Sonntag, 15. April 2018

~Eule rezensiert~ Die Seelen der Nacht von Deborah Harkness







Die Seelen der Nacht von Deborah Harkness

(engl.: A Discovery of Witches)
Übersetzt von Christoph Göhler
Band 1 von 3
Urban Fantasy
832 Seiten
Erschienen am 21.01.2013 bei Blanvalet








Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben. (Klappentext lt. Verlag)
Dieses Buch lag schon mindestens 2 Jahre unangetastet in meinem Regal. Immer wieder habe ich positive Stimmen darüber gehört und gelesen, so dass ich es auch nie aussortiert habe. Im Grunde war ich schon neugierig, was es mit diesem Buch auf sich hat. Ganz spontan habe ich es dann im Februar zur Hand genommen und einfach mal angefangen zu lesen.

Der Einstieg gefiel mir auch richtig gut. Neben all den Jugendbüchern dieses Genres, hat man hier mal etwas erwachseneres, mit einer ernsthafteren Atmosphäre und vor allem noch mit einem spannenden Hintergrund. Denn die Protagonistin Diana ist nicht nur eine Hexe sondern auch  Historikerin, die sich vorrangig dem Studium der Alchemie verschrieben hat. Und so können wir als Leser mit ihr in staubigen Bibliotheken und durch jahrhundertealte Geschichte stöbern. Ihr Dasein als Hexe ignoriert Diana dabei weitestgehend, aufgrund eines tragischen Ereignisses in ihrer Kindheit. Doch das Blatt wendet sich schon bald, als sie den charismatischen Vampir Matthew kennenlernt.

Leider, muss ich an dieser Stelle sagen. Denn mit Matthew geht auch die Geschichte den Bach runter, die Anfangs so viel Potential versprochen hat. Und ehe ich es mich versah, habe ich mich doch wieder in dem üblichen Klischee Sumpf wiedergefunden. Was an sich gar nicht so dramatisch gewesen wäre, wenn wenigstens die Handlung spannend gewesen wäre. Aber auch daran haperte es ganz gewaltig. 

Natürlich schwebt unsere Diana nach Entdeckung des geheimnisvollen Manuskriptes in Gefahr und wer ist besser geeignet sie zu beschützen als ein überbesorgter Vampir mit 1.000 Prozentigem Beschützerinstinkt? Richtig. Kennen wir aber alles schon und nervt mich mittlerweile nur noch. Wenn sich Diana denn danach wenigstens auf einer halsbrecherischen Flucht befunden hätte und ein spannendes Versteckspiel hätte spielen müssen, hätte ich damit noch leben können. Aber nein. Sie lässt sich von Matthew erstmal ganz gemächlich zu seiner Vampir Mutter kutschieren, trinkt literweise Tee und Wein, reitet aus und hin- und wieder schnüffelt sie mal ein bisschen in seiner Vergangenheit herum. Weil er selbstverständlich sehr anziehend auf sie wirkt und sie sich seinem Vampir-Charme natürlich auch nicht länger erwehren kann. Und das auf gefühlt mindestens 600 Seiten dieses über 800 Seiten langen Buches. 

Dazwischen passiert dann tatsächlich etwas, was kurzfristig die Spannung hebt und mich hat hoffen lassen, dass die Autorin doch noch den Dreh bekommt, aber das waren wirklich immer nur ganz kurze Momente, die nie lange angehalten haben. Das hat mir einfach nicht gereicht. 

Diana hatte Glück, dass sie einigermaßen sympathisch ist und so einen faszinierenden Beruf hat, sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich abgebrochen. So war es dann für zwischendurch zumindest ganz nett sie ein bisschen zu begleiten. Die Lovestory war an sich auch ganz nett, aber wie gesagt auch etwas, was man mittlerweile schon 100 Mal gelesen hat und Matthew erfüllt nun wirklich jedes Klischee eines Vampirs. Mehr muss ich zu ihm glaube ich nicht sagen. Zum Ende hin gab es dann zwar nochmal einen Aufschwung in der Story, aber so richtig konnte es das auch nicht mehr rausreißen. Ob ich die Entwicklungen gut finde, da bin ich mir auch noch nicht sicher. Irgendwie wurde es immer abgehobener und der Aspekt der Zeitreise, der da thematisiert wurde, ist mir persönlich too much.
Alles in Allem entpuppte sich das Buch dann doch als Enttäuschung. Dabei hat es wirklich tolle Ansätze und hätte viel Potential gehabt. Doch letztendlich war die Story viel zu langatmig, ausschweifend und das gesamt Buch hätte locker auf die Hälfte runtergekürzt werden können. Eine ordentliche Prise Spannung hätte ihm auch gut getan. Ich denke nicht, dass ich den 2. Band noch lesen werde.















Kommentare:

  1. Hi!
    Schade, dass das Buch dich nicht richtig mitnehmen konnte. Bei mir liegt der erste, als auch der zweite Band auf dem Sub (seit Jahren) und ich bin bis jetzt nicht weiter als 10 Seiten gekommen... viele sagen, dass auch die Sprache etwas anspruchsvoller sein soll?!

    Liebe Grüße
    Ani

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    1. Huhu :)

      nein, ich finde nicht, dass die Sprache besonders anspruchsvoll ist. Es liest sich sehr flüssig und leicht verständlich. Damit solltest du also keine Probleme bekommen. Ich drücke dir die Daumen, dass dich das Buch mehr abholen kann als mich.

      LG Insi

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  2. Hallo!
    ich mochte das Buch wirklich sehr, aber es hat seine Längen dazwischen...das stimmt. Doch der rest konnte mich packen. Man sollte beidiesem Roman dabei bleiben, denn er ist sehr kompakt und detailliert und man verliert schnell den Faden, wenn man pausiert! Ich denke, dass das auch einer der gründe sein könnte, dass dich die geschichte nicht so packen konnte.
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Hi ^^

      ich glaube nicht, dass das der Grund ist. Und selbst wenn: es konnte mich einfach nicht genug fesseln, als dass ich Lust gehabt hätte es innerhalb einiger Tage durch zu suchten... Ich glaube, dann wäre mir das Buch eher noch mehr auf die Nerven gegangen ^^'. Ist natürlich schade, aber die Geschmäcker sind halt auch einfach verschieden und für mich war es eben einfach nichts.

      LG Insi

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  3. Was ist das eigentlich bitte für ein Cover? xD

    Ach, schade. Nach dem ersten Absatz deiner Rezension fand ich, dass das Buch eigentlich gar nicht so schlecht klang. Aber eine übliche Vampir-Love-Story ... Ich weiß nicht. Dabei scheint die Idee durchaus Potenzial zu haben.
    Wieder mal eine sehr gute Rezension von dir!

    Liebe Grüße ♥

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    1. Hm? Was meinst du denn? xD
      Ich finds eigentlich ganz hübsch, es hat nur absolut nichts mit der Story zu tun xD.

      Also man kann es lesen, muss man aber nicht... es gibt sehr viele Leute die begeistert von dem Buch waren. Aber für mich war das dann letztendlich nur eine von drölfzigmillionen Vampir-Lovestories... Auch wenn es interessante Aspekte hatte, konnte es das leider nicht komplett rausreißen für mich.
      Vielen Dank ♥

      LG Insi

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    2. Ja, das Gefühl hab ich auch. xD Ich denk auch an ein komplett anderes Genre dabei (wobei ich noch nicht mal genau sagen kann, was für eins - historisch? Familiendrama? irgendwie sowas, aber auf keinen Fall Fantasy) und war dann total verwirrt, weil es vom Cover her echt nicht nach meinem Geschmack aussah, der Klappentext aber schon. xD

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    3. Kann ich verstehen, ich dachte auch erst eher an etwas historisches (wobei das ja in Form von Dianas Beruf leicht angehaucht ist) und nicht an reines Urban Fantasy ^^'. Es passt auf jeden Fall überhaupt nicht.

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