Dienstag, 20. September 2016

~Eule rezensiert~ Das Geheimnis von Connemara - Eichenweisen





Titel: Das Geheimnis von Connemara - Eichenweisen
Band 1 von 3
Autor: Felicity Green
Genre: Urban Fantasy
Seiten: 320
Erschienen am: 19.12.2014 bei Amazon
Autorenwebsite: KLICK

 


 
Die 18-jährige Alice ist soeben aus dem Koma erwacht und merkt recht schnell: Irgendwas stimmt nicht mit ihr. Denn sowohl ihre Eltern als auch ihre Ärzte können sie nicht verstehen und sie selbst kann kein Deutsch mehr verstehen. Durch Zufall findet ein Arzt heraus, dass die Sprache, die Alice nun spricht, Irisch ist. Warum, wieso, weshalb bleibt allerdings vorerst ein Rätsel und Alice muss sich die deutsche Sprache wieder neu aneignen. Zusätzlich wird sie von Träumen geplagt und irgendwie fühlt sie sich, als würde in ihrem Körper noch eine zweite Seele wohnen. Immer wieder geistern ihr die Namen "Ciara" und "Dylan" durch den Kopf. Alice denkt, dass eine Reise nach Irland ihr vielleicht helfen könnte eine Erklärung für all das zu finden. Und so begibt sie sich auf der Grünen Insel nach Spurensuche...


 
Es wurde dringend Zeit, dass ich dieses Buch von meinem SuB befreie und gerade hatte ich auch einfach unheimliche Lust auf eine literarische Reise nach Irland. Die hat mir auch ganz gut getan und ich hatte durchaus Spaß mit diesem Buch.

Wir Leser wachen bereits gleich zu Beginn des Buches mit Alice im Krankenhaus auf und bekommen sofort mit, dass es etwas nicht mit ihr stimmt. Sie spricht und versteht nur noch irisch, was für sie und ihre Familie nicht nur ein unerklärliches Phänomen, sondern auch eine große Belastung im Alltag darstellt. So ganz schafft Alice es auch einfach nicht mehr, sich in ihr Leben vor dem Koma zu integrieren, bricht den Kontakt zu ihren Freunden ab und auch ihre Eltern haben es schwer, einen Zugang zu ihr zu finden. Die einzige Lösung ist, eine Reise nach Irland die Licht ins Dunkel und neue Erkenntnisse bringen soll. Dort muss Alice dann auch feststellen, dass das Mädchen Ciara, von der sie dauernd träumt, tatsächlich einmal gelebt hat und auf tragische Weise verschwunden ist. So beginnen dann die Nachforschungen für Alice, denn ihr lässt das alles einfach keine Ruhe. Mittlerweile fühlt sie sich sogar, als wäre Ciara ein Teil von ihr.

Diesen Zwiespalt bekommt man als Leser ganz gut vermittelt. Alice ist immer noch Alice und eine eigene Person, allerdings spürt man auch, dass sie etwas umtreibt und sie mit Gefühlen und Gedanken konfrontiert wird, die nicht ihren eigenen entsprechen. Ich fand es unter anderem auch ganz spannend zu sehen, was diese Veränderung nicht nur mit Alice, sondern auch mit ihrem Umfeld macht. Der Familienkonflikt wird von der Autorin sehr schön aufgegriffen. 

Ansonsten war mir Alice als Protagonistin nicht unsympathisch, total ins Herz geschlossen habe ich sie allerdings auch nicht. Auch wenn sie nun wirklich nicht eines von diesen weinerlichen Püppchen ist, sondern die Situation mit Haltung meistert, aber irgendwie war da noch so eine kleine Distanz zu mir als Leserin zu spüren. Die Liebesgeschichte konnte mich ebenfalls noch nicht so richtig überzeugen, auch wenn Dylan ganz süß war. Es fühlte sich für mich nicht so hundertprozentig richtig an, was genau mich gestört hat, kann ich gar nicht wirklich in Worte fassen. Es war einfach mehr dieses Gefühl beim Lesen.

Die Geschichte selbst fand ich wirklich interessant ausgearbeitet, mit der nötigen Portion irischer Mythologie. Nicht zu viel und zu überladen, aber so, dass man als Leser neugierig wird. Die Spannung ließ zwischendrin mal ein bisschen nach, weil eben auch sehr viel erklärt wurde. Was auf der anderen Seite aber auch wieder ganz nett war, weil man so eben auch einiges erfahren hat über  die Legenden und Mythologie in Irland. Allerdings hatte ich teilweise schon das Gefühl, dass es sich ein bisschen träge dahinschleppt vom Tempo her. Der Schreibstil war dafür wiederum sehr tragend und flüssig, sodass man gerne liest und auch gut und schnell voran kommt. 

Das Ende ist ein bisschen gemein. Es gibt einen Cliffhanger, der in mir schon den Wunsch aufkommen lässt weiter lesen zu wollen. 


 
Schöne Urban Fantasy mit tollem Setting. Man bekommt Irland und seine Mythen sehr gut näher gebracht und hat noch eine interessante Story drumherum. Keineswegs oberflächlich, allerdings zwischendurch ein wenig träge vom Tempo her. Die Charaktere sind okay, für mich aber leider nichts außergewöhnliches. Es hat ein bisschen der Pepp gefehlt. Insgesamt hatte ich aber wirklich Spaß beim Lesen und ich denke, auch Band 2 wird früher oder später noch bei mir einziehen. 


 
  • (Cover: 3,5/5)
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 3,5/5
  • Charaktere: 3/5
  • Atmosphäre: 4/5


Ergibt eine Gesamtbewertung von:
 
 





Kommentare:

  1. Hallo Insi!

    Bei mir ist das Buch ja schon wieder eine Weile her ^^ Und ich weiß hauptsächlich noch, dass mich die Atmosphäre sehr eingenommen hat. Es gab ein paar Kleinigkeiten (wie die Charaktere), die jetzt nicht 100%ig überzeugend waren, aber insgesamt fand ich die Geschichte schon toll. Ich bin gespannt, ob dir der zweite Band besser gefällt, wenn er denn einziehen sollte :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ja ich erinnere mich dunkel an deine Rezi ;D. Die war glaube ich ganz ähnlich ausgefallen. Die Atmosphäre hat mir auch gut gefallen, aber so das gewisse Etwas hat noch gefehlt. Manchmal kann man das gar nicht so genau benennen, was einen gestört hat. Ist mir hier jedenfalls etwas schwerer gefallen ;). Ich denke aber schon, dass ich noch weiter lesen werde ^^.

      LG Insi

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