mitgenommen. Viele sind ja sehr begeistert von ihm und seinen Büchern. Ich bin gespannt. Kennt jemand von euch es?

Beschreibung: In ›Traumsammler‹ erzählt Khaled Hosseini die bewegende Geschichte zweier Geschwister aus einem kleinen afghanischen Dorf. Pari ist drei Jahre alt, ihr Bruder Abdullah zehn, als der Vater sie auf einem Fußmarsch quer durch die Wüste nach Kabul bringt. Doch am Ende der Reise wartet nicht das Paradies, sondern die herzzerreißende Trennung der beiden Geschwister, die ihr Leben für immer verändern wird. (Quelle Amazon)

 


Auf Mind Games von Teri Terry war ich ja auch schon quasi seit Erscheinen des Buches richtig scharf. Und dann konnte ich einfach nicht mehr widerstehen ^^'. Mich interessiert die Geschichte einfach unheimlich und die Meinungen sind bisher auch überwiegend positiv, bis auf ein paar wenige Ausnahmen. 

Beschreibung: Die Welt, in der du lebst, existiert nur in deinem Kopf – doch was, wenn jemand mit deinen Gedanken spielt? In Lunas Leben ist jeder online: virtueller Unterricht, Dates und Sport als Avatar, sogar das Parlament tagt digital. Nur Luna bleibt offline. Sie ist eine Verweigerin, seit ihre Mutter vor Jahren in einem Online-Spiel starb. Umso überraschter ist Luna, als sie von der mächtigen Firma PareCo zu einem Einstufungstest eingeladen wird – und einen der begehrten Programmierer-Jobs erhält. Warum hat die Firma so ein großes Interesse an ihr? Als Luna den begabten Hacker Gecko kennenlernt, beginnt sie die von PareCo erschaffene Welt immer mehr zu hinterfragen. Doch dann ist Gecko auf einmal verschwunden, und Luna kann sich nicht mehr an ihn erinnern. (Quelle Amazon

 


Und dann erreichte mich noch Splittermeer #2 - Königsjäger von Joe Abercrombie als  Rezensionsexemplar. Das ist die Fortsetzung zu 'Königsschwur', welches ich vor zwei Monaten bereits gelesen und rezensiert habe. Hat mir gut gefallen damals und ich bin gespannt, wie es nun im zweiten Teil weiter geht. Diesmal geht es glaube ich nicht hauptsächlich um Prinz Yarvi, sondern um eine neue Hauptprotagonistin.

Beschreibung: In den kalten Nordländern rund um das Splittermeer werden Krieger entweder aus Legenden geboren oder aus Verzweiflung. Das gilt erst recht für eine Kriegerin wie die junge Thorn, deren einziger Wunsch es ist, Rache für den heimtückischen Mord an ihrem Vater zu nehmen. Als ihr Weg sich mit dem von Prinz Yarvi kreuzt, wird Thorn in eine Welt der Kämpfe und Intrigen gegen den grausamen Hochkönig hineingezogen. Eine Welt, für die sie geboren zu sein scheint. (Quelle Amazon

 


Da mir der erste Band so gut gefallen hat, konnte ich es natürlich nicht lassen und habe mir auch gleich Legend #2 - Schwelender Sturm von Maire Lu besorgt. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren wie es weiter geht.

Beschreibung: Entfällt, weil ich euch und mich nicht spoilern möchte ;)




So, das wars mit meinen Neuzugängen. Erzählt mir doch wie immer, ob ihr die Bücher bereits gelesen habt und wie ihr sie fandet. Oder ob eure Wunschliste nun Zuwachs bekommt ;). Was auch immer ihr loswerden möchtet, ich freue mich darauf ^^.



Dienstag, 11. August 2015

~Eule rezensiert~ Der Rithmatist von Brandon Sanderson





Titel: Der Rithmatist
Original: The Rithmatist
Autor: Brandon Sanderson
Genre: Jugendbuch/Fantasy
Seiten: 430
Erschienen am: 13.07.2015
Verlagslink: Heyne fliegt 






 
 Kreative Ideen und sympathische Charaktere
 


Darum geht es:

Der 16-jährige Joel wünscht sich nichts sehnlicher als ein Rithmatist zu werden, ein Kreidemagier, der anhand von Kreidekreisen und -figuren Magie wirken kann. Das Problem ist allerdings, dass Joel keinerlei magische Fähigkeiten hat. Besonders gemein ist es für ihn natürlich, dass er auch noch eine Schule besucht, an der auch unter anderem Rithmatisten ausgebildet werden, wo er aber nur Zaungast sein kann. Trotzdem saugt er jedes kleinste Detail an Wissen über die Rithmatik in sich auf und versucht immer wieder auf verschiedensten Wegen an noch mehr Informationen heran zu kommen. Eines Tages wird jedoch ein Rithmatik-Schüler entführt. Am Tatort finden sich Spuren von Kreidezeichnungen, die allerdings einige Fragen aufwerfen. Joel sieht endlich eine Chance mit seinem Wissen zu glänzen und versucht an den Ermittlungen teilzunehmen.


So fand ich es:

Zuerst einmal hat mich das Thema Kreidemagie total angesprochen und ich fand, dass sich das Buch allein von dieser Thematik her unglaublich interessant anhörte, weshalb ich es dann auch gleich zum Rezensieren angefragt habe. Ich habe dann auch tatsächlich ein tolles Buch bekommen mit einer unterhaltsamen Geschichte. Und ich habe endlich ein Buch von Brandon Sanderson gelesen, was ich schon lange mal vorhatte.

Dieses Buch vereint einfach unheimlich viel. Es ist nicht nur eine Geschichte über einen Jungen, der gerne Magier werden würde, es aber nicht kann, sondern es gibt neben diesem Jugendbuch und Fantasy Aspekt noch Einschläge aus den Bereichen Krimi und Steampunk. Eine wirklich gelungene Mischung wie ich finde, jedenfalls hatte ich viel Spaß beim Lesen.

Die Welt, die sich Brandon Sanderson da ausgedacht hat ist unserer kaum noch ähnlich. Der Nordamerikanische Kontinent ist in diesem Buch ein Inselstaat, der sich die Vereinigten Inseln nennt. Wie bereits gesagt, gibt es auch viele Aspekte aus dem Steampunk Genre. Alles funktioniert mit Federwerken und Zahnrädern, ansonsten gibt es allerdings eher weniger technischen Fortschritt und Annehmlichkeiten. Dann ist da noch die Unterteilung in die besser gestellten Rithmatisten und in die normalen, nichtmagischen Menschen. Auch die Idee der Kreidemagie wurde sehr gut und detailiert umgesetzt, man erfährt unheimlich viel darüber und lernt als Leser quasi gemeinsam mit Joel etwas über die Rithmatik, so wie ich es mir auch schon erhofft hatte. Der Schreibstil ist flüssig, bodenständig und trägt den Leser schnell und angenehm durch das Buch.

Joel selbst war mir ein sehr angenehmer Protagonist. Er möchte gerne jemand sein, wünscht sich nichts sehnlicher als selbst Rithmatist zu werden und ist was das Erlernen der Zeichnungen und Techniken angeht sehr ehrgeizig. Vielleicht manchmal auch zu ehrgeizig, denn oft schießt er übers Ziel hinaus. Da ist es gut, dass er sich langsam aber sicher mit der Rithmatik-Schülerin Melody anfreundet, die ihn wieder ein wenig erdet. Melody mag die Rithamtik überhaupt nicht und ist furchtbar schlecht im Zeichnen der Kreise. Außerdem hat sie eine sehr verrückte Art an sich, die mich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Sie kann aber auch echt kratzbürstig sein, dabei möchte auch sie einfach nur irgendwo dazugehören. Wie sich die Beiden dann im Laufe des Buches weiter entwickeln und den jeweils Anderen immer mehr zu schätzen lernen, fand ich sehr schön zu verfolgen. 
Was mich vielleicht etwas gestört hat war, dass sie mir für 16 Jahre teilweise ein wenig zu kindlich rüberkamen. Ich hätte sie eher auf 13 oder 14 geschätzt. 

Dementsprechend ist natürlich auch die Story aufgebaut und zielt eindeutig auf jüngere Leser ab. Wobei das der Spannung und der Kreativität überhaupt keinen Abbruch tut. Zwischendrin ist es vielleicht mal ein bisschen trocken, wenn es um die reine Rithmatik und die Technik der Zeichnungen geht. Da wird halt auch sehr viel erklärt. Fand ich persönlich aber nicht schlimm und trotzdem ganz interessant. 
Es gab ein paar tolle Wendungen und neue Erkenntnisse, Spannung kam auch immer wieder mal auf. Ich hatte jedenfalls Freude daran Joel und Melody zu begleiten und mit ihnen den mysteriösen Fall um den verschwundenen Schüler aufzuklären. Das Ende lässt auch vermuten, dass noch ein weiterer Band kommen wird, denn es gibt noch die ein oder andere offene Frage, zumindest bin ich nicht vollends zufrieden damit wie es geendet hat.

Die Aufmachung des Buches kommt ebenfalls sehr unterstützend daher, denn es ist gespickt mit Zeichnungen und Erklärungen der einzelnen Figuren und Taktiken, was mir wahnsinnig gut gefallen hat:



 
Mein Fazit:

Ein wirklich kreatives und spannendes Jugendbuch mit tollen Ideen, sympathischen Charakteren, einer tollen Message über Freundschaft und der Suche nach seinem Platz im Leben und unheimlich viel Lesespaß, gerade auch für jüngere Leser, die es gerne mal ein bisschen ausführlicher und detailreicher mögen. Auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken. Mir hat es wirklich gut gefallen und falls es tatsächlich mit der Gesichte um den Nicht-Rithmatisten Joel weitergehen sollte, dann bin ich bestimmt auch wieder dabei. 


Meine Bewertung:

  • (Cover: 3,5/5)
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 4,5/5
  • Atmosphäre: 4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




~Ein herzlicher Dank geht an den Verlag Heyne fliegt und an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.~







 

Freitag, 7. August 2015

~Eule rezensiert~ Legend - Fallender Himmel von Marie Lu





Titel: Legend - Fallender Himmel
Original: Legend
Band 1 einer Trilogie
Autor: Marie Lu
Genre: Dystopie
Seiten: 368
Erschienen am: 10.09.2012
Verlagslink: Loewe




 
Packender Pageturner


Darum geht es:

Die 15-jähige June lebt ein privilegiertes Leben, denn sie ist eine der intelligentesten und sportlich begabtesten Menschen der Republik und darf somit an einer Universität studieren. Ihr Bruder Metias ist bereits mit dem Studium fertig und arbeitet als Soldat für die Republik. Für June ist ihr großer Bruder alles, denn ihre Eltern sind vor Jahren bei einem Autounfall gestorben. Doch eines Tages schlägt das Schicksal wieder zu, als Metias bei einem Überfall auf ein Krankenhaus ermordet wird. Die Vorgesetzte ihres Bruders kommt daraufhin auf June zu und rekrutiert sie kurzerhand für ihre Einheit, um den Verbrecher Dingfest zu machen. Denn des Mordes verdächtigt wird kein geringerer als der ebenfalls 15-jährige Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik. June begibt sich auf eine Undercover-Mission und kommt Day auf die Schliche. Doch dann entwickelt sich alles anders, als June dachte...


So fand ich es:


Da dieses Buch ja ziemlich gehypt wird, habe ich mich lange Zeit nicht getraut, es zu lesen aufgrund einer möglichen Enttäuschung. Nun habe ich es trotzdem in die Hand genommen, mit einer so neutralen Einstellung wie möglich und ich wurde letztendlich positiv überrascht.

Der Schreibstil der Autorin, so einfach und flüssig wie er ist, so packend ist er auch und hat mich von Seite 1 an abgeholt und wunderbar durch das Buch getragen. Die Seiten sind nur so dahin geflogen. 

Die dystopische Welt, die hier erschaffen wurde, ist typischerweise düster und wenig einladend. Die USA wurden von einer großen Flut gespalten. Auf der einen Seite gibt es die Republik mit ihren strengen Regeln und üblen Machenschaften und auf der andere Seite die Kolonien die stoisch dagegen halten. In diesem Band bewegen wir uns zusammen mit den Protagonisten innerhalb der Grenzen der Republik. Mit 10 Jahren muss jeder Bürger den Großen Test absolvieren. Wer ihn sehr gut besteht gehört zu der oberen Schicht, bekommt eine Ausbildung an einer Universität und darf dann einen angesehenen Beruf ausüben, was meist eine militärische Laufbahn beinhaltet. Wer ihn zumindest besteht, wenn auch nicht sehr gut, der bekommt immerhin eine Arbeit zugewiesen um sein Überleben sichern zu können, darf sich ansonsten aber frei bewegen. Wer durchfällt wird in Arbeitslager verfrachtet und darin weggesperrt. So will die Republik sicher stellen, dass nur die Besten der Besten an der Spitze bleiben. Mir hat diese Welt auf ihre dunkle Art gut gefallen und sie birgt viel Potential für weiter interessante und spannende Entwicklungen.

Unsere Protagonistin June ist eine dieser privilegierten Bürger, denn sie hat den Großen Test mit der vollen Punktzahl bestanden und arbeitet bereits auf ihre militärischen Karriere hin. Sie hält sich zwar nicht unbedingt immer strikt an die Regeln, ist aber sehr ehrgeizig, scharfsinnig und wenn sie es muss auch diszipliniert. Das bringt ihr bereits in ihren jungen Jahren viel Ansehen und auch gewisse Erwartungen ein. Ich mochte June als Charakter unheimlich gerne, weil sie kein weinerliches kleines Mädchen ist, sondern eine gewisse Stärke mitbringt. 
Genauso erging es mir auch mit Day. Auch ihn konnte ich sehr schnell in mein Herz schließen, denn auch er ist ein kleiner Kämpfer, sehr gewitzt und hat sich trotz seiner Laufbahn ein gutes Herz bewahrt. Nachdem er durch den Großen Test gefallen ist, konnte er entkommen bevor sie ihn in ein Arbeitslager hätten bringen können und seitdem lebt er auf der Straße. Sein Leben bestreitet er mit Verbrechen wie beispielsweise Diebstählen, hat sich aber im Laufe der Zeit einen richtigen Namen gemacht und wird dringend von der Republik gesucht. Außer seinem großen Bruder weiß niemand aus seiner Familie, dass er noch lebt und diese Verbrechen begeht, damit sie nicht in Schwierigkeiten kommen. Doch eines Tages gibt es in seinem Elternhaus einen Seuchenausbruch und Day sieht sich gezwungen die überteuerte Medizin dafür, die sich keiner der 'normalen' Bürger leisten kann, zu stehlen. Damit bringt er eine ganze Kette von Ereignissen ins Rollen, die ihn noch mehr in Bedrängnis bringen.

Ich fand die Geschichte sehr spannend zu verfolgen, auch wenn das ein odere andere zumindest zu Beginn vorhersehbar war. Genauso gab es aber auch Enthüllungen und Wendungen die mich überrascht und mich noch mehr an das Buch gefesselt haben. Hier passt einfach das Zusammenspiel aus Worldbuilding, Protagonisten und Story und ergibt ein stimmiges Gesamtbild. Das Einzige, was mich vielleicht ein bisschen gestört hat war, dass Day und June nicht wie 15-jährige rüber kommen, sondern viel reifer und überlegter. Das Alter fand ich hier wirklich nicht sehr passend, zumindest fiel es mir schwer, sie mir als so junge Menschen vorzustellen, weil sie teilweise eben einfach nicht so agiert haben. Was mir aber wiederum sehr gut gefallen hat war, dass es keine schmalztriefende Liebesgeschichte gibt, sondern die Romanze sich nur sehr behutsam entwickelt.

Auch wenn ich zwar bereits ahne, wie es wohl weiter gehen wird, bin ich sehr neugierig auf den Folgeband, denn es gibt durchaus auch noch ungeklärte Fragen. Und ich freue mich auch einfach auf den Schreibstil und die tollen Charaktere.


Mein Fazit:

Seit Langem mal wieder eine richtig spannende Dystopie, die mich sofort packen und die ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Tolle Protagonisten, mit denen man mitfiebert, ein fieses System, das so seine Tücken verbirgt und ein wunderbarer Schreibstil vereinen sich hier. Mir hat es sehr gut gefallen und wie ich finde es ist ein Muss für alle Dystopie-Fans. 


Meine Bewertung:


  • (Cover: 4/5)
  • Schreibstil: 5/5
  • Story: 4,5/5
  • Charaktere: 4,5/5
  • Atmosphäre: 4,5/5

Ergibt eine Gesamtbewertung von:




 

Sonntag, 2. August 2015

~Eule blickt zurück~ Das war der Juli 2015


Hallo meine LeseEulen :)

das war es mit dem Juli, der sonnig heiß begann und regnerisch endete. Zumindest hier bei mir. Aber so langsam bessert sich das Wetter wieder. Zum Glück.

Ich bin nicht so ganz zufrieden mit meinem Lesemonat, mein Mindestmaß von 8 Büchern habe ich um 1 Buch verfehlt und auch sonst war es von den Bewertungen her wieder ziemlich durchschnittlich. Irgendwie war ich ein bisschen unzufrieden und habe ein paar Mal kurz vor einer Leseflaute gestanden. Vielleicht auch, weil der Juli sehr arbeitsreich war und wir mit dem Büro ins größere Nachbargebäude umgezogen sind, was dann auch mit einer Samstagsschicht einher ging... Naja. Ich habe es überlebt und hoffe, dass es ab der zweiten Hälfte des August wieder etwas entspannter laufen wird und ich nicht mehr so launisch und lustlos bin.

Ein bisschen gehoben wurde meine Stimmung allerdings durch das neue Album von Florence and the Machine: How Big, How Blue, How Beautiful. Gott, ich liebe Florence Welch, die Frau ist eine Gesangsgöttin für mich *-*. Das Lied 'Various Storms and Saints' ist derzeit bei mir auf Dauerschleife. Das neue Album ist auch insgesamt wieder echt gut, aber an 'Lungs' kommt es leider nicht heran, das bleibt ungeschlagen.

Dann habe ich auf Hinweis der lieben Lyrica mal in die Serie Resurrection reingeschaut und auch da bin ich sehr angetan. Es hat so eine unterschwellige Spannung und man fragt sich die ganze Zeit, warum da verstorbene Leute plötzlich wieder auftauchen. Mysteriös und die Vorstellung ist auch echt gruselig finde ich Oo.
Aber nun genug erzählt ;).



Hier meine gelesenen Bücher:


1)
Girl on the Train von Paula Hawkins
448 Seiten

Das Buch war ein Rezensionsexemplar. Mir hat es ganz gut gefallen, auch wenn die Protagonistin Rachel echt eine ziemliche Macke hat und mich zwischendurch auch echt genervt hat. Aber die Grundstimmung in dem Buch hat so eine Spannung erzeugt, die mir gefallen hat. Mehr Infos in der Rezi: KLICK

2)
Der große Trip von Cheryl Strayed
448 Seiten

Dieses Buch hat mich ein wenig enttäuscht bzw. ich war enttäuscht von Cheryl Strayed als Person. Ich konnte einfach nichts mir ihr anfangen. Der Trip an sich ist aber echt interessant. Meine Rezi: KLICK

3)
Die Küste der Freiheit von Maria W. Peter
880 Seiten

Wieder ein Rezensionsexemplar und endlich mal wieder ein historischer Roman. Die geschichtlichen Details waren hier auch wirklich toll rausgearbeitet. Es geht um Auswanderung von Deutschland nach Amerika und den Unabhängigkeitskrieg. Auch wenn die Story an sich manchmal etwas sehr vorhersehbar war, hat mir das Buch ganz gut gefallen. Die Rezi: KLICK

4)
Rehruf von Julia Mayer
322 Seiten

Dann kam bei mir noch dieses kleine Schätzchen auf den Kindle gewandert. Ein Rezensionsexemplar, das irgendwie gerade zur rechten Zeit kam. Ein wunderschönes Jugendbuch, dass mir sehr gut gefallen hat. Besonders der Schreibstil hat mich begeistert. Schaut euch dazu meine Rezi an: KLICK

5)
Menduria #1 - Das Buch der Welten von Ela Mang
376 Seiten

Dieses Jugend-Fantasy Buch hat mich leider ein wenig enttäuscht. Die Geschichte ist ganz niedlich so für zwischendurch, aber mich hat es einfach nicht richtig packen können und ich fand den Scheibstil leider auch nicht so gut. Meine Rezi: KLICK

6)
Zwölf Wasser #1 - Zu den Anfängen von E.L. Greiff
608 Seiten

Oh Gott Dx. Was habe ich mich mit diesem Buch gequält. Aleshanee wird mich dafür jetzt Teeren und Federn (die Diskussion ob man eine Eule Federn kann, erspare ich euch xD), aber ich fands leider gar nicht gut... Es hat sich endlos gezogen, mit den Charakteren konnte ich nichts anfangen und irgendwie habe ich das Gefühl, ich habe überhaupt nicht kapiert worum es da eigentlich geht. Vielleicht bin ich für dieses Buch einfach zu dämlich. Wobei ich die Welt, die sich der Autor erdacht hat eigentlich ziemlich gut fand und auch der Schreibstil ist gut. Aber irgendwie hat es mich nicht erreicht und ich habe eine gefühlte Ewigkeit gebraucht um es überhaupt zu beenden. Zwischendurch habe ich auch mit dem Gedanken gespielt es abzubrechen. Aleshanee hat mich dann noch ermutigt durchzuhalten, aber letztendlich muss ich ehrlich sagen, dass es mir einfach nicht gefallen hat... Ich weiß nicht, ob ich dazu noch eine Rezension schreiben werde. Ich wüsste nicht, was ich da noch sagen sollte...

7)
Legend #1 - Fallender Himmel von Marie Lu
368 Seiten

Dann kam zum Glück nochmal ein Buch, was mir unheimlich gut gefallen hat, und womit ich nicht gerechnet hätte, dass es so toll ist. Immerhin ist das Buch ziemlich gehypt und da bin ich ja grundsätzlich immer etwas misstrauisch, obwohl dann ja meistens doch die Neugier siegt ;D. Aber hier bin ich nicht enttäuscht worden. Es war spannend und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Toller Schreibstil auch, der es versteht, den Leser mitzunehmen und zu fesseln. Ich denke, ich werde dazu noch eine Rezi schreiben die Tage :). 




 


Gelesene Bücher von Leseliste: 4 von 5
Sonstige gelesene Bücher: 3
Neuzugänge: 11
Gelesene Seiten: 3.450
Seiten pro Tag: ~111
SuB zum 01.01.2015: 108
SuB zum 01.07.2015: 118
SuB zum 31.07.2015: 122

Ran an den SuB/SuB-Leichen: 1 Buch gelesen
Kunterbunt-Challenge/Blaues Cover: Rehruf
Challenge der Gegenteile: 41 von min. 40 80 Büchern rezensiert
Chin. Kalender Challenge (Lovelybooks): 32 von inges. 138 Punkten
Juli/Ziege: 8 von 8 Punkte
1) Buch mit einem chaotischen Cover: 4 von 4 Punkten (Menduria)
2) Buch bei dem der Hauptprotagonist oder der Autor den Vornamen eines engen Familienmitglieds tragen: 4 von 4 Punkten (Legend - Fallender Himmel)



Okay, wenn ich mir die gelesenen Seiten so anschaue, dann war der Monat ja doch gar nicht so schlecht... ^^'. 

Wie war denn euer Juli? Was habt ihr so gelesen und was waren eure Highlights? 
Ihr dürft mir auch wie immer gerne euren Link zum Rückblick hier lassen, dann komme ich gucken :D.