Donnerstag, 28. April 2016

~Eule rezensiert~ The Diviners #1 - Aller Anfang ist böse von Libba Bray




Titel: The Diviners - Aller Anfang ist böse
Original: The Diviners
Band 1 von ??
Autor: Libba Bray
Genre: Mystery / Thriller
Seiten: 704
Erschienen am: 01.10.2014
Verlagslink: dtv

 


 
Die 17-jährige Evie lebt in Ohio, allerdings hat sie das spießige Leben dort ziemlich satt. Denn im New York der 1920er Jahre wird so viel mehr geboten an Nachtleben und an Möglichkeiten für ein junges, modernes Mädchen wie sie. Da kommt es ihr gerade Recht, dass ihre Eltern sie zu ihrem Onkel nach Manhatten schicken. Eigentlich sollte es eine Strafe für Evie sein, denn sie hat auf einer Party mal wieder ihre besondere Gabe spielen lassen. Das ist keineswegs eine Erfindung von ihr, denn Evie kann tatsächlich Gegenständen die Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. 

Also fährt sie zu ihrem Onkel Will, der passenderweise ein Museum für Okkultismus und Mystik betreibt, um eine Zeit lang bei ihm zu leben. Evie kostet ihre neue Freiheit zusammen mit ihrer besten Freundin Mabel auch in vollen Zügen aus, bis sich grausame Morde in Manhatten ereignen. Evies Onkel wird zu den Ermittlungen hinzugezogen, da auf den Leichen mystische Symbole gefunden werden, die es zu deuten gilt. Neugierig und gewitzt wie sie ist, gelingt es Evie sich ebenfalls an den Ermittlungen zu beteiligen, aber schon bald sieht sie sich einer furchtbaren Bestie gegenüber.


 
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und war total froh darüber, weil es sonst sicher noch eine Weile auf meinem SuB gelegen hätte. So habe ich diese Geschichte auch endlich entdeckt und kann nur sagen, dass es wirklich Spaß gemacht hat und mal wieder eins meiner Bücher völlig zu Unrecht so lange ungelesen war. 

Gerade das Setting und die Atmosphäre haben mir besonders gut gefallen. Die Autorin hat den Flair und das Leben im New York der 1920er Jahren sehr authentisch rüber gebracht, eine für mich sehr faszinierende Zeit, wo Fortschritt und Moderne und alter Glaube und Traditionen Tür an Tür existieren und machmal nur eine Gratwanderung voneinander entfernt sind. Damit spielt die Autorin auch innerhalb der Story und das fand ich wirklich enorm toll ausgearbeitet und hat mich auch direkt in diese Zeit hineinversetzt.

Der Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, sich in dieser Zeit einzufinden. Er lässt sich leicht lesen, hat aber auch ein paar schnörkelhafte und metaphorische Ansätze, die ich sehr gelungen fand. Im ganzen Buch schwingt auch immer ein leicht unheimliches Feeling mit, dass einem Gänsehaut bereitet. Nicht zuletzt auch wegen der Story, in der es eben um diese myteriösen Morde geht, aber auch um alten Glauben und Geister. Es gab da ein paar wirklich gut beschriebene, gruselige Szenen. Gleich der Einstieg hat mich schon aus den Socken gehauen und es hatte mich quasi vom ersten Augenblick an gefesselt. Allerdings gab es auch zwischendrin immer wieder kleinere Atempausen, die teilweise vielleicht sogar zu langatmig waren. Ich persönlich bin aber ganz gut damit zurecht gekommen und wurde nicht in meinem Lesefluss gestört. Auch die Spannung war immer vorhanden, wenn auch mal stärker und mal schwächer. Ich hatte immer den Drang weiterzulesen und wissen zu wollen, was es mit alldem auf sich hat.

Eine große Schwäche hat dieses Buch allerdings leider doch. Und zwar war das für mich Protagonistin Evie. So eine egoistische, nervige, aufdringliche, unüberlegte, überhebliche, oberflächliche und unsympathische Person ist mir selten begegnet. Himmel hat dieses Mädchen mich Nerven gekostet! Sie ist Mabel gegenüber eine sehr schlechte Freundin, zieht sie in jeden Schlamassel mit hinein, besäuft sich dauernd und poliert nur ihr eigenes Ego ohne Rücksicht auf andere. Das Leben ist für sie eine einzige Party und mit dem Nachdenken hat es das Mädel auch nicht unbedingt. Die besonnene und pflichtbewusste Mabel tat mir ein bisschen leid, denn sie mochte ich eigentlich ganz gerne. Zum Glück gibt es auch noch ein paar mehr Charaktere aus deren Sicht dieses Buch geschrieben ist, und die mir im Grunde auch alle ganz gur gefallen haben, sodass man sich nicht nur mit der schrecklichen Evie rumschlagen muss. 

Zum Beispiel gibt es noch die Tänzerin Theta und ihren Freund Henry, den Lottozahlenläufer Memphis und seinen Bruder, einen blinden Mann, Taschendieb Sam und natürlich Evies Onkel und seinen Assistenten Jericho. Und jeder hat so seine Vergangenheit, Gaben und Geheimnisse. Allerdings werden diese nicht bis zum Schluss alle aufgeklärt, sodass noch Stoff für den Folgeband übrig bleibt. Natürlich möchte ich wissen, was es damit auf sich hat und auch das Ende des Buches lässt erahnen, dass da noch mehr lauert.


 
Eine spannende Geschichte, die für mich einfach mal was anderes war und mir wirklich gut gefallen hat. Protagonistin Evie ist zwar eine Herausforderung, aber dafür hat der Rest gestimmt. Gerade das Setting und die Atmosphäre haben für vieles entschädigt, das war nämlich echt unglaublich. Ich bin mir sicher, dass ich den 2. Band auch irgendwann noch lesen werde.


 
  • (Cover: 4,5/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 4/5
  • Charaktere: 3/5
  • Atmosphäre: 5/5
  Ergibt eine Gesamtbewertung von:







Dienstag, 26. April 2016

~Eule rezensiert~ Nur drei Worte von Becky Albertalli






Titel: Nur drei Worte
Original: Simon vs. The Homo Sapiens Agenda
Autor: Becky Albertalli
Genre: Jugendbuch
Seiten: 320
Erschienen am: 26.02.2016
Verlagslink: Carlsen




Simon ist zum ersten Mal so richtig verliebt. Und zwar in Blue, mit dem er fast täglich Emails austauscht, in denen sie sich persönliche und romantische Dinge schreiben. Beide gehen zwar auf die selbe Schule, doch wer Blue ist, das weiß Simon nicht. Und auch, dass Simon schwul ist, hat er bisher noch keinem erzählt. Nicht einmal seinen besten Freunden. Doch als ein Mitschüler versehentlich eine von Blues Emails an Simon liest, droht sein Geheimnis öffentlich zu werden...


 
Ich hatte mich darauf gefreut, mal wieder etwas unbeschwertes und leichtes zu lesen und habe deshalb nach diesem Buch gegriffen. Was ich erwartet habe, habe ich auch bekommen und mir hat diese zuckersüße Geschichte gut gefallen.

Die Kapitel wechseln sich ab zwischen einigen Emails, die sich Blue und Simon schreiben, und dem Fortlauf der Geschichte aus Simons Sicht. Dabei ist der Schreibstil sehr locker, leicht, humorvoll und macht Spaß. Es gab wirklich ein paar schöne Momente und die Autorin streut immer wieder kleine Nebensachen ein, bei denen ich Schmunzeln musste. 
Aber manchmal waren gerade die Emails zwischen Simon und Blue ein wenig seltsam. Zwar niedlich und auch romantisch und alles, aber manchmal benutzten die Beiden auch (Fremd)Wörter, die ich für zwei 17-jährige etwas unpassend fand. Zumindest hat mich das rausgebracht, wenn das mal vorkam. Und passte eben auch nicht ganz zu der ansonst spritzigen, jugendlichen Atmosphäre. 

Wie die Geschichte sich dann entwickelt hat, fand ich aber widerum sehr gut gelungen. Auch wenn es einige Passagen gibt, die ein wenig dahinplätschern, so möchte man als Leser doch immer wissen wie es weiter geht, und wer nun eigentlich Blue ist und wann Simon es herausfindet. Simon wird das Leben auch nicht gerade leicht gemacht und auch das hat natürlich zur Spannung beigetragen. Außerdem spielen Simons Freunde und Familie immer wieder eine wichtige Rolle, was ich sehr schön fand. Das hat dem Ganzen sowas heimeliges gegeben. 

Die Problematik, die in dem Buch angesprochen wird, ist zwar nicht neu, aber gut umgesetzt worden. Es zeigt auf, dass eben auch in der heutigen Zeit Homosexualität manchmal noch immer auf Intoleranz und Unverständnis stößt und dass es noch immer ein großes und teilweise schwieriges Unterfangen ist, für junge Menschen, dazu stehen zu können und es öffentlich zu machen.

Simon als Protagonist fand ich sehr authentisch. Er ist ein bisschen zerstreut, aber ein sehr herzlicher Typ mit viel Humor, den ich gerne durch das Buch begleitet habe. Natürlich hat er auch seine Ängste und Bedenken, was auch eine gewisse Tiefe mitbringt, aber Simon geht doch recht gekonnt mit seiner Situation um. Gerade seine besten Freunde fand ich hier auch wirklich toll und eine gute Unterstützung. 

Das Ende hat mich überrascht und mit einem glücklichen Seufzer zurück gelassen, denn ich war mir bis zum Schluss nicht ganz sicher, wer Blue nun ist. Ich fand die Auflösung ganz goldig. Insgesamt hat es mich dann aber leider doch nicht so berühren können wie so viele andere. Ich habe mich zwar gut unterhalten gefühlt und habe es gerne gelesen, aber so richtig emotional gepackt, hat es mich dann leider nicht.


 
Eine herzerwärmend süße Geschichte mit Wohlfühlfaktor und sympathischen Charakteren. Mir persönlich hat zwar ein bisschen was gefehlt und es plätscherte zwischendurch etwas dahin, aber eine tolle Lektüre für zwischendurch war es allemal. 


  • (Cover: 3/5)
  • Schreibstil: 4/5
  • Story: 3/5
  • Charaktere: 4,5/5
  • Atmosphäre: 3,5/5
  Ergibt eine Gesamtbewertung von: 













Samstag, 23. April 2016

~Eulenpost~ Neuzugänge #3 / 2016 || Pandora, Zodiac #2, Sommer unter schwarzen Flügeln uvm.





Hallo ihr Lieben,

in den letzten Wochen ist mir doch wieder das ein oder andere Buch - 7 Stück um genau zu sein - ins Haus  geflattert und ich finde es ist Zeit, sie euch zu präsentieren ;). Der letzte Neuzugängepost war mitte März, da wirds Zeit... Also los geht's!








Sommer unter schwarzen Flügeln
von Peer Martin
Jugendbuch / Flüchtlinge / Liebe
496 Seiten

Da das Thema so aktuell ist und ich bisher auch nur Gutes über das Buch gehört habe, habe ich es mir als Mängelexemplar mitgenommen. Wenn ich es irgendwie schaffe, möchte ich es auch ganz zeitnah lesen.








Kissed
von Alex Flinn
Froschkönig / Fantasy
368 Seiten

Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich von der Autorin 'Beastly' gelesen und fands damals wirklich toll. Auch dieses Buch gab es als Mängelexemplar und da konnte ich einfach nicht nein sagen ;). Ich will einfach gerne nochmal so eine Märchenadaption lesen.








Zersplittert (Slated #2)
von Teri Terry
Jugendbuch / Dystopie
400 Seiten

Nachdem mir Band 1 so gut gefallen hatte musste natürlich Band 2 auch zeitnah einziehen. Ich lese es auch derzeit, allerdings kommt die Geschichte nicht so richtig in Fahrt, sodass auch ich nicht wirklich mit dem Lesen weiter komme...








Zodiac #2 - Weg der Sterne
von Romina Russell
Science-Fiction / Jugendbuch
360 Seiten

Auch hier hatte ich große Freude an Band 1 und da war klar, dass ich den 2. Band auch unbedingt lesen muss! Und die Cover der Reihe finde ich sooo schön *-*.









Pandora - Wovon träumst du?
von Eva Siegmund
Dystopie / Thriller / Jugendbuch
496 Seiten

Über dieses Buch habe ich auch nur positive Stimmen bisher gehört und ich freue mich schon darauf, es auch endlich zu lesen! Es hört sich jedenfalls sehr interessant an.









Falling Kingdoms #1 - Flamendes Erwachen
von Morgan Rhodes
High Fantasy
448 Seiten

Dieses Buch war mehr oder weniger ein Spontankauf. Es hat mich einfach total angesprochen und ich bin gespannt auf die Geschichte.









Locked in: Wach auf wenn du kannst
von Holly Seddon
Thriller
432 Seiten

Last but not Least hat mich dieses Rezensionsexemplar erreicht. Es soll ja ein bisschen sein wie 'Girl on the Train'. Na, ich bin mal gespannt, denn das hatte mir ja ganz gut gefallen. Es hört sich auf jeden Fall spannend an.








So, das sind meine neuen Schätze ^^. Kennt ihr bereits etwas davon?



Mittwoch, 20. April 2016

~Eulengeschnatter #4~ Nur drei Worte: Leseflauten sind doof



Hallo ihr LeseEulen,

ich wollte mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir geben und euch ein wenig aus meinem Lesealltag erzählen. Allerdings habe ich nicht so gute Neuigkeiten, denn ich habe mal wieder in einer Leseflaute gesteckt v___v'. Nicht einmal eine vernünftige Begründung kann ich dafür geben... Totale Lustlosigkeit war es halt. Ich glaube ich habe in den ersten 2 Wochen überhaupt gar nicht gelesen.

Erst jetzt wo der Monat fast rum ist, bekomme ich so langsam wieder Lust auf meine Bücher. Oh man. Und ich habe auch erst vorgestern mein erstes Buch für den April beendet, yay xD. Ich dachte ja zu Anfang ich gehe zum ersten Mal mit einer Nullrunde aus einem Monat raus xD. Unglück gerade noch abgewendet ^^'. Ich hoffe, es bleibt nicht bei dem einen Buch. Die Aufholjagd ist jedenfalls eröffnet und ich bin fleißig dabei ;). Sonst werdet ihr eine zutiefst beschämte Eule im Lesemonat April wiedersehen... Nagut, sie wird sich sowieso schämen xD.


 
Bisher gelesen


 
Tja... das ist meine traurige Ausbeute. Eigentlich hätte ich nach der Lektüre einen Zuckerschock bekommen müssen. Sehr, sehr, SEHR süße Geschichte, aber leider nichts besonders ^^. Eine Rezi werde ich die Tage hoffentlich noch schreiben.



 
Lese ich zur Zeit



          

 Meine obligatorischen 4 Bücherlein zum parallel-lesen sind alle am Start ;). 
The Diviners habe ich erst vor 2 Tagen begonnen im Rahmen einer Leserunde und bin positiv überrascht. Es ist wirklich toll. Ich bin ganz hin und weg von der Atmosphäre des New York der 1920er Jahre. Die Tehmatik ist auch spannend, allein mit der Protagonistin werde ich nicht richtig warm. Evie ist echt alles andere als sympathisch für mich. Aber der Rest des Buches ist toll und macht mir gerade wieder extrem Lust aufs Lesen! Bin jetzt auf Seite 196 von 704.

Zersplittert ist dafür gerade etwas eingeschlafen. Es passieren zwar Dinge, aber irgendwie kommt die Story nicht so richtig aus dem Quark. Die Hälfte habe ich nun gelesen und hoffe, dass es in der zweiten Hälfte wieder bergauf geht.

Das Institut der letzte Wünsche habe ich auch angelesen. Aber wirklich nur angelesen, weil ich mich noch nicht so richtig auf die Geschichte konzentrieren konnte. Und ich habe schon gemerkt, dass ich für das Buch die nötige Ruhe und Konzentration brauche. Die ersten 50 Seiten haben sich aber schonmal gut lesen lassen und mir gefällt die Idee der Geschichte schon jetzt sehr gut.

Blutbraut müsste euch noch aus dem letzten Eulengeschnatter bekannt vorkommen ;). Ja aber auch hier habe ich in den letzten Tagen endlich weiter gelesen. Damals war ich auf Seite 160 und ziemlich verzweifelt, weil ich es sehr langweilig fand und es mich so gar nicht packen konnte. Lucinda und ihre Typen nerven außerdem. Mittlerweile bin ich auf Seite 312 angekommen und... naja... Ich finde es zwar besser als noch zu Anfang, aber so richtig überzeugt bin ich noch nicht. Lucinda und die Typen nerven nach wie vor :/. Aber ich denke, ich werde vorerst noch weiter lesen.



 
Wunschlistenfutter



https://www.piper.de/buecher/zodiac-weg-der-sterne-isbn-978-3-492-70382-6    http://www.randomhouse.de/Buch/Skin.-Das-Lied-der-Kendra/Ilka-Tampke/Penhaligon/e482361.rhd    http://www.beltz.de/kinder_jugendbuch/produkte/produkt_produktdetails/30694-wie_das_licht_von_einem_erloschenen_stern.html     http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Pandora-Wovon-traeumst-du/Eva-Siegmund/cbt/e484636.rhd


Diese vier Neuerscheinungen aus dem April haben es außerdem auf meine Wunschliste geschafft. Auf Zodiac freue ich mich schon unheimlich, das habe ich mir bereits zusammen mit Pandora bestellt. Bei Pandora sollte man sich nicht vom Cover täuschen lassen. Es sieht zwar nach Prinzessinnen-Story aus, soll aber in eine völlig andere Richtung gehen. Ich bin gespannt ^^. 
Wenn ihr mehr über die Bücher erfahren möchtet, klickt einfach auf die Cover um zur Beschreibung zu gelangen ;).


Wie ergeht es euch denn gerade so? Was lest ihr? Seid ihr bisher zufrieden?




 

Dienstag, 12. April 2016

~Eule rezensiert~ Midnight Girl #1 von Melissa Grey






Titel: Midnight Girl - Das Lied des Feuervogels
Original: The Girl at Midnight
Band 1 von 3
Autor: Melissa Grey
Genre: Urban Fantasy
Seiten: 416
Erschienen am: 02.11.2015
Verlagslink: cbj








Darum geht es:

Echo ist ein Waisenmädchen, ein Schicksal, das sie bereits in sehr jungen Jahren für sich gewählt hat, als sie von Zuhause weglief um fortan in einer Bibliothek zu leben und sich mit kleinen Diebstählen durchs Leben zu schlagen. Doch sie wird von der Ala gefunden. Ala ist eine Avicin, ein fantastisches Mischwesen, halb Mensch, halb Vogel. Und sie nimmt Echo mit in das Versteck der Aciven in dem sie fortan aufwächst. Ihre Fähigkeiten als Meisterdiebin hat Echo über die Jahre weiter ausgefeilt und wird nun auch regelmäßig von ihrer Ziehmutter ausgeschickt um bestimmte Artefakte zu finden. Unter anderem Hinweise, die zum Feuervogel führen sollen. Ein Geschöpf, das die Macht haben soll, den Frieden zwischen den Avicen und ihren ärgsten Feinden, den Drakharin, wieder herzustellen. Doch auf einer dieser Missionen gerät Echo in feindliche Gefangenschaft und ausgerechnet der Drachenprinz Caius rettet sie. Was steckt dahinter? Und gibt es wirklich einen Feuervogel?


So fand ich es:

Man merkt schon anhand des Inhalts, das mit diesem Buch das Rad nicht neu erfunden wurde. Vieles erinnert stark an die 'Zwischen den Welten'-Trilogie von Laini Taylor und auch während des Lesens ist mir das immer wieder aufgefallen, dass es gewisse Parallelen gibt. Allerdings hat mich auch gerade dieser Vergleich zwischen den Büchern so gereizt danach zu greifen, weil ich 'Zwischen den Welten' grandios fand und gerne wieder etwas in diese Richtung lesen wollte.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir an sich gut gefallen. Ein kurzer Ausschnitt aus Echos Vergangenheit und dann der Sprung in die Gegenwart, wo die Meisterdiebin gleich in vollem Einsatz gezeigt wird. Auch die Lebensweise der Avicen lernen wir ein wenig kennen. Allerdings hätte es für meinen Geschmack noch etwas detailierter sein können. Ich konnte mir vieles gar nicht so richtig vorstellen. Über den Ort an dem sie leben, habe ich so gut wie gar kein Bild im Kopf, selbst wie diese Mischwesen aussehen, bleibt für mich nur eine Ahnung. Die Autorin spart doch recht stark an Beschreibungen. Ich kann mich nicht einmal erinnern gelesen zu haben, welche Haar- und Augenfarbe Echo hat. Von den Drakharin habe ich eine etwas bessere Ahnung, da Echo durch ihre kurze Gefangenschaft - und dadurch, dass auch Prinz Caius häufig zu Wort kommt - natürlich auch alles neu erlebt. Aber ingesamt fand ich diese Tatsache leider etwas unbefriedigend und ist definitiv das größte Manko des Buches.

Die Charaktere waren hingegen toll ausgearbeitet und ich habe sie schnell ins Herz schließen können. Echo ist eine taffe junge Frau mit einem Geheimnis, welches sie aber selbst erst entdecken muss. Zur Seite steht ihr ihre beste Freundin Ivy, eine ruhige, bedächtige Avicin um die sich Echo aber auch sehr sorgt. Und ihr humorvoller Freund Rowan, mit dem sie seit kurzem erst in einer Beziehung ist. Er wird zum Krieger ausgebildet und dementsprechend sieht sie ihn nicht so oft.
Aber auch Echo ist viel für die Ala unterwegs. Dabei bedient sie sich einem magischen Schattenstaub, mit dem sich Portale zu anderen Orten öffnen lassen, an denen sie dann diverse Dinge ergaunert. Allerdings begegnen ihr auch viele Avicen mit Skepsis. So richtig akzeptiert wurde sie als Mensch unter den Avicen nie.

Unterschwellig brodelt die Fehde zwischen den Avicen und den Drakharin. Anfangs gar nicht wirklich präsent, wird sie plötzlich allgegenwärtig, als Echos Freundin Ivy von den Drachen-Mischwesen gefangen genommen wird. Und auch Echo macht eine unliebsame Begegnung mit Dorian, einem Offizier des Drachenprinzen. Bald danach begegnet sie auch schon Caius, der sich allerdings als Söldner ausgibt und ihr und Ivy zur Flucht verhilft. Denn auch Caius kann aus einem bestimmten Grund nicht länger in der Burg bleiben. Sein treuer und pflichtbewusster Offizier Dorian weicht ihm dabei nicht von der Seite und Echo muss sich etwas überlegen wie sie sich, Ivy und die zwei Drakharin vor Angriffen aus beiden Völkern versteckt. Sie kommen daraufhin bei Jasper unter, einem Avicen, der wie Echo Berufsdieb ist und als Einzelgänger lebt. Gemeinsam wollen sie nun herausfinden, wo der Feuervogel ist, um den Krieg zwischen den Völkern aufzuhalten.

Bis hier hin eine ganz unterhaltsame Geschichte, auch spannend, mit Perspektivwechseln und durchaus gut erzählt, so dass man weiter lesen möchte. Allerdings gestaltete sich der Mittelteil des Buches etwas zäh, denn was die Autorin an Beschreibungen bei Orten, dem Aussehen von Leuten und Ursachen von Konflikten einspart, das legt sie voll und ganz in die zwischenmenschlichen Beziehungen und Gefühle. Es ging sehr viel darum, wie welcher Charakter auf wen reagiert, wer in wen verliebt ist und wer nicht. Das war zwar irgendwie auch ganz süß, aber auf die Dauer dann doch zu unwesentlich. Das hätte man etwas abkürzen können und dafür das, was gefehlt hat, ergänzen können. So bekam der ganze Aufbau der Story ein leichtes Ungleichgewicht. Geht es nun um die Beziehungen der Charaktere oder doch um den Krieg und die Suche nach dem Feuervogel?

Zum Ende hin nahm die Geschichte dann wieder ordentlich an Fahrt auf und wurde nochmal richtig spannend. Auch wenn man sich natürlich auch so einiges schon denken konnte. Aber es hat mich gut unterhalten und es gab auch durchaus nette Ideen, die mein Interesse an dem Buch hochgehalten haben. Aber es lebt wirklich eindeutig von den Charakteren.


Mein Fazit:

Ein solides Fantasy-Buch, mit interessanten Wesen, liebenswerten Charakteren aber auch ein paar kleinen Schwächen. Insgesamt hatte ich Spaß beim Lesen, aber ein paar Details hätten besser ausgearbeitet sein können und was Neues war es auch nicht wirklich, wirkte stellenweise sogar ein wenig abgekupfert. Ich hoffe einfach, dass Band 2 in eine andere Richtung gehen wird. Neugierig, wie es mit Echo weiter geht, bin ich nämlich schon.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 3,5/5)
  • Schreibstil: 3,5/5
  • Story: 3/5
  • Charaktere: 4,5/5
  • Atmosphäre: 4/5
  Ergibt eine Gesamtbewertung von:
 









Samstag, 9. April 2016

~Eule rezensiert~ Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness





Titel: Sieben Minuten nach Mitternacht
Original: A Monster Calls
Autor: Patrick Ness / Siobhan Dowd
Genre: Jugendbuch (mit einem Hauch Fantasy)
Seiten: 188
Erschienen am: 21.10.2013
Verlagslink: Goldmann









Darum geht es:

Immer zur gleichen Zeit, nämlich um 0:07, hat der dreizehnjährige Conor einen verstörend realtistischen Traum in dem ein riesiges, baumartiges Monster auftaucht. Und dieses Monster ist aus einem bestimmten Grund da. Es erzählt Conor Geschichten, die ihm helfen sollen, denn Conors Leben ist derzeit alles andere als einfach. Seine Mutter ist schwer krank, in der Schule wird er gemobbt und zu allem Verdruss muss er bei seiner ungeliebten Großmutter leben. Doch wie genau sollen ihm die Geschichten des Monsters helfen und was sind ihre eigentliche Bedeutung?

"Du schreibst die Geschichte deines Lebens nicht mit Worten, sagte das Monster. Du schreibst sie mit Taten. Es ist nicht wichtig, was du denkst. Wichtig ist nur, was du tust." (S. 179)


So fand ich es:

Sehr viel mehr möchte ich gar nicht über den Inhalt des Buches verraten. Man sollte sich wirklich selber davon überzeugen und einfach in die Geschichte fallen lassen. So habe ich dieses Buch auch ganz spontan zur Hand genommen und bin wirklich beeindruckt. Noch über eine Woche nach der Lektüre muss ich über die Geschichte nachdenken und kehre in Gedanken immer wieder zu Conor und seinem Monster zurück.

Die erste Hälfte des Buches konnte mich zwar noch nicht vollends überzeugen - obwohl schnell klar wurde, dass dieses Buch etwas besonderes ist - aber dann war ich plötzlich so gefangen in der Geschichte, dass es mich nicht mehr losgelassen hat. Warum der Einstieg noch ein bisschen gehakt hat, kann ich gar nicht so genau benennen. Vielleicht lag es am Schreibstil, denn auch der ist irgendwie besonders. Zwar leicht und gut verständlich, fast kindlich durch Conors junges Alter, aber auf der anderen Seite auch ein wenig poetisch und mit viel Tiefe und einer sanften Eindringlichkeit. Eine Kombination an die ich mich wohl erst gewöhnen und mich darauf einlassen musste. Was dann aber ja zum Glück noch mit großer Wucht geschehen ist.

Außerdem mag ich es unheimlich gerne, wenn Geschichten innerhalb von Geschichten erzählt werden. Ich fand das Monster und seine Erzählungen wirklich gelungen, mysteriös, bedrückend und mit seiner ganz eigenen Moral. Und auch in gewisser Weise übertragbar auf Conors Alltag, der sich für ihn als große Herausforderung gestaltet.

Die meiste Zeit hatte ich großes Mitgefühl gegenüber Conor. Er ist ein netter Junge, der sich um seine Mutter sorgt, sich um alles kümmern möchte und sich verzweifelt an die Hoffnung klammert, dass alles gut wird und dadurch eben auch viele Sachen verdrängt und in sich hinein frisst. Zudem hat er einen schweren Stand in der Schule, wird ignoriert und gemieden, von ein paar Kindern sogar ziemlich fies behandelt. Aufgrund der eh schon schlimmen Lage bei ihm Zuhause hat mir diese Ungerechtigkeit natürlich doppelt leid getan und ist auch als Leser nicht einfach zu ertragen. Gerade für mich, weil ich ähnliches wie er erleben musste und mich da irgendwie wieder erkannt habe. Wahrscheinlich lässt mich dieses Buch auch deshalb noch nicht los und das wird es wahrscheinlich auch so schnell nicht.

Schlimm ist auch, dass man eigentlich die ganze Zeit während des lesens weiß, worauf alles hinauslaufen wird. Und trotzdem ist es so unglaublich berührend und packend. Ich habe mehrmals schwer schlucken müssen, konnte das Buch aber auch nicht aus der Hand legen.
Nun habe ich gesehen, dass dieses Buch auch verfilmt wird und noch dieses Jahr in die Kinos kommt. Ein Teil von mir möchte den Film unbedingt sehen, aber ich habe auch Angst davor, zu heulen wie ein Schlosshund.




Mein Fazit:

Ein ganz besonderes Buch, das ziemlich tief geht, wenn man sich darauf einlassen kann. In meinen Gedanken geistert die Geschichte noch immer umher und hat mich nachhaltig beeindruckt. Ein dünnes Büchlein, in dem aber eine Menge drin steckt. Ich möchte es euch wirklich ans Herz legen. Lest es.


Meine Bewertung:
  • (Cover: 4,5/5)
  • Schreibstil: 4,5/5
  • Story: 5/5
  • Charaktere: 5/5
  • Atmosphäre: 5/5
  Ergibt eine Gesamtbewertung von:
 







Freitag, 1. April 2016

~Eule blickt zurück~ Das war der März 2016






Hallo LeseEulchen,

könnt ihr glauben, dass bereits der 3. Monat des Jahres 2016 rum sein soll? Ich nicht so wirklich... Mir kommt es so vor, als wäre gestern erst Weihnachten gewesen xD. Die Zeit vergeht immer schneller, die Zeit zum Lesen wird immer weniger... Den einzige Vorteil, der das schnelle Voranschreiten der Zeit mit sich bringt ist, dass ich schnell den nächsten Lesemonat abtippen darf xD. Einen meiner Lieblingsposts ;). (Nur wenn man nicht viel schafft zu lesen, ist das auch eher kontraproduktiv xD)

So langsam rappele ich mich aber auf und konnte mich in diesem Monat wieder ein wenig steigern was die Anzahl der gelesenen Bücher angeht. Da ist zwar bestimmt noch mehr drin, aber damit kann ich schon zufrieden sein ^^. Und auch der März war wieder geprägt von guter Lektüre und nur einem richtigen Flop. So kann es weiter gehen. Einzig mit den Rezis hinke ich ein bisschen hinterher... Irgendwie bin ich Rezi-faul geworden, warum auch immer ^^'.

Folgende Schätzchen habe ich im März verschlungen:



1)
Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin
464 Seiten

Mein März startete schon gleich mit einem Buch, das mich sehr berührt hat. Ich mochte die irische Familie, die darin beschrieben wird und habe sie trotz des traurigen Themas gerne begleitet und auch durchaus mit ihnen lachen können. | REZI

2)
Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh
400 Seiten

Auch das nächste Buch war für mich ein kleines Highlight. Ein orientalisches Märchen, das seinen ganz eigenen Charme versprüht und mich, trotz typischem Jugendbuch-Aufbau, in seinen Bann gezogen hat. | REZI

Abgebrochen 
Dragonfly - Finde deine Bestimmung von Antoinette Lühmann
Leider folgte daraufhin mein Monatsflop, den ich leider auch nicht auslesen konnte und wo ich bereits bei Seite 113 genervt die Flinte ins Korn geworfen habe. Ich kam mit dem Schreibstil gar nicht klar. Es war so langweilig und ein Durcheinander an Perspektiven, das war leider überhaupt nicht mein Fall. Ich konnte weder mit den Charakteren mitfühlen noch hat es Interesse am Ausgang der Geschichte in mir geweckt.


3)
Gelöscht (Slated #1) von Teri Terry
432 Seiten

Das nächste Buch, das ich mir von meinem SuB gegriffen habe, konnte mich dann aber wieder von sich überzeugen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und fand die unterschwellige Spannung und das Schicksal der Protagonistin wirklich mitreißend. | REZI

4)
Endgame #2 - Die Hoffnung von James Frey
592 Seiten

Dann habe ich endlich Endgame ausgelesen, das ich schon im Februar angefangen hatte... Dieses brutale Gemetzel und diesen emotionslosen, geradezu nervenzerreißend nüchternen Schreibstil konnte ich mir einfach nicht am Stück geben. Obwohl die Geschichte an sich wirklich interessante Aspekte hat und durchaus auch spannend ist. Ein paar Charaktere haben sich für mich auch in eine positive Richtung entwickelt, sodass ich doch dran bleiben und wissen wollte, wie es weiter geht. Aber so richtig überzeugt bin ich auch nach diesem zweiten Band noch nicht. Ein wirklich seltsames Buch.

5)
Alle Sieben Wellen von Daniel Glattauer
220 Seiten

Zum Ausgleich zur Brutalität von Endgame war dann der Email-Verkehr zwischen Emmi und Leo eine sehr willkommene Abwechslung. Ich wusste ja nun schon, aufgrund von 'Gut gegen Nordwind', was mich erwartet und konnte mich schon viel besser mit den Beiden arrangieren. Natürlich ist es wieder ein hin und her zwischen ihnen, ohne viel Handlung, aber mit vielen schönen und lustigen Wortwechseln. Ich mochte es und finde es gut, dass Daniel Glattauer Emmi und Leo, und vor allem auch seinen Lesern, diesen zweiten Band gegönnt hat.

6)
Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness
188 Seiten

Was für eine geniale, traurige und berührende Geschichte! Mein Spontangriff ins SuB-Regal hat dieses schmale Schätzchen ans Licht gefördert und es hat mich total gefesselt. Am Anfang fehlte mir erst noch etwas, aber dann war ich plötzlich so drin in der Geschichte, dass ich es innerhalb kurzer Zeit durch hatte. Als ich dann noch gesehen habe, dass das Buch in diesem Jahr verfilmt wird, war ich so richtig begeistert. Ich muss auf jeden Fall diesen Film dazu angucken! Und eine Rezi gibt es hoffentlich auch noch die Tage...

7)
Midnight Girl #1 - Das Lied des Feuervogels von Melissa Grey
416 Seiten

Das letzte Buch, welches ich im März beendet habe, war dann dieses hier. Ich hatte mich total darauf gefreut diese Geschichte endlich zu lesen und war wirklich sehr neugierig darauf. Nicht zuletzt auch wegen den Vergleichen zu meiner geliebten 'Zwischen den Welten'-Trilogie von Laini Taylor, die dauernd gezogen wurden. Ich konnte durchaus Parallelen erkennen, es hat Spaß gemacht diese Geschichte zu lesen und auch die Charaktere waren toll. Aber ich fand es dennoch im Vergleich ein Stück weit nichtssagender. Die Autorin hat sich sehr viel auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und Konflikte konzentriert, dadurch gab es leider ein paar Längen. Auch wenn besagte Passagen durchaus auch ihren Witz und Charme hatten. Es kam mir einfach nicht so ganz rund vor. Ich hoffe, ich schaffe es noch, die Tage eine ausführliche Rezi zu schreiben...



 



Gelesene Bücher: 7 || 1 Buch abgebrochen
Neuzugänge: 9
Gelesene Seiten: 2.825
Seiten pro Tag: ~91

SuB zum 01.03.2016: 139
SuB zum 31.03.2016: 125 || 15 Bücher aussortiert