Dienstag, 26. April 2016

~Eule rezensiert~ Nur drei Worte von Becky Albertalli






Titel: Nur drei Worte
Original: Simon vs. The Homo Sapiens Agenda
Autor: Becky Albertalli
Genre: Jugendbuch
Seiten: 320
Erschienen am: 26.02.2016
Verlagslink: Carlsen




Simon ist zum ersten Mal so richtig verliebt. Und zwar in Blue, mit dem er fast täglich Emails austauscht, in denen sie sich persönliche und romantische Dinge schreiben. Beide gehen zwar auf die selbe Schule, doch wer Blue ist, das weiß Simon nicht. Und auch, dass Simon schwul ist, hat er bisher noch keinem erzählt. Nicht einmal seinen besten Freunden. Doch als ein Mitschüler versehentlich eine von Blues Emails an Simon liest, droht sein Geheimnis öffentlich zu werden...


 
Ich hatte mich darauf gefreut, mal wieder etwas unbeschwertes und leichtes zu lesen und habe deshalb nach diesem Buch gegriffen. Was ich erwartet habe, habe ich auch bekommen und mir hat diese zuckersüße Geschichte gut gefallen.

Die Kapitel wechseln sich ab zwischen einigen Emails, die sich Blue und Simon schreiben, und dem Fortlauf der Geschichte aus Simons Sicht. Dabei ist der Schreibstil sehr locker, leicht, humorvoll und macht Spaß. Es gab wirklich ein paar schöne Momente und die Autorin streut immer wieder kleine Nebensachen ein, bei denen ich Schmunzeln musste. 
Aber manchmal waren gerade die Emails zwischen Simon und Blue ein wenig seltsam. Zwar niedlich und auch romantisch und alles, aber manchmal benutzten die Beiden auch (Fremd)Wörter, die ich für zwei 17-jährige etwas unpassend fand. Zumindest hat mich das rausgebracht, wenn das mal vorkam. Und passte eben auch nicht ganz zu der ansonst spritzigen, jugendlichen Atmosphäre. 

Wie die Geschichte sich dann entwickelt hat, fand ich aber widerum sehr gut gelungen. Auch wenn es einige Passagen gibt, die ein wenig dahinplätschern, so möchte man als Leser doch immer wissen wie es weiter geht, und wer nun eigentlich Blue ist und wann Simon es herausfindet. Simon wird das Leben auch nicht gerade leicht gemacht und auch das hat natürlich zur Spannung beigetragen. Außerdem spielen Simons Freunde und Familie immer wieder eine wichtige Rolle, was ich sehr schön fand. Das hat dem Ganzen sowas heimeliges gegeben. 

Die Problematik, die in dem Buch angesprochen wird, ist zwar nicht neu, aber gut umgesetzt worden. Es zeigt auf, dass eben auch in der heutigen Zeit Homosexualität manchmal noch immer auf Intoleranz und Unverständnis stößt und dass es noch immer ein großes und teilweise schwieriges Unterfangen ist, für junge Menschen, dazu stehen zu können und es öffentlich zu machen.

Simon als Protagonist fand ich sehr authentisch. Er ist ein bisschen zerstreut, aber ein sehr herzlicher Typ mit viel Humor, den ich gerne durch das Buch begleitet habe. Natürlich hat er auch seine Ängste und Bedenken, was auch eine gewisse Tiefe mitbringt, aber Simon geht doch recht gekonnt mit seiner Situation um. Gerade seine besten Freunde fand ich hier auch wirklich toll und eine gute Unterstützung. 

Das Ende hat mich überrascht und mit einem glücklichen Seufzer zurück gelassen, denn ich war mir bis zum Schluss nicht ganz sicher, wer Blue nun ist. Ich fand die Auflösung ganz goldig. Insgesamt hat es mich dann aber leider doch nicht so berühren können wie so viele andere. Ich habe mich zwar gut unterhalten gefühlt und habe es gerne gelesen, aber so richtig emotional gepackt, hat es mich dann leider nicht.


 
Eine herzerwärmend süße Geschichte mit Wohlfühlfaktor und sympathischen Charakteren. Mir persönlich hat zwar ein bisschen was gefehlt und es plätscherte zwischendurch etwas dahin, aber eine tolle Lektüre für zwischendurch war es allemal. 


  • (Cover: 3/5)
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 3/5
  • Charaktere: 4,5/5
  • Atmosphäre: 3,5/5
  Ergibt eine Gesamtbewertung von: 













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