Sonntag, 20. Mai 2018

~Eule rezensiert~ One of us is lying von Karen M. McManus









One of us is lying von Karen M. McManus

Übersetzt von Anja Galic
Einzelband
Jugendthriller
448 Seiten
Erschienen am 01.02.2018 bei cbj








An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv...
Wie viele andere auch war ich total neugierig auf dieses Buch. Schon lange hatte ich keinen Jugendthriller mehr in der Hand und wollte das mit diesem Titel unbedingt ändern. Es war auch wirklich gut und hat mir grundsätzlich gefallen, aber irgendwie hatte ich auch ein bisschen was anderes erwartet...

Es geht gleich los mit dem verhängnisvollen Tag, wo die 5 Schüler Bronwyn, Addy, Nate, Cooper und Simon nachsitzen müssen. Da passiert es: Simon trinkt ein Glas Wasser und bricht daraufhin zusammen. Im Krankenhaus stirbt er an den Folgen einer heftigen allergischen Reaktion, denn das Glas aus dem er getrunken hat, weist Rückstände von Erdnussöl auf. Simon ist extrem allergisch gegen Erdnüsse, was auch allgemein an der Schule bekannt ist. Deshalb geraten die anderen 4 Schüler, die mit ihm im Raum waren, prompt unter Mordverdacht. Das Motiv? Simon hostet eine App auf der er Skandale über seine Mitschüler postet und am nächsten Tag wäre ein Enthüllungsbeitrag über eben diese 4 Schüler geplant gewesen. Denn jeder von ihnen hat ein wohl gehütetes Geheimnis, das er mit sich herum trägt und was nicht an die Außenwelt dringen darf.

Die Charaktere an sich waren klischeebehaftet und sehr stereotyp. Bronwyn ist die schlaue, aber hübsche Streberin, Nate der Badboy der mit Drogen dealt, Cooper der Baseball Star der Schule und Addy die beliebte Beauty-Queen. Ein typisches Bild also. Vollkommen unterschiedliche Menschen, die aber alle plötzlich auf tragische Weise etwas gemeinsam haben. Und ja, das Konzept funktioniert halt immer noch. Denn so typisch sie auch waren, so haben sie doch Spannung in die Geschichte gebracht. Vor allem wegen ihrer Geheimnisse. Und im Laufe der Zeit entwickeln sie sich auch weiter und bekommen etwas mehr Tiefe, was mir gut gefallen hat. Einige wachsen einem mehr ans Herz als andere und gegenseitig lernen sie sich auch immer besser kennen durch den Vorfall, was natürlich wieder neue Situationen ergibt. Das Zwischenmenschliche der Charaktere hat in dieser Story auf jeden Fall einen sehr hohen Stellenwert und es geht bei weitem nicht allein um die Aufklärung des Mordes an Simon.

Die Story kam aber lange Zeit nicht so richtig in Fahrt. Man wollte zwar trotzdem immer wissen wie es weiter geht und wissen was nun letztendlich hinter all dem steckt, aber das ganze ging dann eher in gemächlichem Tempo vonstatten. Man konnte aber trotzdem ganz wunderbar miträtseln und ich kam bis kurz vor Schluss nicht hinter die Auflösung. Trotz des langsamen Tempos hat sich das Buch als Pageturner erwiesen, der sich super gut und flüssig weglesen ließ.

Die Auflösung an sich lässt mich allerdings etwas zwiegespalten zurück. Ich ging mit einer gewissen Erwartung an das Buch gegangen bzw. das Buch hat mir etwas bestimmtes suggeriert, das ich dann erwartet hatte. Es kam dann allerdings nicht so wie ich persönlich davon ausgegangen war. Was letztendlich okay, aber eben auch nur geschickt von der Autorin aus der Affäre gewunden war. Ein wenig mehr Konsequenz hätte ich mir da schon gewünscht, gerade in Anbetracht dessen, was das Buch mir als Leser eingangs vermittelt hat. Zu sehr ins Detail möchte ich an dieser Stelle nicht gehen, sonst würde ich übertrieben spoilern.
Nicht ganz das, was ich erwartet habe, aber durchaus mitreißend und ein spannender Happen für zwischendurch. Die stereotypen Charaktere entwickeln sich zum Glück weiter und trotz des etwas ruhigeren Tempos bleibt man gefesselt und möchte wissen wie es weiter geht. Nicht herausragend, aber durchaus ganz nett.












Donnerstag, 17. Mai 2018

Mein Urlaub in Rom - Ein Reisebericht




Hallo ihr Lieben,

ich hatte euch ja gefragt, ob ihr Interesse an einem kleinen Reisebericht hättet und da die Meisten von euch mit "ja" geantwortet haben, habe ich mich mal rangesetzt und euch ein paar Eindrücke zusammen gestellt :).

Grund für meine Reise nach Rom war, dass mich die Stadt und vor allem ihre Geschichte schon immer interessiert hat. Besonders die Architektur, die üppigen Kirchen und die Ruinen: das alles wollte ich zumindest einmal live gesehen haben. Und deshalb habe ich mir pünktlich zu meinem 30. Geburtstag diesen Wunsch erfüllt, mir meine beste Freundin geschnappt und mich in den Flieger gesetzt.

Da Sightseeing für uns die oberste Priorität in diesem Urlaub hatte, haben wir uns einer Reisegruppe angeschlossen um wirklich möglichst viel zu sehen zu bekommen und damit wir auch immer mit geschichtlichen Infos versorgt sein würden. Das war letztendlich auch eine gute Entscheidung, denn so haben wir wirklich sehr viel entdeckt und auch die Hintergründe noch mitgeliefert bekommen.

Aber es bedeutete natürlich auch ein straffes Programm und, neben dem permanenten Input durch die Reiseleitung, der ein oder andere Kilometer, der abgelaufen werden musste. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir am Ende eines jeden Tages immer ein wenig groggy waren.
Wir Bürotanten haben halt auch einfach nicht die allerbeste Kondition *lach*. Hat uns aber irgendwie auch ganz gut getan und würde ich immer wieder so machen. Das Wetter war übrigens auch die ganze Woche über bombastisch. Sonne satt. Es kratzte zeitweise schon an der 30 Grad Marke. Für Sightseeing sogar fast schon zu warm und für norddeutsche Milchbrötchen ja sowieso, hehe ^^'.

Mein erster Eindruck von Rom war übrigens totale Reizüberflutung. Was da an Menschen und vor allem auch an Autos unterwegs ist, ist der absolute Wahnsinn. Und man bekommt wirklich das Gefühl, da macht jeder was er will. Gerade was den Verkehr betrifft. Ich hatte das ja für ein blödes Vorurteil oder ein Klischee gehalten, aber Leute... da ist definitiv was dran. Selbst ein Busfahrer, der uns am letzten Tag zurück zum Flughafen brachte, gab zu: "Traffic in Italy is C.R.A.Z.Y!" Ja, verrückt ist gar kein Ausdruck.
Da ist die ein oder andere Nahtoderfahrung für uns ordnungsliebende Deutsche an der Tagesordnung. Man gewöhnt sich aber mit der Zeit daran, zumindest als Fußgänger. Mich selbst hinters Steuer setzen würde ich mich dort jedenfalls selbst dann nicht, wenn mein Leben davon abhinge...
Außerdem würde es mir in der Seele wehtun, wenn mein Baby (also mein Auto) auch nur noch als zerbeulter, dreckiger Klumpen an der überfüllten Straße stehen würde. Denn ein Auto in Rom zu finden ohne irgendeinen Schaden, ist wie die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Sonntag, 13. Mai 2018

~Eule rezensiert~ Ready Player One von Ernest Cline







Ready Player One von Ernest Cline

übersetzt von Sara und Hannes Riffel
Einzelband
Science-Fiction / Dystopie
544 Seiten
Erschienen am 27.04.2017 bei Fischer TOR 








Im Jahr 2045 ist die Welt ein hässlicher Ort: Die Erdölvorräte sind aufgebraucht, ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut. Einziger Lichtblick ist die OASIS, eine virtuelle Ersatzwelt, in der man leben, arbeiten, zur Schule gehen und spielen kann. Die OASIS ist ein ganzes Universum, es gibt Tausende von Welten, von denen jede ebenso einzigartig wie phantasievoll ist. Und sie hat ein Geheimnis.
Der exzentrische Schöpfer der OASIS hat tief im virtuellen Code einen Schatz vergraben, und wer ihn findet, wird seinen gesamten Besitz erben – zweihundertvierzig Milliarden Dollar. Eine Reihe von Rätseln weist den Weg, doch der Haken ist: Niemand weiß, wo die Fährte beginnt. Bis Wade Watts, ein ganz normaler Junge, der am Stadtrand von Oklahoma City in einem Wohnwagen lebt, den ersten wirklich brauchbaren Hinweis findet. Die Jagd ist eröffnet...
Da es ja zu diesem Buch seit Kurzem einen Film gibt und es mir dadurch wieder überall begegnet ist, habe ich meiner Neugier nachgegeben und wollte mich selbst von der Geschichte überzeugen. Die Überlegung ist nämlich auch, den Film anzusehen und da kann es ja nicht schaden sich vorher mal die Buchvorlage zu Gemüte zu führen.

Donnerstag, 10. Mai 2018

~Eulengeschnatter~ Datenschutz = absolute Verunsicherung - Wie geht es weiter?





Hallo meine Lieben,

ich weiß, es ist ein leidiges Thema, aber es beschäftigt ja derzeit uns alle, mich natürlich eingeschlossen. Und da ich ja immer über das schnattere, was mich aktuell am meisten beschäftigt, komme auch ich nicht daran vorbei:

DSGVO

Ihr alle habt euch bestimmt schon bei verschiedensten anderen Bloggern und Informationsseiten darüber informiert. Einen sehr ausführlichen Artikel habe ich vor kurzem auf Skoutz entdeckt. Deswegen werde ich dazu im einzelnen nichts mehr sagen, wir alle haben mittlerweile zumindest eine grobe Ahnung, was für Anforderungen bestehen und worauf die neue Verordnung hinaus will. 

Datenschutz ist wichtig, das steht außer Frage. Auch ich selbst möchte natürlich nicht, dass mit meinen Daten Schindluder betrieben wird. Aber die Umsetzung stellt mich persönlich vor ein Rätsel. Ein paar Dinge habe ich bereits im letzten Monat auf meinem Blog angepasst, aber es gibt doch noch Sachen, die ich nicht ändern kann, weil sie in den Händen des Anbieters (in meinem Fall Blogger) liegen oder die ich nicht verstehe oder die mit hohem Aufwand verbunden sind. Wie auch immer. Ihr merkt es schon, die Verunsicherung ist groß.

Wer hat denn schon Zeit sich durch seitenweise Text in Beamtendeutsch zu wurschteln und dann auch noch zu verstehen was da steht und im Anschluss alles umzusetzen? Richtig. Die wenigsten. Mich schließe ich da absolut ein. Ich betreibe diesen Blog nur als Hobby, er dient mir lediglich als Plattform für meine Meinung über Bücher und zum Teilen meines Hobbies mit anderen Bücherjunkies. Da kann man sich schon mal verarscht fühlen, wenn man plötzlich vor einen solchen Berg von Anforderungen gestellt wird. Warum werden wir Hobby-Blogger mit großen Firmen über einen Kamm geschoren und warum wird es uns so schwer gemacht?

Wie gesagt, ein paar Dinge habe ich bereits angepasst, allerdings bin ich mir auch damit noch ziemlich unsicher. Schließlich liest man neuerdings auch dauernd von irgendwelchen utopischen Strafen, die bei nicht ordnungsgemäßer Umsetzung verhängt werden. Ob das alles stimmt steht natürlich wieder auf einem anderen Blatt, aber da ich es nicht mit Sicherheit weiß, will ich lieber kein Risiko eingehen. Man liest und hört so viel widersprüchliches, dass ich mittlerweile auch gar nicht mehr unterscheiden kann, was richtig und was falsch ist.

Was bedeutet das also für "Insi Eule und ihre Bücher"? Ganz ehrlich: ich weiß es nicht. Noch weigere ich mich beharrlich zu glauben, dass es uns kleinen Buchbloggern wirklich so schwer gemacht wird. Noch hoffe ich, dass auch die Anbieter der Blogger Plattform einschreiten und Änderungen vornehmen werden, wenn sie nicht sogar schon dabei sind. Schließlich wäre das ja auch in ihrem Interesse, sonst würden sie ja viele ihrer Kunden verlieren. Hoffentlich wird sich alles rechtzeitig zum 25.05. aufklären. Bis dahin bleibt die Unsicherheit.

Einige haben ihre Blogs bereits geschlossen oder haben es vor. Jedenfalls lese ich das in letzter Zeit immer häufiger. Allgemein wirkt die Community sehr angespannt und melancholisch auf mich. Irgendwie ist es auch ruhig geworden, nicht wie die Ruhe vor dem Sturm sondern die Ruhe der Resignation. Zumindest ist es das, was bei mir ankommt. Und ja, ich kann es verstehen. Auch ich fühle mich irgendwie angespannt und ich bin sauer, weil ich mein Hobby noch nicht aufgeben möchte, aber diese Entscheidung wie ein Elefant mit mir im Raum hockt. Noch werde ich das ganze bis Ende des Monats aussitzen. 

Sollte bis dahin allerdings noch immer ein großes Fragezeichen über meinem Kopf schweben und ich mich unsicher fühlen, dann werde wohl auch ich vorerst den Blog auf privat stellen. Dann ist es tatsächlich auch für mich (vorerst) das Ende. Jedenfalls so lange, bis es eine Lösung gibt mit der ich weitermachen kann. Gibt es die nicht, ist es wohl das endgültige Aus für diesen Blog. Ich bin leider nicht bereit, neben meinem Vollzeitjob und den privaten Verpflichtungen mich auch noch mit meinem Hobby zu stressen, das mir ja eigentlich als Ausgleich zum Alltag dienen soll.

Wie geht ihr mit der DSGVO um? Wie geht es für euch weiter? Habt ihr neue Erkenntnisse gewonnen, die uns kleine Buchblogger vielleicht doch noch retten können, ohne dass wir etliche Stunden von Arbeit in die Umsetzung stecken müssen und uns dann noch immer nicht sicher fühlen können? Für jede Hilfe oder jeden Tipp bin ich dankbar.




Sonntag, 6. Mai 2018

~Eule rezensiert~ Fire & Frost - Vom Eis berührt von Elly Blake







Fire & Frost - Vom Eis berührt von Elly Blake

(engl.: Frostblood)
Übersetzt von Yvonne Hergane
Band 1 von 3
High Fantasy
416 Seiten
Erschienen am 14.02.2018 bei Ravensburger







Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. Und Firebloods wie sie werden von der Frostblood-Elite des Königreichs gnadenlos gejagt. Als die königlichen Soldaten Ruby aufspüren, wird sie ausgerechnet von dem jungen Frostblood-Krieger Arcus gerettet. Kälte und Eis sind seine Waffen, doch er braucht Rubys Feuer, um eine Rebellion gegen den verhassten König anzuzetteln. Ruby weiß, dass sie einem Frostblood nicht vertrauen sollte, doch jede Berührung zwischen ihnen knistert wie eine Flamme im Schneesturm. Sie ahnt nicht, welch dunkles Geheimnis sich hinter seiner eisigen Fassade verbirgt… (Klappentext lt. Verlag)
Auf dieses Buch wurde ich durch so viele Rezensionen und Schwärmereien aufmerksam, so dass ich es auch sofort lesen wollte. Gesagt, getan. Und ich kann durchaus verstehen, warum so viele dieses Buch hypen.